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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Stehlik-Stietka, Band 38
Seite - 118 -
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Seite - 118 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Stehlik-Stietka, Band 38

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Steinie Steinle . die Kreuzzüge Von den aus den verschr denen Gruppen dieses Gemäldes hervor« stehenden historischen Gestalten nennen w außer den Kaisern Constantin und Kar dem Großen die Kaiserin Helena, di« Vertreter der griechischen Kunst, Homer, Phidiaß. Praxiteles und ApelleS den h. Sever inus als ersten Bischo Kölns (?); um Kaiser Kar l herum Alcuin Eginhard, Paulus Lombardus; dani eine Gruppe von Bischöfen, jeder mit dem Modell seiner Kirche.- Anno mit dem Mo« dell von St. Gereon, Heribert mit dem von der Apostelkirche. Bruno mit dem von St. Pantaleon und Hildebold mit dem des alten Domes. Die Frankenkönigin Ple c« trudis hält das Modell der von ihr erbau teu Kirche Bt. Maria im Capital; dann sieht man noch Bischof Cunibert und di Pfalzgräsin Mathi lde als Erbauerin de Abtei Brauweiler. Die Grau in Grau ge< malten Sockelbilder stellen dar: 5) „St. M a ternus, der erste Bischof Kölns, im Rheine taufend" — h) ^St. Gereon, welcher daS heidnische Opfer ver weigert". — 0) „Tod der h. Ursula" und ä) ^Die Legende vom h. Her« ma nn Joseph." — Das zweite große Bi ld hat die Grundsteinlegung des Kölner Domes zum Vorwuif. und zeigt in der Mitte die Hauptperson, nämlich Albertus M a g n u 5, den großen Gelehrten des 13. Jahrhunderts, der als Urheber des Pla« nes zu dem Dome gewöhnlich ausgegeben wnd. Um ibn nahe und ferne gruppiren sich St. Thomas von Aquino. Duns Sco tus, <3 ckart von Köln, S u so, Tauler, Cäsar von Heisterbach. Links sieht man Petrarca als Wiederhersteller classische, Studien, Agrippa von Nettesheim, dann die Meister der Kunst. Johann van Eyck. Albrecht Dürer. Fies ole und als Meister der Musik Johann von Köln. zuletzt um die Wiedererweckung der bildenden Künste anzudeuten. Lorenzo von Medicis mit einer kleinen bronzenen Venusstatue in der Hand. Rechts von Albertus Magnus sieht man die Inangriffnahme deS Dombaus. Bi, schof Canrad von Hochstaden nimmt Ein- sicht von den Bauplänen. In dieser Gruppe sieht man die Maler Stephan und W i l. 0 elm von Köln; weiterhin sind lauter sym« oolisirende Gruppen, welche den Kampf der kölnischen Geschlechter, den Handelsverkehr und die Hansa, die Entdeckung der neuen Welttheile, den Arbeiteraufstand in Köln, den Kampf zwischen dem Adel der Stadt und den Reichen u. s. w. andeuten. Die vier Sockelbilder dieses zweiten Gemäldes stellen dar-, k) „Die Iohannisfeier der kölnischen Frauen und Mädchen",— v) „D i e Einbr ingung der Reliquien der h. drei Könige nach Köln", — 0) „Ein Turnier des Kaisers Maxi. mi l ian" und ä) „Ausschiffung von Waaren und Handelsverkehr". — Das dri t te große B i ld , welches uns die Neuzeit näher bringt, zeigt uns eine Fülle von geschichtlichen Gestalten, welche zur Geschichte der Kunst in Köln in bald näherer, bald fernerer Beziehung stehen. Wir sehen Rubens mit dem Maler Geld 0 rp und dem Kunstfreunde I ab ach, den in Köln geborenen holländischen Dichter Von» del . Anna Schu lmann. Friedrich von S ch l e g e l , W i n c k e l m a n n . Zwischen beiden Goethe, dann die Brü» der B 0 isser 6 e und ihr Freund B e r» tr a m. Wal l ra f f , der Gründer der Samm- lungen des Museums, Richarh , der Grün. der des Gebäudes. — Das v ier te große B i l d zeigt aber die Dombaufeier und König Fr iedr ich W i l h e l m IV. bildet darin den Mittelpunct. Das dritte Bild trägt die Ueberschrift: »kluNa i-Oüasoouwi', guas Harn csoiäsre"; das vierte: „811201- xsrs bt ünirs 5bNi>oi 8ru>äiiiQ." Die zwei Sockelbilder der beiden letzten großen Ge« mälde stellen einerseits den kölnischen Carneva l in charakteristischen Figuren desselben in lustigem Zuge dar, andererseits daS Opfer z um D 0 mb au als symboli» sirend die Spenden aller Stände zum Dom» baue und den auf einem Schiffe singenden Kölner Männergesangoerein. Bekanntlich er^ fang dieser Verein bei einer Fahrt durch England dem Dombau eine ansehnliche Bei» steuer. Der Raum über der Hauptthür zeigt uns, wie Marsilius. der Held der kölnischen Sage, und Agrippina, nach welcher die Colonia (Köln) die Agrippinische ge« nannt wird. das Wappen Kölns halten. DaS Gewölbe schmücken kleine Wappen» schilder altkölnischer Geschlechter, farbiges und goldenes Ornament in mittelalterlichem Geschmack deckt Bogen« und Gewölbflächen und umrahmt die Bilder. Der Gesammtein. druck des Treppenhauses ist ein sehr reicher und glänzender. Es besteht ein von Steinte selbst verfaßtet, die Cartons erläuternder Tert,
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Stehlik-Stietka, Band 38
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Stehlik-Stietka
Band
38
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1879
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
398
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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