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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Prokop-Raschdorf, Band 24
Seite - 269 -
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Seite - 269 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Prokop-Raschdorf, Band 24

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Naimund « 269 unten die Urtheile über Raimund den Dichter.) —Menzel(Wolfgang), Die deutsche Literatur. Zweite vermehrte Auflage (Stutt» gart <»26. Hallberger, 8»,) Theil IV, S. iL8, — Meynert (Hermann vi-.), Hcrbstblüthen aus Wien, Gesammelt in den Spntmonaten <«3U (Leipzig 1822, L. H, F, Hactmann, »»,) S- ^8, 4U. <!2, 63 senthält treffliche Ve> ^ merkungen über Raimund den Dichter! und Darsteller. C'iüigcs davon weiter unten ! in den Aussprüchen der Kritik), — Oest°r> reich im Jahre < 84U, Staat und Staats» Verwaltung, Verfassung und Cultur. Von einem österreichischen Staatsmanne (Leipzig 1840. Otto Wigand, gr. 8»., Bd. I I , S. 298 fter Curiosität halber möge hier das Urtheil, welches „der österreichische Staatsmann" über Naimu nd fällt, folgen: „Die höchsteGlanz» umode der Wiener Localposse trat dagegen zu Raimund's Zeiten ein, der ein uortceff' licker Zeichner des wirklicken Lebens und uurzüglich seiner naiven Zustände, das innere Wesen der Localposse zu veredeln, von der poetischen Seite aufzufassen und einem hö> deren Ttandpuncte zuzuführen suchte — doch sage ich hier nur suchte, weil Raimund's edler Durst nach Nafaeüscher Idealität mit seiner Kraft in keinem Verbände stand, und er in jenen Augenblicken, wo sich sein <Ze< müth der Poesie ganz ergeben wollte, nur albern und abgeschmackt erschien!!!" Dieses Urtheil wohl, aber nicht Raimund's Poesie ist albern und abgeschmackt. Nun die „östcr» reichischen Staatsmänner" haben sich nie viel um Poesie gekümmert, und wenn diese auch zum Lenken des Staatsschiffes nicht gerade nothwendig ist, so würde ihnen doch eine eingehendere Kenntniß der litcrarischen und üulturzustände, des Polyglotten Oesterreich nichts weniger alö schaden, und sie tonnten sich in dieser Beziehung die Staatsmänner Englands zum Muster nehmen, die es nicht verschmähen, in ihrer Muße Literatur zu treiben, und daher auch vor derselben mehr Ächtung haben, als dieß hier zu Lande der Fall ist.) — OesterreichischerZuschauer, herausgegeben von Ebersberg (Wien, 8°.) !838, Vd. 4. S. l384: „Charakter-Silhouet. ten deutscher Dichter. Ferdinand Raimund »nd die Wiener Localposse"; — derselbe !8i0, Nr. 491 „Eine Stimme auS der Ferne". ICin glossirier Auszug aus Stcinberg'L Roman „Kallenfels", der eine poetische Schil» derung aus der bekannten Abschiedsscene aus Na im und'3 „Mädchen ausderFecnwelt"ent> Naimund hält. — Presse <87l. Nr. 248, im Feuille ton: „Ferdinand Raimund", von Martin Greif »nanche neue Grsichtspuncte zur Äuf> fassung Raimund'«: bemerkt unter Anderem treffend: „Ein Dichter r>r>n solch örtlicher Bestimmtheit und Farbe als Hebel für deu alemanischen, ist Ferdinand Raimund für den österreichischen oller,im allgemeinen gesagt, für den großen bayei'isch'östcrrcichischen Volts- sta»!!»,") — Schütze (Karl!>r.). Deutschlands Dichter und Schriftsteller uouden ältestcnZeiten bis auf die GeZemvart (Verlin »8N2, Albert Vach, 8°.) S, 293 i^ch führe diese« Bnch an, wegen der einen zutreffenden Zeile auf R ai> mund; sie lautet: „Raimund ist der deutsche Moliüre"), — Teidl i f t sIu- lius I)l-.), Die Poesie und die Poeten in Oesterreich im Jahre <ll>'>e «Grimmc» <8!!7, Tietze (M,). Wiener diabolische und incnsch liche Photographien, firirt von — — (Vrrlin <«6!1) gedenkt auch des alttn Lcopoldstälter in einer Weise, die den Nordteutschen bei Schilderung süddeutscher Pelsoncn und Zu> stände überhaupt nicht eigen, in einem noch dazu >8L6 in Verlin erschienenen Vuche aber geradezu wohlthut). —U n ser P lanet. Vlät. ter für Unterhaltung u. s. w. Von Ludwig Storch (Leipzig. 4°,) I I . Jahrg. <>82i), Beilage.- Theaterblatt, Nr, UU, 0«, <»2, l08. i<4, „Das Vollstheater in Wien, Versuch einer Vühnen-Charakteristik", t'on Hermann Meynert ftetrisst aussch lieülich R n i m u n d'S Stücke). — Wanderer (Wiener polit, Vlatt, 4<>.) 1834, T. 2l?: „Raimund und seine Beurtbeiler", von S, N, L a. — Wie^ ner Zeitschrift u, s w. Von Schickh, später von Wit thauer (8».) «83l, H, 2L9, „Raimund's Gastspiele in München". — Noch sei hier einiger Aussprüchc und Cha- rakteristiken Raimund'S gedacht, die nicht eben als Urtheile über ihn gelten sollen, aber doch erwähnt zu weiden verdienen, — So enthält Andersen's Roman: „Nur ein Geiger", eine poetische Würdigung Rai- mund's. — Das kürzeste, aber dehhalb nicht minder bezeichnende Urtheil über Raimund sprach wohl Director Carl aus. Er verglich nämlich Raimund und Nestroy und sagte: „Raimund findet oft einen gewöhn« lichen Kieselstein, aber er glättet und pulirt denselben so lange, bis er einen Glanz g«. winnt. der ihn fast einem Edelstein ähnlich macht, Nestroy hingegen hat oft eine» <ch>
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Prokop-Raschdorf, Band 24
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Prokop-Raschdorf
Band
24
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1872
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
450
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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