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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Prokop-Raschdorf, Band 24
Seite - 347 -
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Seite - 347 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Prokop-Raschdorf, Band 24

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347 einige Zeit die Dienste eines Secretärs und Archivars, wurde aber dann von ihm zur weiteren Ausbildung in den theologischen Wissenschaften in die hö- here VildungSansialt zu St. Augustin nach Wien geschickt, wo er sich insbeson» dere dem Nibelstudium mit großem Eifer zuwendete. Nach zwei Jahren erlangte er daselbst die theologische Doctorwürde und kehrte 4831 nun in seine Heimat zurück, wo ihn sein Gönner Bischof S z e- pessy sofort zum Profefsor der orienta» lischen Sprachen und deö Vibelstudiums am bischoflichen Seminar zu Fünfkirchen ernannte. Auf diesem Posten erwarb sich R. bald ebenso als Lehrer wie als Fach- schriftsteller sseine Werke folgen auf S. 348^ einen ausgezeichneten Nuf. Im Jahre 1840 kam er als Religionslehrer, Prediger und supftlirender Professor der griechischen Sprache an die Pesther fön. Universität. Seine lateinischen akademi» schm Kanzelvortrage fand.en solchen Bei» fall, daß im Jahre 4842 eine AuSgabe derselben veranstaltet werden mußte, In< dessen betrieb R. seine Studien auf das Eifrigste fort, insbesondere verlegte ei sich auf die modernen Sprachen, ohne jedoch die orientalischen und classische» zu vernachlässigen, so daß er bald eincn Sprachschatz besaß, der eine gründliche Kenntniß der hebräischen, arabischen, der beiden classischen, dann der spanischen, italienischen, französischen und englischen umfaßte; die deutsche und ungnrische sprack er von Kindheit an. Während seines Lehramtes in Pesth unternahm er in den Ferienmonaten größere Reisen nach den verschiedenen Ländern Europa's und besuchte für längere Zeit Rom, Pa> lermo, Marseille, London, Paris, Nrüs- sei, die größeren Städte Deutschlands, überall Verbindungen mit ausgezeichne» ten Gelehrten namentlich jener Fächer anknüpfend, die er selbst mit besonderer Vorliebe pflegte. Im Jahre 4843 wurde er zum Domherrn von tzünfkirchen er. nannt und versah in letzterer Eigenschaft vom Jahre 4846 an die Stelle des Direo torS des bischöflichen Seminars und deS Synodal-TraminatorS. Im Jahre 1849 erfolgte unter gleichzeitiger Ernennung zum H,dd23 Lcatu,«; ?,l2,ri2,e ViiFiniL äo 8»ücti Lteplikni lie^is , seine Berufung in daS k. k. Ministerium nach Wien zur Verwendung in der Section der kirchlichen Angelegen» heiten; er wurde aber noch im nämlichen Jahre, am 27.October, zum Bischof von Veszprim erhoben und in seiner Würde am 7. Jänner 1880 bestätigt. Im Jahre 4834 erhielt er die Würde eines wirk» lichen geheimen Rathes. R. ist ein auS> gezeichneter Kirchenredner in lateinischer, deutscher und ungarischer Sprache; als Fachschriftsteller auf archäologischem Ge> biete eine Autorität; als Humanist kann er aber vielen seiner Collegen als Vor» bild gelten. I n seiner Vaterstadt führte er die barmherzigen Schwestern ein. welche im Jahre 4834 im dortigen Ho> spital die Krankenpflege übernahmen; überdieß widmete er dieser Anstalt den Betrag von 12.000 Gulden. Im Jahre 1857 verzichtete R. im eigenen und im Namen seiner Nachfolger im Bisthum auf das dein Veszprimer Bisthum zuer- kannte Urbari^l - Entschädigungscapital ;u Gunsten verschiedener Stiftungen. D!e!eSCap!taI.imBetragevon739.793fI. C. M.< gewährt einen jährlichen Zinsen« ertrag uon 36.989 fi. C. M., welcher in folgender Weise verwendet werden soll: 4. Zur Unterstützung von minder dotir» im 42U Pfarrern der Diöcese in Beträ- gen zu 420. 400 und 80 fi. C. M., jährlich 42.000 fi. Zur Unterstützung von 72 Coopercitoren und Präbendären
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Prokop-Raschdorf, Band 24
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Prokop-Raschdorf
Band
24
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1872
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
450
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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