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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Sax-Schimpf, Band 29
Seite - 245 -
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Schey 248 Schey Thätigkeit fand ebenso höchsten Ortes wie unter seinen Mitbürgern vielfache Würdigung. Im Jahre 1860 erhielt S. das Bürgerrecht der Stadt Wien. früher schon das Ehrenbkrgerrecht der k. Frei- stadt GünS und der israelitischen Cultus, gemeinde Rechnitz in Ungarn. Mit Diplom vom13.Mai1839 wurde Friedrich S. gleichzeitig mit seinem Oheim Phi l ipp S. ^s. d. Folg.^ in den österreichischen Adelstand mit dem Prädicate von Koromla erhoben. Bei Einweihung des neuen Gebäudes der Wiener Handels« Akademie am 12. October 4862 erhielt S. angesichts der ganzen Versammlung aus den Handen des damaligen Handels« Ministers Grafen Wicken bürg den Orden der eisernen Krone dritter Classe und in Folge dessen mit Diplom ääo. 2. December 1863 den österreichischen Rit ter stand. Als dann S. im Octo- ber 1869 mit dem Orden der eisernen Krone zweiter Classe ausgezeichnet wurde, erfolgte statutengemäß mit Diplom vom 28. December 1869 die Erhebung in den österreichischen Freiherrn stand. Neber- dieß haben der verewigte Kaiser von Mexiko, die Kaiser von Frankreich, Bra> silien, Rußland, die Könige von Preußen, Bayern, Württemberg, Niederlande, Bel» gien, Griechenland, Portugal, Hannover, der Großherzog von Hessen und der Herzog von Braunschweig S. mit Commandeur» und Ritterkreuzen ihrer Orden ausgezeich« net. Aus zwei Momente in S.'s Leben muß der Culturhistoriker besonderes Gewicht legen: auf seine Eigenschaft als Gründer derWienerHandels. Akadeinie und als Hauptförderer deS Baues des Wiener Stadttheaters. Mit ersterer Anstalt, deren Blüthe in Zunahme begriffen ist, hat S. ein Werk von unermeßlicher Be» deutung für das Aufblühen von Handel und Gewerben im Kaiserstaate, wo bis dahin keine öffentliche Anstalt in dieser Richtung, sondern nur etliche, kaum nen> nenSwerthe Privatinstitute sich befanden, in's Leben gerufen. Den Bau des Wiener Stadttheaters aber hat S. bei dem sicht- lichen Verfalle der Wiener Hofbühne unter Friedrich Halm's Leitung als ein zur Hebung der im Sinken begriffenen dramatischen Kunst bestimmtes Institut durch unermüdliche Geltendmachung sei« nes großen Einflusses und durch unab- lässige Agitation unter den Börsen» Nabobs glücklicherweise in der „vor- krachlichen" Zeit zu Stande gebracht. Zur Errichtung eines Actien-Institutes mit ernster künstlerischer Richtung wollte sich anfanglich Niemand verstehen, denn das lustige Wien, meinte man, biete für so edle altmodische Strebungen keinen günstigen Boden und Niemand wollte sich zum Macen einer unpraktischen Kunstbegeisterung hergeben und als sol» cher viele Tausendgulden'Billets auf ein unfruchtbares Unternehmen opfern, wie es S. gethan. Daß der Freiherr ein großer Freund dcr Literatur und Kunst ist, erfahren wir überdieß auS den „Il lu- strirten Plaudereien", welche uns von seiner reichen, nicht blos aus glänzend ge« bundenen, sondern fleißig benutzten und gelesenen Büchern bestehenden Biblio« thek berichten, ferner von seinem Sam- meleifer — nicht auS Beruf, sondern auS Liebhaberei — indem werthvolle Gegenstände nicht zur allgemeinen Aus- stellung in seinen Salons prangen, son« dern ganz ordnungslos in seinem nur ihm zugänglichen Bibliothekzimmer sich befinden, um nicht „das Kataloggewiffen irgend eines Kenners durch ihre System- losigkeit zu revoltiren"; endlich von seiner fast virtuosen Fertigkeit auf der Violine, welche er sich als ein Schüler des alteti Helmesberger und Strebinger 's
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Sax-Schimpf, Band 29
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Sax-Schimpf
Band
29
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1875
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
374
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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