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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Rasner-Rhederer, Band 25
Seite - 157 -
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Seite - 157 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Rasner-Rhederer, Band 25

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Reich a Neicha I)6lakore3t-Nc>rinv»1). Mit dieser Thä» tigkeit als Schriftsteller der musikalischen Theorie verband R. aber die praktische als Musiklehrer und fleißiger Compositeur. Als Musiklehrer war er einzig inseinerArt, man sprach immer von einer „Reicha> schen Me,th ode", aber nicht ganz mit Reckt, denn er besaß in seiner Art deS Unterrichtes kein besonderes ausgesvro» cheneS System, es wäre denn, daß man seine Kunst, seinen Unterricht dem Fas' sungükreise und angebornen Talente sei> neö Schülers anzupassen, ein System nennen wollte' freilich hatte er, wie einer seiner berühmtesten Schüler, Ouslow, sagte, „das volle wichtige Geheimniß des Unterrichtes inne". Groß war die Zahl seiner Schüler, und eS sei hier nur der berühmtesten unter den vielen be» rühmten gedacht: Rode, Daupra t , Haben eck der Neltere. Ba i l l o t , Blanchard, lange Zeit Mitarbeiter, der „<3a26ttü luusioale", G l w a r t , Komponist und Theoretiker, C o l e t , Varbereau, Ie lensperger , OS» borne, Musard' , die öfter uorkom» mende Angabe, daß auch Ver l ioz sein Schüler gewesen, ist unrichtig. Und eben als Lehrer ist eS vornehmlich Reicha, der in der Musik die deutsche Schule <n Frankreich zur Geltung gebracht, den Geschmack für die deutsche Musik im Dilettantismus verbreitet und durch ihren zusehends wachsenden Einfluß daS musi» kalische Italienerthum bekämpft und uer- drängt hat. Auch auf dem Felde derCom» Position war R. fleißig und thätig und schlug auf demselben seinen eigenen Weg ein, wie sich denn in Allem, waS Reichn vornahm, eine durch Nachdenken über die eben in Angriff genommene Arbeit gewonnene Originalität kundgibt. Von seinen dramatischen Compositionen sind bekannt: „f?a^«o«^o", dreiactige Oper. cm Theater Feydeau aufgeführt und, wie er selbst mit Humor berichtet, bis zur achtea und letzten Vorstellung auSgepfif» fen. Neicha selbst gibt die Ursachen dieses Mißerfolges an. An diesem Werke waren vier Autoren betheiligt, zwei Li> brettisten und zwei Compositeure, er selbst hatte die Ouvertüre und die zwei ersten Acte componirt: — „H^tt/la^'s o« ?» /aml'^6 ?-u««s", große Oper in drei Acten, sechsmal in der ^.llaäemis io^2,1e äs nauLic^uL gegeben', N. schreibt, eS würde ein dicker Band werden, wollte er die unerhörten Mühseligkeiten erzählen, die er erlitten, um die inize on LcönL zu erlangen, lind dann die Kabalen und Intriguen während der sechs ersten Pro» ben, um die Aufführung zn verhindern oder doch das Werk durchfalle» zu machen; — „t?««?nam ci'^,i/a,-a!c:/is", komische Oper in einem Acte, Text von Scr ibe, wurde nicht aufgeführt! — no^s", komische Oper in einem Acte, nicht aufgeführt; — „<3aF/io", große Oper in drei Acten, 1832 in der H.«a- ä6rnio ro^al« inu8iyuo zehnmal gegeben; — „^/iiioo?As«, große zweiactige Oper. wurde nicht aufgeführt; die Erfolge mit seinen dramatischen Compositionen wnren im Ganzen nicht darnach angethan, um ihn zu ferneren Arbeiten auf diesem Ge> biete zu ermuntern. R. selbst schreibt an» läßlich seiner mit Beifall gegebenen Oper „8ll,pnc>": „ich gewann 1860 Francs mit dieser Arbeit, vernachlässigte aber die Zeit hindurch, während ich mich mit der» selben beschäftigte, mehr als für zehn tau» send Franken Priuatstunden - Ertrag". Glücklicher war R. mit seinen übrigen Compositionen und darunter vor Allem mit jenen für B laS Instrumente,
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Rasner-Rhederer, Band 25
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Rasner-Rhederer
Band
25
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1868
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
446
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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