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serwnne 149 Serionne
über feine Lebensverhaltnisse bis zur Zeit.
da er Aduocat beim Parlament in Paris
war, fehlen. Im Jahre 1762 begab er
sich nach Brüssel in der Hoffnung, dort
eine Anstellung zu erhalten. Nach erfolg,
losen Bemühungen verließ er die Stadt
und ging 1766 nach Wien, um daselbst
sein Glück zu versuchen, das ihm aber
auch da sich-nicht hold zeigte, worauf er
im Jahre 1769 in die Dienste Theodors
Grafen B a tt h yany trat, eines durch
seine technischen Versuche, namentlich seine
Erfindung einer Vorrichtung, stromauf,
warts zu fahren, bekannten unternehmen-
den Cavaliers, der damals mehrere
Fabriken unter sich hatte und eines in Gt>
schäfteu erfahrenen Mannes bedürfte, als
welcher ihm Serionne erschien. Bis
zum Jahre 1774 blieb S. in den Dien«
sten des Grafen, dann sei er, so hieß es,
auf eine kön. Cameralherrschaft gekom«
men, welche er nach Einigen als Pachter
übernommen hätte, wahrend er nach An»
deren als landosfürstlicher Verwalter der-
selben bestellt gewesen wäre. Als natio«
nal-ökonomischer, politischer und hislori»
scher Schriftsteller thätig, hat S. sowohl
mehrere selbstständige Schriften als auch
Uebersetzungen veröffentlicht, und zwar:
. (I^ris 1736, Zaudert,
e'n" (l747, 4".); —
2 Bande (Lcyhen 1766, 4".), später in
4 Bänden (Paris ^Amsterdam) 1767,
12o.), wovon auch eine deutsche Ueber-
setzung erschien; — „I^s eomnis^s cls /a
3BändelAmsterdaml763—176s. 120.), dauon eine deutsche Ueberfttzuug (3eip;ig
1771, 8".); — ^ a Hiesse cis ^
1768, 12".), auch in 2 Bauden (l778,
und in 3 Bänden (l2<>.), an diesem
Werke soll mit Serionne gemein-
sckaftlich E. Lllzac gearbeitet haben:
177j,4".); — ^
si ci'^s^'^e" 2 vol.
1776, 8^.), auf der Widmung deS Buches
an die Kaiserin Mar ia Theresia
nennt sich der Verfasser: — ^'O)-ci?-s
<F<s ?>2o?'a:/
doulF 1781,80.), bildet, so zu sagen, das
Supplement zu dem oberwähnten Werke:
„L'0räre wora.!...". Außerdem Hat
er Angclo Fadroni's „Leben des Lo-
renzo MediciS" unter dem Titel: „Vis
äe I^HUroilt äe Neäiois äit Ie
Na^niKcz.u6" (Berlin 1791. 8».) aus
dem Lateinischen, und Joseph Mo r. Lam-
predi's „Handel neutraler Völker in
" unter dem Titel: ,.I)u
6es pEupi^Z neutres yn
60 ^usrre" 2 vol. ^ a Ha^s
1793, 8".) aus dem Italienischen über«
setzt. Es würde sich wohl der Mühe
lohnen, über Seri onn e's Wirksamkeit
wahrend seines Aufenthaltes in Oester»
reich, der sich über die Dauer eines Vier»
teljahrhunderts ausdehnte, wobei der«
selbe so wichtige Fragen, wie die Denk»
und Preßfreiheit. erörterte und sogar der
Kaiserin zueignete. Näheres zu erfahren.
Sein letztes Werk. die Uebersehung von
Lampredi's über den Handel neutraler
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Seidl-Sina, Band 34
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Seidl-Sina
- Band
- 34
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1879
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 402
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon