Web-Books
im Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Lexika
Wurzbach-Lexikon
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Prokop-Raschdorf, Band 24
Seite - 261 -
  • Benutzer
  • Version
    • Vollversion
    • Textversion
  • Sprache
    • Deutsch
    • English - Englisch

Seite - 261 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Prokop-Raschdorf, Band 24

Bild der Seite - 261 -

Bild der Seite - 261 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Prokop-Raschdorf, Band 24

Text der Seite - 261 -

Naimund 26t Naimmid ersten Male aufgeführt am 17. December 1324 in dem Leopoldstädter Theater. Musik von Kapellmeister Joseph Drechsler. sMt Benützung eines Märchens aus „Tausend und Einer Nacht",) — 2) „Das Mädchen aus der Feenwelt oder der Vauer als Mi l l ionär" , romantisches Original» Zaubcimärchen mit Gesang in 2 Auszügen; zum ersten Male aufgeführt im Theater in oer Leopoldstadt am !0. November 1826. Musik uon Capellmeister Joseph Drechsler. Die Aufführung dieses Stückes wmde durch Raimund's Krankheit um ein ganzes Jahr verzögert. —Darüber erschien in d« Thea- ter ,Zei tung Hon Adolph Bäuer le , 1826, Nl. !42, S, 398—392: „RaiMUNd's Plan zum Mädchen aus der Feenwrlt" stie bisher nicht gedruckte sinnige Repeiitions- strophe zum Schlußgesange bei der fünfzigsten Aufführung dieses Stückes sollte.bei einem neuen Abdrucke seiner Werke nicht fehlen. Man könnte den Tert wohl bei Herrn Vi- tas erhalten), — Karl Meis l schrieb zu Raimund's „Mädchen aus der Feenwelt" im Jahre 5827 ein Seitenstück: „Fee Sanft- muth und Fee Gallsucht" ein Märchen. Den in diesem abgeschmackten Machwerk vorkom- menden Tintenmann. als Gegenrolle zum Aschenmann, gab Ignaz Schuster. — Im Theater in der Iosephstadt benutzte man die Erfolge des Raimund'schen Stückes gleichfalls zu einer Pantomime: „Das Feen. Mädchen". — 4) „Moisasur's Zauber- fluch", großes tragisch-komische« Original- Zauberspiel in 2 Aufzügen. Musit uon Capell- meister Jacob Philipp Riotte. Zum ersten Male aufgeführt im Theater an der Wien am 23. September 1827. sMrgl, darüber: WienerTheater-Zeitung 1827, Nr. 122 u. 123. Kritik von Ludwig Halirsch. Wil- helm Kunst trat in der Rolle des Hoangu, Moriz Rott in jener deS Genius der Ver- gänglichkeit auf, — Heinrich Adami uer-- öffentlichte über dieses Stück eine eigene kri- tische Broschüre, unter dem Pseudonym „Iin- z>»rti2,1". Der Inhalt aber entspricht durch seine Parteilichkeit, die über den Mängeln die Schönheiten des Stückes übersieht, nichts weniger als diesem Pseudonym.) — „Moisa- sur's Zauberfluch" parodirte Karl Meis l in seinem „Moisasura's Herenspruch", wozu Wenzel Müller die Musik schreiben mußte und das am 3. November 182? auch aufge- führt wurde. Wergl. Bäuecle's Theater» Zeitung 182?, Nr. 142,) Trotz des ihm in dieser Kritik gespendeten Lobes verschwand diese Parodie noch eher uon der Leopold» siädter Bühne, als das Original von jener der Wieden. Ein noch schlimmeres Loos hatte eine von Heinrich Adami und Nörnstein verfaßte Parodie uon „Moisasur's Zauber- fluch", welche im Theater in der Iosephstadt gegeben, ausgezischt und nach einmaliger Wiederholung bei Seite gelegt wurde, — 5) «Die gefesselte Phantasie", Origi. nal-Zauberspiel in 2 Uufzügen. Musik von Wenzel Müller. Zum ersten Male aufgc» führt im Theater in der Leopoldstadt am 8. Jänner 1828 sonach Raimund's Frag- ment einer Selbstbiographie entstand die Idee zu diesem „Phantasiestücke" aus dem Märlein, daß er, oer Mann ohn« Studien, unmöglich jene Stücke geschrieben haben könne, die unter seinem Namen gegeben wur- den, —^ Eine Scene bei der ersten Vorstel- lung „Der gefesselten Phantasie", die in den folgenden Vorstellungen ausblieb, ist auch noch ungedruckt. Raimund in der Rolle des Harfenisten Nachtigall in der bekann- ten Wirthshaussccne benutzte die Situation, indem er das boshaft über ihn ausgestreute Gerücht, als wären die unter seinem Namen erscheinenden Theaterstücke nicht uon ihm, vehement widerlegte. Sie verdiente wohl bei einer neuen Ausgabe seiner Welke eine Auf- nahme in derselben. Noch sei hier eines Auf> satzes gedacht, welchen die I r i s , Gratzer belletristische' Zeitschiist, gebracht im Jahr- gange 1838, Vd. I I , Nr. 8—ii, unter dem Titel: „Die entfesselte Phantasie. Sommer' nachtstraum eines alten Wieners". Von A. Si las »nit dem für den Autor wirklich ärgerlichen Druckfehler im Titel: „Die gefes- selte Phantasie", wozu sich der „gebildete" Setzer wohl durch Raimund's Stück mit diesem Titel hat verführen lassm. Der Autor träumt seinen Sommernachtltiaum auf das Gerücht hin, Raimund wolle ein Gegen» stück zur „Gefesselten Phantasie" schreiben.) — Auch sind hier zu erwähnen Ascher's Refle- xionen über dieses Stück Raimund's m der Neuen freien Presse (Wiener polit. Blatt) 1866, Nr. «2 : „Theatcrbriefe". von ^nnniL N0VU2, unter welchem Pseudonym sich der gegenwärtige Director des Carl- Theaters, Herr Ascher, verbirgt, — «) „Der Alpenkönig und derWenschenfeind" romantisch-komisches Märchen in 2 Aufzügen — dann in 3 Acte getheilt gegeben. Zum ersten Male aufgeführt am 17. Oktober 1828.
zurück zum  Buch Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Prokop-Raschdorf, Band 24"
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Prokop-Raschdorf, Band 24
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Prokop-Raschdorf
Band
24
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1872
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
450
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
Web-Books
Bibliothek
Datenschutz
Impressum
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich