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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Susil-Szeder, Band 41
Seite - 126 -
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Aaeevan 126 lutionsjahre 1848 und 1849 in den Vordergrund. Als die Wahlen für den 48er Reichstag in Pesth stattfanden, wurde Szacsvay mit 333 Stimmen gegen Joseph Nagy, der nur 54 Wähler zählte, zum Depututen des Biharer Co mitates erwählt. Von diesem, der zwölf Ablegaten in den Neichstag zu stellen hatte, war es bekannt, daß er durch» gängig Liberale zu wählen pfiegte. Nnd Szacsvay war der freisinnigste von diesen zwölf Liberalen. Im Reichstag machte er sich bald als intelligenter, end schiedener Reformer und als trefflicher Redner geltend. Unter feinen bemerken« werthen Maßnahmen sind hervorzu heben: seine Abstimmung über den von dem damaligen Untercichtsminister, dem erst im Juni 1848 zum Bischof von CSanäd ernannten Michael Horvä.th eingebrachten Gesetzentwurf für den Elementarunterricht, der natürlich auf radicalster Basis organisirt war. Bei dieser Gelegenheit erklärte er, daß er es für seine Pflicht halte, alle Polemik zu vermeiden, um zur Sache zu kommen; wolle man den Zweck, so müfse man auch die Mittel wollen, und er stimme daher für den Gesetzentwurf. Sein Vor gang am 11. August, an welchem Tage er eine Petition der Landwehr'Artillerie um ein bestimmtes Gesetz gegen die Stockstrafe einbrachte, ist besonders da» durch bedeutsam, daß ein Magyar diese Maßregel beantragte. Ferner war er bei derNntersuchungs-Commisston betheiligt, welche die Aufgabe hatte, zu erforschen, wieviel Ladisl. Madarasz sBd.XVI, S. 233) aus dem Nachlasse des Grafen Eugen Zichy gestohlen habe. Wenn auch dergleichen Acte an und für sich als zur Charakteristik der Person be- merkenswerrh erscheinen, so meint doch Levitschnigg ganz treffend: „Mit solchen Petitionen gelangt.man nicht in die Nachwelt". Szacsvay gelangte aber in die Historie, als er am 14. April 1849 in Debreczin mit Kossuth und Gorovä mit der Abfassung des unga- rischen Una bhan gigkei t s . Mani- festes betraut wurde. Levitschnigg berichtet über den Ausgangs dieser That in folgender Weise: ,Der arme Dupe seines eigenen Glaubensbekenntnisses ahnte damals nicht, daß daS Honorar für diese Schrift aus Hanf geflochten sein werde. Er ging am 24. October mit Perönyi Md. XXI, S. 473) und Czernyus ^Bd. I I I , S. 38) zum Hoch. gerichte". Eigenthümlich, aber treffend charakterisirt ihn Levitschnigg, wenn er schreibt: „Emerich Szacsvay zahlte zu den entschlossenen Revolutions« mannern, die so entschieden wie die schottischen „Kinder des Nebels" den Tod am Galgen dem rühmlichen Ende auf dem Felde der Ehre gleichstellen. Er gehörte in die Kategorie politischer Aloen, die freilich einmal in die Blüte kommen, aber diese Stunde prächtigen Lebens mit ihrem Leben bezahlen. Er rief, wie Brissat in „I^o t^trioto" schrie: »plus äs rois, so^ons röpubli- " und an dieser Phrase starb er". älli, d. i, Siebenbürgens Adelsfamilien lKlausenburst <8«4. Barrlln u. Stein, gr. 8<>.) S. 227. — ^a^z, </vä«>, Hlaß^a.l'orgsils d!äkk»l, d. i. Die Familien Ungarns mit Wappen und Stammtafeln (Pesth i80U Moriz Mth. «<>.) Pb. X, S. 449 «. f. — I e v i t s ch n i g a (Heinrich Ritter von), Kossuth und seine Bannerschaft. Silhouetten aus dem Nachmärz in Ungarn (Pesth l830, Heckenast, 8".) Bd. I I , S. 229. Szadbej, Gregor Ignaz (Rechts- gele hrter und Schriftsteller, geb. zu Ty « mienicz in Galizien am
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Susil-Szeder, Band 41
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Susil-Szeder
Band
41
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1880
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
340
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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