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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Prokop-Raschdorf, Band 24
Seite - 356 -
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Seite - 356 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Prokop-Raschdorf, Band 24

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Napaport 366 Hkapoport Einfluß nicht wenig dazu beitrug , sein Volk einigermaßen aus der Erniedrigung zu heben, in wacker es durch den Fluch eineö Jahrtausend alten Vorurtheils ge- funken war. Dabei bewahrte er eine treue Anhänglichkeit an sein zweites Vaterland, brachte bei allgemeinen Kalamitäten große Opfer und lehnte die vortheilhaftesten Anträge zu öffentlichen und Privatdien> ften, die ihm Zeit seines Lebens von ver- schiedenen Seiten gemacht worden, aus Liebe zu seiner Heimat ab. Als Schrift« steller zu wirken, obwohl ihn seine tiefe Gelehrsamkeit im eigenen Fache und seine ausgebreiteten Kenntnisse in den Gebieten der Geschichte, Philosophie und schönen Literatur vollkommen dazu befähigten, war ihm unter den oberwähnten Umstän» den keine Muße gegönnt, aber mit den ersten Männern seines FacheS in Deutsch land. Polen und Rußland stand er in lebhafter Korrespondenz und gab auch in mehreren ärztlichen Zeitschriften öfter Mittheilungen aus seiner ärztlichen Pra- lis, wenn er sich aus deren Veröffent- lichung einen Nutzen für das allgemeine Wohl versprach', so veröffentlichte er im Jahre 1831 im September und October in Hoin's „Archiv" eine größere Ab> Handlung über die Cholera und ihre Be^ Handlung. Seit seinem 17. Jahre uer> heirathet. hatte er aus dieser The einen Sohn und zwei Töchter. Der Sohn, der in Wien Medicin studirte, fand in den Fluthen derDonau ein vorschnelles Ende. Von jeinen Töchtern war eine an den Lemberger Landes-Advocaten Dr. Os> wald Menkes verheirathet und ist bereits gestorben. Die zweite ist die Gat- tin des kleä. Dr. Adam Barach , welcher den Namen seines Schwieger« unters sich beigelegt und sich Barach. Rapnpor t schreibt. Vräffer , Franz) Jüdisch« Plutaich (Wien l848. 8°.) Nd,7, S, l?4 — Wiener M i ^ theilungen, Zeilschrift für israelitische C»l. turzuständc. Herausa, von v l . M. Lette» ris. 3ahrg, l8«3, Nr, l?: „Nekrolog,,, — Porträt. Unterschrifti Jacob Nnpnport, Doctor der Medicin, prakt, Arzt in Lembern. Vitho^ graphie (Wien, gedr, bei I . Höfelich's Witwe), Raphael, siehe: Raffael, Ignaz Wen. zel ^S. 213 dies. Bds.^, Rllpoport, Salomon L. (Ober- Rabbiner in Prag und jüdiscker G c> lehrt er, geb. zu Le mb e rg in Oester. reichisch-Galizien 17. Mai 179«, gest. zu Prag 16. October 1867). Erscheint bald Rapapor t , Nappopor t und auch Nap pa p o rt geschrieben, er selbst schrieb sich Napoport , während der gleichnamige Poet sich Mor iz Nappa> por t (Pseudonym MaxNeinau) schreibt. Der Sonn streng orthodoxer israclitifcher Eltern, erhielt er die erste Erziehung im Elternhause, wo er sich, fast ganz als Autodidakt, für den jüdisch'theologischm Beruf vorbereitete und in sehr bescheide» ncn Verhältnissen lebte. Mit großem Vifer lag cr dem talmndischen Stndium ob, und ein Zufall führte ihn auf jene Fährte, auf welcher cr in der Folge alö geistvoller literarischer Bahnbrecher vor» anschritt. Ea war nämlich Recrutirnngs- epoche, und unter den Israeliten geschnh es denn, daß durch den sachverständigen (!) Ausspruch deö Ortsvorstehers gewöhn» ich die Sühne unbemittelter Eltern für tauglich, hingegen jene der reichen für untauglich bezeichnet wurden. Die Folgc dieses parteiischen Vorganges war, daß sich erstere nicht selten für einige Zeit durch die Flucht der Recrutirung entzogen, welcher Fall auch bei Napoport ein- trat. Heimlich entfernte er sich von Lem° berg und begab sich nach einer kleinen Grenzstadt GalizienS, wo er in verborge, ner Zurückgezogenheit lebte. Das dort
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Prokop-Raschdorf, Band 24
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Prokop-Raschdorf
Band
24
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1872
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
450
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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