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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Rhedey-Rosenauer, Band 26
Seite - 189 -
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Seite - 189 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Rhedey-Rosenauer, Band 26

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Nitter 189 Nitter beschäftigte. I m Jahre 1831 trat er mit einer Erfindung, von ihm slavisch „ monor", d. i. Seldstversenker, auf, mit dessen Hilfe nach seiner Behauptung jede nur denkbare Meerestiefe gemessen wer den konnte. Sonderbarer Weise wurde "von dieser — wenn sie sich bewährte — jedenfalls sehr wichtigen Erfindung gar keine Notiz genommen. Wohl zunächst darum, weil sich R. eben in jener Zeit durch sein „Kapogni 81ovniö6^" in den damals maßgebenden Kreisen unmög« lich gemacht. Ferner war N. ein sehr geschickter Zeichner, er lithographirte, malte auch und die Bildnisse der Ge» nerale und Heerführer der österreichi» schen Armee neuerer Zeit, welche die biographischen Werke seines Vaters schmücken, sind zum Theile von seiner Hand ausgeführt. Endlich hat er sich auch als geschickter Componist bewährt. Schon im Februar 183? wurde seine Oper „/«ckanzc» "^ in Prag mit aufmun» terndem Erfolge gegeben. I m folgenden Jahre gab er im Verlage bei Fischer in Prag vier in Musik gesetzte deutsche Lieder: „In die Ferne" von Klet te, „Vergißmeinnicht", von Oehlenschlä« ger, „Zü5 letzte Gut" und „Ständchen", von ihm selbst gedichtet, heraus, und ver« öffentlichte zum Vortheile der damals durch die Neberschwemmung schwer heim» gesuchten Bewohner von Ofen und Pesth daS „Pruger musikalische Album". Viele Compofuionen befinden sich in seinem Nachlasse, welcher unter anderen auch ein öechischeS Theaterstück: ^OainilluL"; aus dem Jahre 1837 und Fragmente einer Oper: „Iaroslav von Sternberg" ent« halt. Mit Ludwig Rit ter von Ritters- berg ging ein vielseitiges Talent, das aber durch ungünstige Lebensverhältniffe. . trübe Erfahrungen und sonstiges Unge» mach vielfach verbittert war, frühzeitig zu Grunde. Unter glücklicheren Umstan» den und wenn er seine Geistesgaben mehr concentrirt hätte, wurde er ungleich Bedeutenderes geleistet haben. Mit ihm ist sein Geschlecht in der vierten Genera» tion, nach gerade hundertjährigem Be. stände, im Mannsstamme erloschen, denn Ritter's Urgroßvater, k. k. Artillerie- Ofsicier, wurde für sein bei der Belage« rung Prags durch die Preußen bewiesenes tapferes Verhalten im Jahre 1737 von der Kaiserin Mar ia Theresia in den Adelstand erhoben. Ludwig Rit t er von R. hinterließ, als er starb, eine unv ersorgte 14jährige Tochter und eine Schwester. Präger Morgenpost (polit. Blatt. 4«.) 1838, Nr. 136, im Feuilleton. — Wiener Zeitung 1836, S. 2246. — kuinir («echi- sches Unterhaltungsblatt. schm. 4°.) 1838, Nr. 23, S. 344: Nekrolog von Emanuel Melis. — ?rÄ28k<;?5oviQ7, d. i. Pra< ger Zeitung, 1838, Nr 138. — svstosar 1858, Nr. 13, S. 100. — Bohemia (Prä- ger polit. und belletr. Blatt. 4".) t838, Nr. 160, S. 1183. — Theater-Zeitung. Herausg. von Ad. Bäuerle (Wien, kl. Fol.) 1858 Nr. 134. Ritter, Paul. genannt Vitezovio (croatischer Schri f tstel ler/ geb. zu Zengg an der croatischen Küste im Jahre 1650, gest. zu Wien 17. Decem- ber 1713). Vitezovi6 ist nur die croa» Ische Uebersetzung des Namens Ritter. Paul'S Bater war k. Beamter', Paul wurde in Belgien erzogen, wie er dahin kam, wird von seinem Biographen nicht mitgetheilt, aber von dort brachte er — was sehr glaubwürdig, denn aus seiner Heimat brachte er ihn noch heute nicht mit — Geschmack an Wissenschaft nach Croatien, das damals von einigen besser unterrichteten Priestern und Mönchen dürftig genug das Licht edlerer Kennt» niffe zugemessen erhielt. Im Jahre 1681 erschien R. als Deputirter seiner Vater- stadt Zengg auf dem ungarischen Reichs»
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Rhedey-Rosenauer, Band 26
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Rhedey-Rosenauer
Band
26
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1874
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
436
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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