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Wenzel 263 Sierakowski^ Wenzel Hieron.
s") d. i. Hymnen aus dem rö>
mischen Brevier zum allgemeinen Ge-
brauch gesammelt und in's Polnische
übersetzt (ebd. 1799. 8<>.), die Ueber-
setzung besorgte S., die Musik aber ist
von Fr. T. K r a
tz
e r bearbeitet' — „73s-
^7,36
", d. i. Handbuch der Tuchfabri-
cation, wie solche im Jahre 1786 in
Krakau, um dem allgemeinen Bedürfniß
zu Hilfe zu kommen und den Armen Ar-
beit zu geben, errichtet worden ist, 3 Hefte
(ebd. 1797. 8".); —
«?6^'") d. i. Der Ackerbau für Landleute,
Grundbescher und Gemeindeobrigkeiten,
3 Heft,) (ebd. 1798); — »
Hzs", d. i. Anlage von
Gärten, wobei zwei Momente, geschmack-
volles Obst und wohlriechende Blumen
zu erzielen, in's Auge gefaßt werden,
2 Bde. (ebd. 1798. 8<>.)-, — „Hi?nis
62a?-on" , d. i. Maschinen , oder
Sorge um die Gesundheit solcher Leute,
die mit Lasten arbeiten (ebd. 1799, 8".);
„/FT'aHSAe'NÜ60?z<3F6» 6?029<3l/>lö", d. i.
Tändeleien gelehrten Witzes u. s. w.
(ebd. 1800). Zu Ende des 3. Bandes
seiner oberwähnten „Kunst der Musik"
finden sich 33 Kantaten verzeichnet, welche
S. mit großen Unkosten im Auslande er-
worben, in polnische Verse gebracht und
als eben so viele Libretti hatte drucken
lassen. Ueberoieß hatte er verschiedene
Werke aus anderen Sprachen, meist aus
der lateinischen und französischen über«
setzt, so z. B. Höften'S „Okemin ro^lü
äe lg. croix", Bouvier's „Fegefeuer- Advocat" , Ios. Heunze's „Joseph im.
Traum". 3. Guiglar i 's „Schule der
Wahrheit" u. s. w. S.. ein Humanist
in des WorteS edelstem Sinne, war b»
müht, sein unwissendes Volk zu belehren
und zu bilden, und dem Unglücke, wo er
es fand, werkthätig beizuspringen. Um
eine neue Ausgabe der berühmten Bibel
des Wujk zu ermöglichen, verfügte er
auS eigenen Mitteln eine Summe von
30.000 poln. Gulden. DaS Geld aber.
leider schlecht angelegt, ging verloren.
S. starb im Altec von 66 Jahren, sein
Bruder Sebastian ließ ihm ein Grab«
denkmal setzen.
<83<1). — Gedächtnißcede auf Wenzel
Sier>,ikowski, gehalten von M. Amdros Gra<
bowski am 2. Jänner 1850^ in den Denk»
schriften drr Krakauer Iagellonischen Akade.
mie der Wissenschaften. — HouM«^' 5^.^-
bs?-^, 1^65 mu2iei6U8 xolauais et Liaves
2,l!o56N5 6t NaäsrilOL. Oiütiouuaii'e dio^rs,'
pkiylis äs aamz)08itsur5, eQ2,ut6uri> ete.
ata. (?Hri8 l857, .^clrion 1.6 Olyrs H Oo.,
Fr. ljv.) i). 496. — I l ln l l ^k lopsä i^
po-wt>26odQ2, d. i. Allgemeine Encyklo»
pädie (Warschau 1864. S. Orgelbrand, gr.
««.) Bd XXIII, 2. 43?. — ^eionskl ^ « .
,7^^ , Katalog ^iskupo^v, ?i-^1at6v 1
1833, v^ äi-uKürn tu, 8°.)tom.IV,
Sierakowsti, Wenzel Hieronymus
Graf (Erzbischof von3emberg.geb.im
Jahre 1699. gest. zu O b r oszyn 28. Oc-
tober l780). Gehört einer alten polni-
schen Adelsfamilie an. Sein Vater I o-
hann war Truchseß von Zakroczym.
Noch in,jungen Jahren zeigte S. Vorliebe
und Neigung zum geistlichen Stande und
wurde in Folge deffen nach Rom geschickt,
um dort seine theologische Ausbildung
zu erhalten. Nack mehrjähriger Abwesen-
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Seidl-Sina, Band 34
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Seidl-Sina
- Band
- 34
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1879
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 402
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon