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Sprache (ebd. 1863, 8«.)', —
, d. i. Schlüffel oder
wörtliche Uebersetzung in französischer
Sprache, aller polnischen Ausdrücke,
welche in der französischen Grammatik
O l l e n d o r f ' s enthalten sind (ebd.
1862,80.); —
", d. i. Wörtliche Uebersetzung deS
ersten deutschen Lesebuches (ebd. 1833,
2. Aufl. 1860; für die 2. Cl. 1854;
für die 3. Cl. 1839). Szczepaiiski'S
Sprachlehlbücher erfreuten sich zu ihrer
Zeit großer Beliebtheit, er benutzte in
denselben die Ergebnisse der besten
Sprachforscher, wie M u c z k o w s k i
u. A. und verstand eS. dieselben in ge-
meinfaßlicber Weife für die Jugend
vorzutragen. Seine Iugendfchriften aber
waren die ersten in Galizien; waS vor
ihm nach dieser Richtung in polnischer
Sprache geleistet worden, war bedeu-
tungslos, ohne pädagogischen Sinn und
ohne Rücksicht auf die nationalen Cha-
rakterzüge des Volkes geschrieben, welche
Momente S z c z e p a i i S k i fest im
Augc behielt. Seine „Familien-Abende",
seine „Welt in Bildern" sind treffliche
Bücher und sichern ihm eine Stelle in
der Geschichte der Cultur in Galizien.
Polnisches Conversations«Lerikon (Warschau,
Orgelbrand, gr. 8".) Bd. XXIV, S. 576
Szczucki, Vincenz (Arzt und Fach-
schrift stell er, geb. in G a l i z i e n
43. Juli 1786, gest. zu Warschau
16. April 1832). Den Elementarunter-
richt erhielt er zu Hause, dann kam er
auf daS Gymnasium in ZamoSc und von
da bezog er die Hochschule Lemberg. wo er die ersten Jahrgange der medicinischen
Studien hörte; die letzteren Jahrgänge
derselben beendete er an der Universität
Krakau, wo er auch im Jahre 18tl) die
medicinische Doctorwürde erlangte. Nach»
dem er noch zur weiteren Ausbildung in
seinem Fache Wien und Prag, wo daS
medicinische Studium in höchster Blüte
stand, besucht hatte, kehrte er in seine
Heimat zurück und ließ sich zu Sandomir
als praktischer Arzt nieder. Im Jahre
1812 wurde er Kreisphysicus, 18l3 De-
partementalarzt. in welch letzterer Eigen-
schaft er bis 1817 fungirte, worauf seine
Ernennung zum Professor«Stellvertreter
der Therapie und Klinik an der Univer-
sität in Warschau erfolgte. Im Jahre
18l9 zum wirklichen Professor der ina-
tsrig. moäioZ., Pathologie und medicini»
schen Propädeutik ernannt, versah er zu»
gleich die Obliegenheiten eines Mitgliedes
des Medicinal'Ausschusses bis zur Sper-
rung der Hochschule, welche bei Aus-
bruch der 1830er Erhebung eintrat. Im
Druck ließ er erscheinen:
Kurze Zusammenstellung praktischer medi-
cinischer Grundregeln (Warschau 1818);
„As e?e?'/ö«s na^u^as yns^z'eatn'n'öns
07-all/o aea^smz'en" (ebd. 1820), ein in
den öffentlichen Sitzungen der Universität
gehaltener Vortrug; — „^o^scisut^a
<Ho nauk?nsH?/6^n?/", o. i. Vorbereitungs«
schule zu den medicinischen Wissenschaften
(ebd. 1823), daS erste Lehrbuch dieser
Art. welches bis dahin in polnischer
Sprache erschienen ist. In der natur-
wissenschaftlichen Zeitschrift „12^8 pol-/
Lka«, d. i. Polnische Isis, welche durch
die von Oken begründete „Isis" nach
dem Muster derselben ins Leben gerufen
worden, veröffentlichte Szczucki im
Jahrgange 1822 mehrere fachwiffenschaft-
liche Abhandlungen. I n seinem Nachlasse
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Susil-Szeder, Band 41
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Susil-Szeder
- Band
- 41
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1880
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 340
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon