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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Seidl-Sina, Band 34
Seite - 199 -
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mals 4000 Oesterreicher 8—10000 Gari» baldinern gegenüber — focht S. mit einer Art Soldatenhumor; so sprang er zeitweilig auf'S freie Feld plötzlich vor, auf die feindliche Tirailleurkette zu, packte einen Rothhemdler, ehe sich's dieser ver- sah, an der Kehle und schleppte ihn als Gefangenen zu uns herüber. Später begab er sich ganz allein in ein von zwölf Freischärlern besetztes Haus und machte Alle zu Gefangenen. Während der Zeit vom 2. bis 21. war S. achtmal im Feuer gestanden und hatte'jedesmal durch seinen unerschütterlich frohen und todes» verachtenden Muth. durch Tapferkeit und Entschlossenheit hervorgeleuchtet. Für seine Waffenihaten wurde er mit der silbernen Tapferkeitsmedaille l. und 2. Classe ausgezeichnet. Hoff inger ( I . Ritter v.). Lorbeeren und Cypressen von 1866 sTüdarmee^j (Wien l568, August Prcmdel, kl. 5".), S. 73. — Eines zweiten Johann Seywalo gedenkt August Neilreich in seiner in den „Ver- handlungen deS zoologisch-botanischen Ver° einS in Wien" im fünften Bande (l853), Abhandlungen, abgedruckten „Geschichte der Botanik in Niederöfterreich". Daselbst (S. öi)) meldet Nei l reich. daß Johann Sey« wald Gärtner in St. 'Aegid im V, o. W.W. war und über die Flora uon St. Äegyo und Hohenberg in das „Oesterreichisch botanische Wochenblatt" l.!85l. S. 227 und 1854, S. H93) geschrieben habe. sFrauenfeld, Bericht über die österreichische Literatur der Zoologie. Botanik und Paläontologie aus den Jahren l85l). !851, 18^2, l^3!l (Wien 5853, 8".). S. l^.1 y d . siehe: Seibold, Christian sBd. XXXII I , S. 323 zu Ende der Bio- graphie^j. Siarczyllski. Franz (Humanist und Schriftstel ler, geb. zu Chr u s o« wih in Galizien 12. October 1738, gest. zu Lemberg 7. November 4829). Die unteren Schulen besuchte er in Iaroslaw, darauf trat er in Podolince bei den Pia» risten ein, welcher Orden damals und mit Recht in Polen in hohem Ansehen stand, da aus demselben eine Reihe ganz tüchtiger, um das Vaterland hochver» dienter Manner hervorgegangen war. Im Jahre 1773. damals erst 17 Jahre alt. legte er Profeß ab. Wahrend er nun im Orden zu RzeSzow, dann zu Miedzyrzec die Studien fortsetzte, ertheilte er den Ordensregeln gemäß selbst Unter» richt in den niederen Schulen. Im Jahre 1781 kam er nach Krakau. wo er die theologischen Studien beendete, worauf er im Jahre 1783 ausgeweiht wurde und zunächst eine Caplansstelle in War« schau erhielt. Dabeiblieb ec fortwahrend im Lehramte thatig, und zwar zunächst in Warschau, wo er im OoiisZiumnobi- lium durch vier Jahre Geschichte und Geographie vortrug und seit 1786 in Radom. Neuerdings nach Warschau be- rufen, waltete er dort des Predigeramtes im königlichen Eollegium und in dieser Stellung bot sich ihm Gelegenheit dar. mit Mannern wie die Potocki, N a ru« szewicz, Krasicki , Pi ramowicz. Czacki zu verkehren; ja selbst des Königs Aufmerksamkeit richtete sich auf den ju> gendlichen Ordenspriester, dessen Redner- gäbe beachtenswertk) war. Im Jahre 178!) entsendete ihn sein Orden zum Provinzial'Capitel. Da ihn die Functio- nen deS Lehramtes stark in Anspruch nahmen, erbat er sich, um sich seinem priesterlichen Berufe ausschließlich zuwen» den zu können, vom Papste die Dispens von den Ordensregeln, welche er auch erhielt, worauf ihm der König die Pr.obstei auf dem königlichen Gute zu Kozienice verlieh. Daselbst wurde er bald der Schutz und Hord seiner Ge- meinde, für welche er zunächst Scbulen. dann ein Spital begründete und zu die- sem Zwecke sein ganzes Einkommen ver-
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Seidl-Sina, Band 34
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Seidl-Sina
Band
34
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1879
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
402
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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