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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Rasner-Rhederer, Band 25
Seite - 381 -
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Neuere 381 Nevere wenig passen. Ueberdieß beschäftigte er sich steißig mit dem Studium der alten Sprachen, und zuletzt blieb den Eltern nichts übrig, als dem Wunsche deö Soh nes nachzugeben und ihn zur höheren Ausbildung nach Mailand zu schicken, welches damals in den gebildeten Kreisen alS da« italienische Athen galt. Dort ließ er seinem poetischen Hange frei die Zügel schießen und betrat alsbald die literarische Laufbahn, indem er für Zeitungen und Almanache Artikel schrieb und so den Weg einschlug, den viele schon vor ihm oder zugleich mit ihm, wie Cesare Cantü, Franz Ambroso l i , Joseph Pozzone, Andreas Ma f fe i , Luig! C o r r e r , G. B. N i c o l i n i , Iu - liuS Carcano, Jacob Cabianca, Aleardi , P ra t i , gewandelt. Die ersten Arbeiten veröffentlichte er, während er noch den philosophischen und historischen Studien oblag, in der „Ltrenn» itäliana" und im „H,1dum äi belle arti", erstere von Ripamont i , letzteres von Canadel l i herausgegeben. Dann schrieb er Artikel, meist kritischen Inhalts, für den von Ba t tag l i a redigirten „Inäioatoi-s", und so stand er mit einem Male mitten in der literarischen Welt. Aber diese klei> nen Dutzendarbeiten machten noch immer keinen Namen und einen solchen wollte er haben. Der Besuch der Theater, der Erfolg der Stücke, die gegeben wurden, berauschten ihn, und mit einem Male war der Entschluß gefaßt, die dramatische Laufbahn zu betreten, und im Jahre 4839 — die Angabe 4829. die sich hie und da findet, möchte denn doch wohl irrig sein, da ja R. damals erst 17 Jahre alt gewesen wäre — erschien sein erstes dramatisches Werk: „ (klilano, Hußllkliniiii), welches seinen poetischen Ruf begründete. Befreundet mit den meisten Journalisten, welche damals die kritische Feder in Mailand führten, wurde die Arbeit, so sehr sie die Spuren eines ersten Versuches an sich trug, über alle Maßen gelobt, feindselige Kritiken unterdrückt, wenigstens erzählt der „?ülloi!o2io") in welcher Weise eine für den „Figaro" bestimmte, nichts weniger als in die Posaune des Lobes stoßende Kritik von Cominazzi durch List beseitigt wurde; erst sechzehn Jahre später. 1888, brachte dieselbe die Mai» länder Zeitschrift "I^a ^amn," unverkürzt und der unten in den Quellen genannte „?u«tui02io« druckte sie, p. 299 6 300, vollständig nach. Uebrigens war das Drama „I^lsn2in,o" nur ein Lesedrama, welches nie dargestellt, wohl aber in einer zweiten Auflage herausgegeben und von Alexander Dumas ziemlich stark zu einem gleichnamigen Stücke benützt wurde. Der gewonnene Dichterruhm brachte nun R. nicht nur in die Kreise seiner journalistischen Collegen, sondern erleichterte ihm auch die Bekanntschaft mit den damaligen Heroen der italienischen Dichtung und Literatur, mit Männern wie To r t i , Manzon i , Grossi, Abbe Pozzoni u. A., die er denn auch sorg» lich pflegte. Indem er nun einige Zeit an dem Ruhme zehrte, den ihm sein ,,I,oren!2ino« eingebracht, gab sich R. längere Weile dem Reize des Nichtsthuns hin, verkehrte mit Künstlern und Dich» tern, und erst nach einigen Jahren ver> öffentlichte er eine neue Arbeit: „ 4843, ini), worin er in zwei Bänden in dramatisirender Form ein treues Bild dieser merkwürdigen Zeit lieferte. Aber eben diese Form, wodurch es weder ein Roman, noch ein Drama, sondern eine in Dialogenform gebrachte Erzählung
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Rasner-Rhederer, Band 25
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Rasner-Rhederer
Band
25
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1868
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
446
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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