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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Prokop-Raschdorf, Band 24
Seite - 314 -
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Namming 314 Vamming Einflüsse, die leider nur zu oft schon und gerade !n entscheidenden Augenblicken zum Nachtheile Oesterreichs sich geltend gemacht haben. I n der Schlacht bei Magenta, am 4. Juni. kam die Brigade Ramming's zum ersten Male in's Ge» fecht, konnte aber bei der eigenthümlichen Verwendung der Truppen, indem die Brigaden immer einzeln, wie sie eben ankamen, dem viel stärkeren Feinde ent» gegengeworfen und nach kurzem Erfolge uon der Uebecmacht aufgerieben wurden, das Unglück des TageS nicht verhindern. Als dann am 14. Juni Se. Majestät der Kaiser persönlich den Oberbefehl der österreichischen Armee übernahm und an Feldzeugmeister Heß das Amt des Ge> neralstabschefs übertragen wurde, wurde Ramming uon Letzterem als Vorstand der Operationskanzlei zugewiesen. Doch auch jetzt blieb der Erfolg der Waffen auf Seite des Feindes. Ueber die Ope» rationen, welche der Schlacht von Sol- ferino am 24. Juni vorangegangen, herrscht noch Dunkel, dessen Lichtung kaum so bald zu erwarten ist. Man will den Mißerfolg dieses Tages aus der Thatsache erklären, daß die Linie der Oesterreicher zu ausgedehnt— fünf Stlln- den lang— gewesen, um eine einheitliche Leitung zuzulassen, wodurch die Com> Mandanten der einzelnen Korps weder in der Zeit noch im Raum gehörig zu- sammenwirkeii kannten. Von Ramming ist nach dem Frieden von Zücch als Manuscript gedruckt ein „Beitrag zur Schlacht bei Lolferino" erschienen, wo» rin nach dem Urtheile von Fach- männern der Gegenstand mit vollem Freimuthe behandelt ist, ein Umstand, der leicktbegreiflich Veranlassung zu mancherlei Reclamationen gab. Daß uon Seite deö obersten Kriegsherrn dem Ge- neral N. keine Schuld an dem Mißerfolge zur Last gelegt worden, dafür spricht zii> nächst dessen bald darauf erfolgte Befö» derung zum Feldmaischall.Lieutenllnt und die nach dem geschlossenen Frieden er» folgte Uebertrngimg der Leitung der operativen Dienstgeschäfte im General- Quartiermeisterstabe. Im Jahre 1860 wurde R. Inhaber des im genannten Jahre aus den Regimentern Nr. 4 und 23 neu formirten Infanterie-Regiments Nr. 72, Als N. nnch dem schon oben bemerkten zeitweiligen Austritte auS dem activen Dienste nach einigen Jahren wieder in denselben zurückgekehrt war, erhielt er im Jahre 1363 das Kommando deS sechsten Armeecorps, machte an der Spitze desselben den unglücklichen Feld- zug 1866 in Böhmen mit, wo sein EorpS bei Skalitz und Nachod kämpfte und starke Verluste erlitt, in der unheil« vollen Schlacht bei Königgrätz aber in d^r Reserve stand. Außer den bereits ge> meldeten Auszeichnungen erhielt N. im Jahre 1868 die geheime Nathswürde', bereits im Jahre l83I wurde er den Statuten des Maria Theresten-QrdenS gemäß in den österreichischen Freiherrn» stand erhoben. Adelstands'Diplom für Wilhelm Na»!< ming den Vater Mo. 24 December <822 FreiherrnstandS < Dip l u m 6äc>. 4, Juni !«!>> für Wilhelm Ramm ing den Sohn. — Hi i tenfe ld (I .) , Der Militär>Maria Thciesien>Ordcn und seine Mitglieder (Wien l8l>7, Staat«druckerei, kl, 4°.) S, NU5 u, l?2i, — Männer der Zeit, Biograph!« sches Lerikon der Gegenwart (Leipzig <8LU, C. V. Lurck. 4",) i l . S«ie, Sp. 329, — O e st e r r e i ck i s ch e r S o l d a t e n f r e u n d. Zeitschrift für »nlitürische Interessen, Her- ausg. von I, Hirten feld und Dr. Mey< nert (Wien. 4°.) m , Inh^an« (!«»«). S. «L8- „Nhrenhnlle XXI" . — Fei ei' abend (illustr. Wochenblatt, Wien, bei Zanwrski u Dittniarsch, 4",) I. Jahrgang, Beilage zu N>', 27,: „Diuisionegeneral uon Ramminn". — Ueber Land und Meer l8en. Nl>. 4?,— Neue freie Presse l863.
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Prokop-Raschdorf, Band 24
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Prokop-Raschdorf
Band
24
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1872
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
450
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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