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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schnabel-Schrötter, Band 31
Seite - 194 -
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Seite - 194 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schnabel-Schrötter, Band 31

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Schöpf, I°s. Ant. erschien, woran Andere einen Anstoß nah men. underVieles gerade so niederschrieb wie er es sich dachte, wodurch er. ohn zu wollen, nach allen Seiten anstieß und viel Unannehmlichkeiten zu ertragen hatte, Nachdem er die Redaction aufgegeben lebte er ausschließlich seinen Fachstudien und schriftstellerischen Arbeiten, theils als Mitarbeiter der „Allgemeinen Zeitung" an der er durch zwei Decennien, von 1880 bis 1870. thätig gewesen, theils als Verfasser mehrerer selbstständiger Schriften, welche aber in hierarchischen Kreisen auch nicht immer die freund lichste Aufnahme fanden, wie dieß mit seinen im Mai 1856 in der „Allge. meinen Zeitung" erschienenen fünf Auf- sähen: „Zur bischöflichen Conferenz" und mit seiner Schrift über die unbefleckte Emvfängniß — die bibliographischen Titel seiner Schriften folgen weiter unten — der Fall war. Später richtete er sein Augenmerk auf das theologische Studium in Oesterreich, das er einer kritischen Ne> leuchtung unterzog, und in einer mehr denn gewöhnlich religiös bewegten Zeit machte das Bedürfniß nach einem kirchen» rechtlichen Handbuche sich geltend, dessen Bearbeitung sich denn S. auch unterzog. Noch einmal betrat er den ihm bereits ein» mal verleideten Schauplatz des öffentlichen Lebens, um auch dieses Mal die Stiche der auf demselben wuchernden Dornen zu empfinden. Er wurde nämlich im Jahre 4861 in den Salzbmger Gemeinderath gewählt, nahm die Wahl an und blieb als solcher bis Ende 1862 thätig. Da» selbst nun hatte er sich durch sein Votum über die Verwaltung deS Kirchenvermo» gens, welches gegen die Intentionen des Konsistoriums gerichtet war, in diesem Kreise und den Anhängern desselben nichts weniger denn Freunde erworben. Er mußle den in den ultramontanen Schöpf. Jas. Ant. Blatten: gegen ihn gerichteten, in Schmä- hungen ausartenden Angriffen mit zwei Flugschriften mannhaft entgegentreten. Nebenbei war S. seit Jahren immer auch auf praktischem Gebiete thätig, s» seit dem Jahre 1882 alS Vorstand deS Salzburger Gesellen-Vereins, der er bis 1874 blieb. Sein dießfälligeS Wirken ist im XX. Jahresberichte, welcher als Denk. schrift zum 20. Stiftungsfeste am 12. Mai 1872 unter dem Titel: „Der Salzburger Gesellen-Verein vom Mai 1832 bis Mai 1872" erschien, niedergelegt. Im Jahre 1862 eröffnete er ferner die „Schulkinder. Vewahranstalt", in der arme, auf die e gewiesene Schulkinder an Schul» tagen von 10 Uhr Vormittag bis 2 Uhr Nachmittag vollständige Pflege erhielten. Dieselbe ist später in den bis heute noch segensreich wirkenden Schulverein über» gegangen. Zum Besten armer Familien und zur Hebung der Armenvereins. Section Salzburg, deren Vorstand'Stell' Vertreter S. war, hielt er auch öffentliche Vorträge. Nebstbei plaidirte er mit allem Eifer für die Wiederherstellung der Uni- verfität in Salzburg, zu welchem Zwecke r auch eine besondere Denkschrift heraus» gab. Die Titel der von S. bisher uer> öffentlichten, selbstständig ausgegebenen Schriften sind: „Ner Mitbist unter den Niirgnn nni> Nnnlrn Giluls" (Salzburg 848); — „GlMkMllM Stndinm in Oelttr- ich« (ebd. I8t!1,' 2. Aufl. 1887, 8«.); —> „Himdbnch deZ kuthuliechen Kirchenlicht« mit brZllüdern Nrzngnnlnur ant OestmnH nn!> Deutschland", 4 Vde. (Gchasshausen 1854, Hurier; 3. Aufl. 1863 u. f., gr.8«.)l - OiMtinn Falkner, der WMchKntl-Pn- 23°r" (Salzburg 1s86: 3. Aufl. Inns> ruck 1838, Wagner); — „GmeilMz- ich« iilier die nnbrklrckte GinpkiinMSZ Mnrilü«" 2. Aufl.. Salzburg 1884); — „GriMn/ » mit einem prMi«chen Mmle
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Schnabel-Schrötter, Band 31
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Schnabel-Schrötter
Band
31
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1876
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
402
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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