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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Prokop-Raschdorf, Band 24
Seite - 339 -
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Seite - 339 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Prokop-Raschdorf, Band 24

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Nank 339 Nank standen zunächst: „Vier Brüder aus dem Volke" und „Waldmeister", zwei Ar> beiten, welche R. selbst als Werfe sein» Sturm» und Drangperiode bezeichnete, und von welchem sein Biograph in der „Libussa" die Bemerkung macht, daß R. „auf diese Weise der Welt nur die Ma» sernkrankheit seines jugendlichen Talentes gezeigt." Indessen sehte R. seine Studien in Wien fort, und wendete sich, nachdem die philosophischen beendet waren und ei sein ziemlich ernst gefaßtes Voi- haben, dem geistlichen Stande sich zu widmen, aufgegeben, dem Studium der Rechte zu. Mit dem Studium Hand in Hand ging die schriftstellerische Produc» tion, es entstanden neue Geschichten aus dem Böhmerwalde, die in kurzer Zeit eine zweite Auflage erlebten, eine größere Erzählung: „Die Mutter vom Lande", als d>e mit einem Male hereinbrechenden Wirren des Achtundvierziger Jahres allem Dichten und schriftstellerischen Schaf» fen für einige Zeit ein Ende machten und auch R. auf das ihm fremde Gebiet der Politik führten. Die Beliebtheit, welche die vorgenannten Arbeiten auch in seiner Heimat, die in denselben idealisirt war, gefunden, veranlaßte, als die Wahlen in das Frankfurter Parlament stattfanden, zunächst seine Wahl in dasselbe, welche am 14. August 1848 stattfand. Ueber seine Thätigkeit in der Reichsversamm» lung ist wenig zu verzeichnen. Er gehörte in derselben der gemäßigten liberalen Partei an und als er im April 1849 mit den anderen Deutschösterreichern aus. schied, gab er seinen Empfindungen indem Blatte Ausdruck, welches im deutschen Parlamentsalbum facsimilirt niedergelegt ist. und das auf S. 344 in den Qucl» len Nr. IV mitgetheilt wird. Für seinen Theil hatte er durch seine Mitgliedschaft dieser Versammlung einen nicht geringen Gewinn in der persönlichen Bekanntschaft mit dem Alt» und Großmeister der deut» schen Lyrik, Ludwig Uh land, in dessen Hause in Tübingen R. die gastlichste Aufnahme fand und welche Zeit R. selbst zu den schönsten Tagen seines Lebens zahlt. I n Uh land'S Hause kam er auch mit anderen berühmten Persönlichkeiten, so mit dem Aesthetiker V i scher, mil dem Theologen Bauer, mit Professor Köstl! n, dem Liederdichter Karl M a y e r u. A. in engere Berührung. Während eines längeren Aufenthaltes in Stuttgart verkehrte er viel mit G. Fischer. Fr. Häuf , Hermann Kurz , L a ^ a u . Emma Niendorf, Iustinus Kerner, Gustav Schwab u. A. In jene Zeit 1849 und 1880 fällt die Zusammen- stellung der ersten bei BrockhauZ erschie- ncnen GescimmtauSgabe seiner Schriften. Auch arbeitete er damals den „Poet!» schen Pilger durch Deutschland und die Schweiz", während zu gleicher Zeit durcd ein eigenthümliches Zusammentreffen Le> vmg Schücking mit seiner „Italia" eine ähnliche Gedichtsammlung veröffent. lichte. Im Sommer l83l übersiedelte er für längereil Aufenthalt nach Frank» fürt a.M., wo er dieTochter eines baye< rischen Beamten auS der Rheinpfal; kennen lernte, die er auck am 4. Sep- tember 1832 heirathete. Zwischen dem Entschlüsse, sich bleibend in Frankfurt a. M. niederzulassen oder mit seiner Frau vorerst den langenlbehrten Böhmerwald und die Seinigen zu besuchen, entschied er sich für letztere«, reiste im Frühling 1853 dahin und verlebte den Sommer in Klattau. Den daselbst gefaßten Ge» danken, mit seiner Frau nach Wien zu überfiedeln, mußte er der in Wien zuneh» menden Theuerung wegen aufgeben und entschloß sich in Weimar seine bleibende Stätte aufzuschlagen. Im August 1834
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Prokop-Raschdorf, Band 24
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Prokop-Raschdorf
Band
24
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1872
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
450
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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