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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Prokop-Raschdorf, Band 24
Seite - 362 -
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Napp 362 Knaben kennen und gab ihm unentgelt lichen Unterricht. Im Jahre 1792 begann R. die Gymnasialstudien in Innsbruck, Im Jahre 1797 wurden die Franzosen, welche bis Freienfeld unweit Trens vor gedrungen waren, durch den Landsturm zu- rückqetrieben. Diese That tirolischer Män< ner weckte in der Seele des jungen Stu> denten jene edlen Gefühle der Begeifte« rung für Kaisei und Vaterland, welche ihn bald zu den glänzendsten Thaten des Patriotismus spornten. Rapp besuchte zu Innsbruck dir philosophischen Jahr gange. 17!)!) rückten die Franzosen an der westlichen Grenze — zu Nauders und TauferS — in das Land ein. Die Lan deöschützen wurden aufgeboten. N. stellte sich zur Steinacher Compagnie und le! stete unter Hauptmann Anton Nat ter als Fourier so wesentliche Dienste, daß derselbe scyriftlich bekannte, ohne Rapp's kräftige Unterstützung hätte er seine Stelle nickt bekleiden können. Im Jahre l800 war die Kriegöfurie an der Landesgrenze gegen Bayern los. Rapp zog in diesem Jahre zweimal in's Feld. Am 27. Mai nickte er als Lieutenant mit der zweiten Steinacher Compagnie nach Seefeld und Leutasck unter dem Hauplmann Karl Natter. Am 27. September rückte er zum zweiten Male als Oberlieuienant der Stubaier Compagnie an die baierische Grenze. Der Hauptmann, Hofrichler Joseph v. Sto lz, halte ihn angeeifert, die Compagnie einstweile» in'6 Feld zu führen, indem er versprach, baldigst nach» zukommen. Unerwartete Hindernisse hiel- le,i den Hauptmann zurück. Deßhalb wurde der 2lljährige Jüngling Rnpp im Karwendllhal einstinnni^ z,<m Haupt. mann gewählt. Seine feurigen Ansurachen hoben den Patriotismus der Leute, so daß sie bereilwilligst außer Land gegen den Feind zogen und Gintracht unter sich und mit dem k. f. Militär hielten. Die Zeugnisse des Schützen-Majors Grafen Thurn und Ta i iS und des Landes» hllüptmanneS Paris Grafen v, Wolken- stein erwähnen rühmend seinen Muth. seine Umsicht und kluge Leitung der Com- pagnie. Der eingetretene Waffenstillstand führte die Schützen vor Ablauf der „ver> fafsungSmäßigen" Dienstzeit nach Hause. Nachdem die Mühseligkeiten des Waffe». Handwerkes vorüber waren, rückte jener ernste Zeitpunct heran, in dem sich der junge Mann seinen Lebensweg wählen sollte. Im Herbste 1800 ging Josef Napp nach Innsbruck und besuchte die öffenil!- chen Vorlesungen des ersten theologischen Curses, studirte aber zugleich privatim die Rechte und wurde im I . 1803 zum Dr. ^uris promouirt. Nun trat R. in die PrariS und in diese vorerst bei der lan« deShauptmannschafl lichen Geriäitsverwal' tung in Botzen, worauf er zum Stadt» und Landgerichte daselbst übertrat. Im Jahre 1804 übersiedelte er nach Innsbruck und übernahm für den erkrankten Professor I)r. Schul er die Vorlesungen aus dem öffentlichen und Priuatkirchenrechte a» der Universität. Um jedoch seinen Plan. Advocat zu werden, ausführen zu könne», trat er im selben Jahre in die fiscalaml- liche Pcaris, gleichzeitig wurde ihm an der InnSbrucker Universität die Lehrlan« ;el des vaterländischen Priuatrechtes pro» uisolisch übertragen. Im Herbste 180» wurde I)i-. Rapp zum zweiten unent» geltüchen Adjuncten bei dem Hauptcrimi' nalgeiickte ;u Innsbruck ernannt. Als im selben Jahre der Krieg wieder aus- brach, stand Napp mit patriotischer Hin- gebung der landschaftlichen Schutzdcvu- ation zur Seite. Im Jahre l806 wurde er zuiAdvocaturSprüfung zugelassen und als Aduocat der Landeshauptstadt Tirols aufgenommen. Er widmete jedoch seine
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Prokop-Raschdorf, Band 24
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Prokop-Raschdorf
Band
24
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1872
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
450
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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