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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schnabel-Schrötter, Band 31
Seite - 348 -
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Seite - 348 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schnabel-Schrötter, Band 31

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Schwer 348 einen offenen, von Blau und Silber abwech- selnd quergetheilten Adlerflug, dem ein silber> ner Stern eingestellt ist. Aus der Krone deö linken Helms wächst ein geharnischter, mit goldenen Spangen geschmückter Arm, der über sich ein blanke« Schwert am güldenen Gefäße zum Streiche emporschwingt. Helm- decken. Des rechten Helms blau mit Silber, des linken roth mit Gold unterlegt, Devise, Auf blauem Bande mit silberner Lapidar» schrift: „8to äuiu «uuotn, movLNtni", Schrott, Karl Julius (Sprackfo r> scher und Schriftsteller, geb. zu Preß bürg l t . Jänner 1828). Gin Sohn des unter dem anagrammatischen Pseudonym Chr. Oeser »Bd. XXI, S, Is^s berühmt gewordenen Schulman» nes und Schriftstellers Tobias Gott- fried Lchröer aus dessen Ehe mit Therese Langwieser ^Bd. XXI, S. 23, im Textes, deren unter ihrem Taufnamen Therese erschienene Schrif> ten ihr in Mädchen» und Frauenkreisen eine bleibende Erinnerung schern. Der Sohn Kar l Ju l ius besuchte und been» dete das Gymnasium und die philosophi» schen Studien am evangelischen Lyceum seiner Vaterstadt Preßburg, dann begab er sich nach Deutschland, wo er in den Jahren 1843—1846 an den Univeisi. täten zu Leipzig, Halle und Berlin phi- losophische uud philologische Vorlesun» gen hörte und sich namentlich an den Vortragen von Gottfried Hermann und Moriz Haupt (Leipzig 1843/44), Heinrich Leo und M. W. Duncker (Halle 1844/43) für seine künftige wissen- schaftliche Richtung ausbildete. I n seine Vaterstadt zurückgekehrt, wendete er sich dem Lehrfache zu und supplirte an dem dortigen evangelischen Lyceum 1846 bis 1849 zunächst seinen greisen Vater in den Vorträgen über deutsche Literatur» geschichte. bis ihn der akademische Senat der Universität zu Pesth provisorisch zum Professor der deutschen Literaturgeschichte ernannte. I n Würdigung seiner verdienst» vollen Thätigkeit beantragte der akade» mische Senat wiederholt beim Ministe» rium seine definitive Anstellung. „Con» fessionelle Bedenken" — denn Sch röer war Protestant — bestimmten jedoch das Ministerium, die Anträge des Senats, ohne ihnen Folge zu geben, einfach zur Kenntniß zu nehmen, und zuletzt mußte S. es sich gefallen lassen, 1832 als Pro- fessor der deutschen Literatur au die Preßburgec Oberrcalschule — also vom Lyceum an die Realschule — versetzt zu werden. An dieser wirkte er von 1882 bis 1861. Durch das October-Diplom vom Jahre 1860 ward S.'s Stellung in Preßburg gefährdet. Auf eine amtliche Anfrage der ungarischen Regierung hatte S. zu Protokoll erklärt, daß er zur Magyarisiruug der Schulen Ungarns in Städten, wie Prcßburg, wo die Bevölke- rung eine deutsche ist, obwohl selbst der magyarischen Sprache mächtig, nimmer» mehr die Hand bieten würde. Nuter sol» chen Umständen war ein längeres Bleiben nicht denkbar, S. strebte demnach fort uud nahm 1861 unter den ungünstigsten Umständen die Stelle eines Directors der evangelischen Schulen in Wien an, in welche er am 2. November g. I , in der Gumpeudoifer Kirche in Gegenwart des SchulvllrstandeS, der Vorstände beider Gemeinden, des gesummten Lehrkörpers und der Schuljugend feierlich eingeführt wurde. Nach vierjähriger Thätigkeit in seinem Amte forderte S. im December 1868 wegen principieller Differenzen, wie er in seinem Entlassungsgesuche be» gründele, seine Entlassung. I n Wahrheit wich er den Anfeindungen des uielköpfi» gen, von evangelischen Geistlichen nicht zu seinem Vortheile beherrschten Wiener evangelischen Schulvorstandes. Sein Amt verwaltete er jedoch noch während des
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Schnabel-Schrötter, Band 31
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Schnabel-Schrötter
Band
31
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1876
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
402
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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