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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Schrötter-Schwicker, Band 32
Seite - 185 -
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Schulz Leopold 183 Schulz Leopold für Herakles Wasser zu- schöpfen, in die Quelle; im zweiten sprechen sie dem Wei- nenden Trost zu. An der Decke der vier» ten Wand find drei Bilder aus dem „Erntefest". Im ersten Bilde erzählt Theokrit von sich selbst, wie er mit seinem geliebten Knaben Eukritos und mit Amyntas zu dem Haleus gewandert, wo Antigenes und Phrafidamos daS Fest der Demeter geordnet; rechts halb dar» über sieht man Theokrit im Wettgesange mit dem Geißhirten LykidaS, der ihm als Preis seinen gekrümmten Hirtenstab aus Waldölbaum verehrt. Rechts davon sieht man die Obengenannten zusammen das Fest auf eine noch heut zu Tage übliche Weise mit fröhlichem Trinkgelage feiern. Am Friese dieser Wand ist der Faust- wettkampf des Polydeukes mit AmykoS. dem Fürsten der Bebryker, der den Argo- nauten Wafser zu schöpfen verwehrte, dargestellt. Wie Polydeukes die Schiffs- gefährten. so ruft Amykos die Bebryker zu Zeugen des Kampfes. Rechts und links befinden sich noch zwei kleine Bilder auS dem ,Honigdieb". Eros klagt der Aphrodite sein Leid, daß ihn die Bienen gestochen hätten und wie großes Weh ein so kleines Geschöpf anrichten könne. Auf dem zweiten Bilde ist die Antwort der Mutter dargestellt, die ihm bedeutet, daß die Wunden, die er schlage, nicht minder schmerzlich seien. I n beiden Ecken befin- den sich zwei, den.gegenüberstehenden entsprechende Bilder auS dem „kleinen Herakles", deren eines darstellt, wie er die Leier spielen, daS andere, wie er den Bogen gebrauchen lernt. Die Deckenbil« der sind ai tr6500) jene an der Wand in enkaustifcher Weise gemalt. Aber auch einige Oelgemalde entstanden in dieser Zeit seines Münchener Aufenthaltes, so im Jahre 1833: „Nie christlichen Helden des nsten RrenMges: Gottfried vM Bouillon, Van- rretl, Naimund von <TonlllU5e und mehrere An- dere Vollführten nach iler Grubemng nun 3em- solem, von Peter dem Oinsedler gekühlt, lll5 Nüsser ;ur Kirche üe5 h. Granes" , welches Gemälde auch in der Iahres-Ausstellung 1836 in der k. k. Akademie der bilden- den Künste zu St. Anna in Wien zu sehen war. Man rühmte an diesem Bilde die Wärme der Auffassung und die glück« liche Durchführung. Ein kolossales Altar« bild aus dem nämlichen Jahre: „Naz Martyrium des h. Florian, der in Gegenwart ueZ römischen Statthalter mit dem Mühlsteine am Halse über die Krücke gestürzt uiird" (13 Fuß hoch. 9 Fuß breit), kam in die Stiftskirche von St. Florian. Das Stutt« garter „Kunstblatt" vom Jahre 4837, S. 38, beschreibt dieses Gemälde aus« führlich und lobt ebenso dessen lebensvolle Darstellung, wie die vorzügliche technische Vollendung. Ein späteres Altarbild stellt den h. Augustin dar, wie er in einer Versammlung den ManichäerFortunatus widerlegt und das Anathem über ihn ausspricht. Eine Bleistiftzeichnung dieses durch E. F. Leybold in Lithographie verbreiteten Gemäldes befand sich 1838 auf der Iahres-Ausstellung bei St. Anna. Nach mehrjährigem Aufenthalte in Mün- chen, wo er auch noch in der Basilica gemalt, kehrte S. in seine Vaterstadt Wien zurück, wo er seither seinen ständi» gen Aufenthalt nahm, bald nach seiner Ankunft zweiter Custos an der Gallerte dcS Grafen Lamberg daselbst und im Jahre 4844 Corrector an der Schule für Historienmalerei an der k. k. Akade« mie der bildenden Künste wurde. I n Wien wurden mehrere seiner Arbeiten aus den Iahres-Ausstellungen bei St. Anna. auS den Monats-Ausstellungen des österreichischen Kunstvereins und aus den großen Gemälde>AusstelIungen der letzteren Jahre bekannt. Aus ersteren im
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Schrötter-Schwicker, Band 32
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Schrötter-Schwicker
Band
32
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1876
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
406
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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