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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Rasner-Rhederer, Band 25
Seite - 155 -
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Neicha 186 Neicha einen französischen Text: ,,6»öa?<Fl' c>« ?ss^ H«^«'ö s?l H^?H)is«. Jedoch sagte daS Klima ihm nicht zu, er verließ also 1799 Hamburg und begab sich nun nach Paris, daS später seine zweite Heimat wurde. Nachdem der Versuch, seine bei den oberwähntm Opern zur Aufführung zu bringen, gescheitelt, debutirte er mit einer Symphonie zu großem Orchester, welche allgemein Anerkennung fand. I n einem Concerte von Rode brachte er er eine zweite Symphonie zur Auffüh» rung, andere Versuche aber mit Opern- Kompositionen blieben alle erfolglos, und so verließ er denn Paris und begab sich nach Wien. Dort suchte l:r vor Allem den siebenzigjähngen Haydn auf, der ihn m wohlwollendster Weise aufnahm. Auch in Wien wollte es ihm nicht gelin» gen, seine Opem zur Darstellung zu bringen. Im Hause des Fürsten Zob< kowih fand er freundliche Aufnahme, wodurch er in weiteren Kreisen bekannt wurde. Auch gelang es ihm, der Kaiserin Mar ia Theresia, Gemalin des Kai» fers Franz, vorgestellt zu werden. Die Kaiserin war eine große Freundin der Musik und gab ihm den Auftrag, ein italienisches Libretto: „^'Lsns ?'eZl/«Q 67 <??-anllcka", zu componiren, welches im Schloßtheater zu Schönbrunn gege> ben wurde und worin die Monarchin selbst die Titelrolle spielte. I n dieser Zeit erhielt R. einen sehr vortheilhaflen Ruf von dem Prinzen Ludwig Ferdinand von Preußen, den er adec, um länger an Haydn's Seite bleiben und die Lehren dieses Tonheros aus dessen eige- nem Munde empfangen zu können, ab» lehnte. I n Wien verkehrte er außerdem mit Beethoven. Albrechts b erg er und Sal ier«. I n die Zeit seines Wie. ner Aufenthaltes fällt die Komposition der Cantate zu Bürger 's „Leonore". Seine Versuche aber, sie zur Aufführung zu bringen, scheiterten an der Censur, welche aus Gott weiß welchen Gründen die Aufführung nicht zuließ. N. beschloß demnach, nach Leipzig zu gehen und dorr srin Vorhaben auszuführen. Auf seiner Reise nach Leipzig besuchte er sein Hei» matland Böhmen und seine alte Mutter, welche er 36 Jahre nicht gesehen hatte. I n Leipzig angekommen, traf er alle Anstalten, um sein Concert in'S Werk zu setzen. Nach» dem er alle Hindernisse beseitigt und sogar der Tag der Aufführung angesetzt war, machte die Schlacht von Jena AlleS zu» nichte. An ein Concert war unter diesen Umständen nicht mehr zu dmkcn und nach vier Monaten vergeblicher Mühen kehrte N. unvernchteter Dinge nach Wien zurück. Dort arbeitete er fleißig und blieb bis zum Jahre 1808. Durch seine Compo» sitionen, welche während seineü achtjäh» rigen Aufenthaltes in Wien entstanden, begründete er seinen musikalischen Nuf. Die vorzüglichsten derselben sind, außer der bereits erwähnten Cantate „Leo» nore, eine O^ora. 8or5a; ein Oratorium, betitelt: ,,Nrr Psiüm"; ein Requiem; 36 Fugcn für das Clavisr, nach einem ganz neuen Systeme und Haydn ge« widmet, 1803 bei Steiner in Wien gestochen! sechs große Quintetten für Saiteninstrumente, von denen drei später in Paris gedruckt wurden i mehrere an» dece seiner Arbeiten erschienen damals bei Brei tkopf und Här te l zu Leip- zig im Stiche. Ala im Jahre 1808 die politischen Verhältnisse immer drohender sich gestalteten und gerade Wien der Schau» platz von Ereignissen, die nichts weniger als förderlich für die Kunst sind, zu wer»' den drohte, verließ R. Wien und begab sich nach Paris, das er nun bis an sein Lebensende nicht mehr verließ. In Paris bestritt er im Anbeginn seinen Lebens-
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Rasner-Rhederer, Band 25
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Rasner-Rhederer
Band
25
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1868
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
446
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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