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i) Johann Baftt.
der Lombardei, wo er auch im hohen
Greisenalter starb und im königlichen
Schlöffe begraben wurde- Der General
war eine seines Witzes wegen allgemein
bekannte Persönlichkeit und seine guten
Ginfälle, die durch das gebrochene Deutsch.
daS er sprach, noch komischer wirkten,
machten nicht selten die Nunde im Put>
likum.
Nei l ly (F, I . I . v.). Skizzirte Biographien
der berühmtesten Feldherren Oesterreichs von
Maximilian I. bis auf Franz I I . (Wien l8<3.
Kunst. u. Industrie.Comptoir. kl. 4«.) S. 377.
— Mai la th (Johann Graf). Geschichte
des österreichischen Kaiserstaates ^Sammlung
uon Heeren u. Uckert^ j (Hamburg, Friedr. Per«
thes. so.) Bd. V, S. 53 u. f. 58. 76. —
Oesterreichische Na t ional-Enc yklo>
pädie von Gräffe r und Czikann (Wien
1837. 8«.) Bo. V, S. 18. — (Hormayr'ö)
Archiv für Geschichte, Statistik, Lüeratur
und Kunst (Wien, 4".), Jahrg. 1824. Nr. 109:
„Biographische Skizze". Von Rit tersberg.
— Thaten und Charakterzüge berühm»
ter österreichischer Feldherrn (Wien «808.
Degen. 8",). Bd. I I , S. 113.
Verträte, l) Auf rinem Blatte zugleich mir
Lolhar Joseph Graf oon König segg.
Langer 80. (4°). — 2) I . E. Ni lson 50.
Hüftbild, 4».). — 3) Irrigkeit! 20. l762.
I . Mercorns «o. (halbf. Fol.).
Zur Wenealagie des Veschlechtes Serdekoni. Die
Serbel lon i sind ein uraltes Geschlecht
spanischen Ursprungs, daS seine Stamm«
register in die Römerzeiten zurückführt und
einen Ce rdub el l ius, der unter Sc ip io
A f r i canus die Spanier befehligte, als
ihren Ahnherrn bezeichnet. Ohne uns in
dieses genealogische Labyrinth verlieren zu
»vollen, ist das hohe Alter dieser Familie,
welche in drei Linien: ia Valentin, Neapel
und im Mailändischen blühte, unzweifelhaft.
Die spanische Linie übersiedelte in der Folge
auS Valentia nach Sardinien; die nrapoli»
tanische ist erloschen oder hatte mit der mai»
ländischen stch vereinigt und diese letztere
weist eine Reihe berühmter Namen auf, die
sich im Dienste der Kirche, des Staates und
auf dem Felde der Ehre hervorgethan. Die
mailändischen Serb < l l 0 ni gehören zu jenen
Familien des hohen Adels in Oberitalien, ^ An ton
die mit besonderer Anhänglichkeit zum Hause
Habsburg hielten und für die Interessen des>
selben dns Schwert zogen. Der lehte dieses
glorreichen Geschlechtes stand auch als Gene»
ral der Caval^rie in der k. k Armee. Es ist
der 1838 verstorbene Ferdinand Se rbel,
lone äuea 6i Ft. Oabl-io, der auch als Ser«
bel loni S fo rdra t i erscheint und dessen
Lebensskizze o'cen S. l35 mitgetheilt wurde.
Da die Familie erloschen war, so hat Graf
Or ivel l i sVd. XXII I , S. 3?8j nachge.
sucht, seinem Familiennamen das Pcadicat
Serbe l lon i anfügen und mit seinem
Wappen jenes der Servel loni verbinden
zu dürfen- Graf Cr ioe l l i ist aber, während
diese Angelegenheit im Zuge war, als kai»
serlicher Gesandter am päpstlichen Hofe am
2. Mai 1863 zu Rom plötzlich gestorben.
Einige denkwürdige Sprossen des Veschlechtes
Serbelloni. 1. Anton (gest. l39l). Ein Sohn
Johann Peter Serbel loni 's und der
Elisabeth Rain oldl. eine Dame aus vor»
nehmem Mailänder Geschlechte, Er ist der
jüngste Bruder des Fabr i cius, Gabr ie l
und I ohann Baptist. Der geistlichen Lauf»
bahn sich zuwendend, wurde er Bischof zu
Folignu, später zu Novara und als sein Vet'
ter als PiuS IV. 136U den päpstlichen
Thron bestieg, war Anton der erste, den er
zur Cardinalswürde erhob. Anton war
auch in verschiedenen Städten des Kirchen»
staates Gouverneur, dann Le^at zu Perugia,
sväter in der Romagna; er war ein Staats,
mann. dessen stch vier Päpste: Pius IV.,
P ius V., Greg or XI I I . und S iNu5 V.
in den wichtigsten und verborgenst gehaltenen
Angelegenheiten bedienten. sF'-l'oT'alo (6ual-
tia). sceus äeFli uonnni MuLtri et lettei'aii'.
ü'ItaNa.) — 2. Fabricius S. (gest. 1366)'.
der zroeitgeborene Sohn Johann Peter
Serbel loni 's uno Bruder des Vorigen.
Fabr ic ius. welcher die kriegerische Lauf«
bahn erwählte. w.ir zuletzt General der
päpstlichen Truppen, in Ävignon. fo lange
die innercn Kriege unter König Kar l IX.,
dem Verfolger der Hugenotten, währten.
Früher hatte er als Gouverneur von Paoia
unter Kaiser Kar l V. gedient. Als aber
der Sohn seiner Tante Cäcil ia vermalten
Bernhard von Medicis, also sein Vetter,
als Papst PiuS IV. die Tiara trug, über»
gab ihm diesem 1560 das Gouvernement von
Avignon und das Generalat über seine Ar.
mee. welches auch Piuö IV. Nachfolger
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Seidl-Sina, Band 34
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Seidl-Sina
- Band
- 34
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1879
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 402
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon