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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Saal-Sawiczewski, Band 28
Seite - 298 -
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Savoyen 298 t>em er jedoch nicht Folge leistete. Im Mai kam er in Wien an. wo Kaiser Leopold ihn huldvoll aufnahm und er als Volontär in die kais. Armee trat, als welcher er zur Armee des Herzogs Kar l von Lothr ingen abging, welche bei Raab stand. Daselbst fand Eugen auch feinen alteren Bruder Ludwig, der als Reiteroberst in des Herzogs Armee diente. Die durch vorangegangene Niederlagen auf 23.000 Mann zusammengeschmolzene Armee des Herzogs stand dem weit übev legenen Heere Ka?. aMustaph a's und den mit demselben verbundenen Rebellen Tököly's gegenüber. Bei PetroneÜ kam es zum blutigen Zusammenstoße. Prinz Eugen und sein Bruder Lud- wig verrichteten Wunder der Tapferkeit. Ludwig fand den Heldentod auf dem Schlachtfelde. Indessen drangen die Tür- ken mit Uebermacht vor und standen am 7. Juli 4683 bei Klosterneuburg. Am 8. Juli rückte Eugen mit seinem Regi« mente von der Landstraße bis gegen Tabor vor. Am 13. Juli begann die Belagerung Wiens durch die Türken, welche bis zum 12. September währte. I n dieser ganzen Zeit befand Eugen sich in der Stadt. In der Schlacht des glorreichen Entsatzes that er sich durch feine ausgezeichnete Tapferkeit auf das Glänzendste hervor. Mit dem stegenden Heere zog Eugen nach Ungarn. Für seine bei Wiens Entsatze bewiesene Tapfer, kcit ernannte ihn der Kaiser am 12. De« cember 1683 zum commandirenden Oberst und Inhaber des erledigten Kufstein'schen Dragoner'Regiments, welches seither den Namen S a v o y e n . D r a g o n e r zu Eugen's bleibendem Andenken führt. I n den nächstfolgenden Jahren gab Eugen neue Proben seiner persönlichen Tapferkeit und seines in der Folge so glänzend bewiesenen Feldherrntalentes. Bei St. Andrä führte er einen herrlichen Cavallerieangriff mit glänzendem Erfolge aus, wohnte beiden Belagerungen von Ofen, in deren einer er leicht verwundet wurde, und dem Siege bei Gran bei; unterwarf das flache Land zwischen der Donau und Theiß und verbrannte die den Türken für die Verbindung mit Sla< vonien und Bosnien so wichtige, 9000 Schritte lange Brücke bei Effeg. Im Jahre 1683 wurde Eugen General» Feldwachtmeister. Am 12. August 1687 hatte er wesentlichsten Antheil an dem Siege bei Mohä.cS. Mit seiner Reiterei verfolgte er die fliehenden Ianitscharen bis in ihr Lager. Dort stutzten Eugen's Dragoner vor dem breiten Graben, der sich ihnen entgegenstellte. Da sprang Eugen, den Degen im Munde, vom Pferde, stürzte sich in den Graben und kletterte den Wall hinan und die Leute folgten seinem Beispiele. Nun begann das Würgen im Lager. Dann kam auch die kaiserliche Infanterie nach und voll< endete das Blutbad, in welchem 33.000 Türken gefallen und Lager, Artillerie, Bagage erbeutet worden waren. Dem Tapfersten her Tapferen, dem Prinzen Eugen, gab der Herzog von Lothrin« gen den auszeichnenden Auftrag, die Siegesnachricht in daS kaiserliche Hof- lager zu überbringen. Die Ernennung zum Feldmarschall'Lieutenant und das goldene Vließ waren deg Prinzen Lohn. Zu den schönsten Thaten im folgenden Jahre gehörte neben mehreren Gefechten, in welchen der Prinz immer, keine Gefahr 'cheuend, seinen Ieuten Mit dem guten Beispiele voranging, die Eroberung von Belgrad, am 9. September 1688, welche er gemeinschaftlich mit dem Churfürsten on Bayern ausführte. Nach dem Aus» gange dieses Feldzuges begab sichEugen nach Wie!:, wo er den Winter zubrachte.
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Saal-Sawiczewski, Band 28
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Saal-Sawiczewski
Band
28
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1874
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
414
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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