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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Ullik-Vassimon, Band 49
Seite - 261 -
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Vantini 26! Vantini schrieb, als auch praktisch, da er sich an der Ausführung verschiedener Bauwerke betheiligte, ununterbrochen thätig. 1819 zum Professor der Zeichenkunst und Archi- tectur am Lyceum zu Brescia ernannt, wirkte er viele Jahre in dieser Stellung. Seine größte Schöpfung, durch die er sich ein bleibendes Andenken schuf, und welche als das Werk seines ganzen Lebens anzu- sehen, ist der Campo Santo von Brescia, wohl einer der schönsten Italiens. i8t6 begann der Bau nach Vantini 's Zeich< nungen, die derselbe '1821 dem ^teueo von Brescia schenkte, welches Institut wieder seinerseits dem Künstler den ersten Preis für diese herrliche Arbeit zuerkannte. Wesentlichen Antheil hatte V a n t i n i auch an den späteren Erweiterungen des Campo Santo, als sich deren Nothwendig- keit herausstellte, sowie an vielen anderen Bauwerken seiner Zeit, in Brescia, in Trient, Mantua, Bergamo und vielen Orten der Prooin; Verona, und an den Uferbauten des Lario. Als Bauleiter der neuen Kathedrale in Brescia führte er die großartige Kuppel, welche durch Kühn« heit der Wölbung hervorsticht, aus. Die Regierung berief ihn auch nach Mailand, wo e>! den Bau der ?orw orient^ls mit solcher Geschicklichkeil vollendete, daß im Jahre 1827 ihm zu Ehren eine Denk- münze geprägt wurde, welche die Faxade dieser I>oi-tH vorstellt. Von der Mailander Akademie der Künste erhielten aber seine Plane den ersten Preis. Indeß auch nach anderer Seite noch erwarb er sich ein Anrecht auf bleibende Erinnerung. Schon zu Anfang der Dreißiger-Jahre eröffnete er ganz auf seine Kosten eine unentgelt' liche Zeichenschule, welche er selbst leitete, und eine zweite später zu Rezzato in der Nähe der berühmten Marmorbrüche von Brescia, und letzterem Institute verschrieb er noch in seinem Testamente das ansehn- liche Legat von 10.000 lirs An dem Werke: „ I ! ^lusso dr68oia.no iiiustrato^ wesentlich betheiligt, verfaßte er, als der berühmte Archäolog Raoul Rochette seine Kritik über dasselbe ver- öffentlichte, die „Hi^ssia a//s osss?-- solcher Sachkenntniß, daß ihm das ^teuec» von Brescia dafür einen Preis zuerkannte. In seinen letzten Lebensjahren unternahm er große Reisen, auf welchen er sein eigenes Vaterland, dann Frankreich, die Rhein» gegenden und zuletzt England besuchte und viele Künstler und Gelehrte kennen lernte, mit deren, mehreren er sich aucb befreundete. Die Akademien der schönen Künste in Mailand, Venedig, Neapel, Bologna, sowie das königliche Institut der Architekten Großbritanniens in Lon- don, schickten ihm ihre Diplome zu, auch war er Ehren-Vicepräfident der allge- meinen Gesellschaft für Beförderung der Künste und Industrien in London. Als er seine Pläne des Campo Santo von Brescia dem ^wueo dieser Stadt zum Geschenke machte, feierte der bekannte Poet Cesare Arici j M . I,, S. 6 ^ die- selben in einem schwungvollen Gedickte. An Vantini 's Katafalk in der Kirche des Campo Santo — die, nebenbei ge- sagt, auch ein Werk unseres Architekten ist — hielt Pietro Zambell i eine be- geisterte Gedächtnißrede, und der Bild- hauer Selleroni wurde mit der Aus- führung eines Monumentes für den ver- ewigten Künstler betraut. 1836, Nr. 301, im ^pFeüäiee: ^oäollo — Tchmidl (Adolph vi-.). Qesterreichische Plätter für Literatur und Kunst (Wien. 4".) 1844, IV. Quartal, S. 448. im Artikel: „Bildende Kunst in Brescia". — Kunst-- Blatc (Stuttgart. Cotia. 4°.) 1831, Nr. 49. S. 196, im Artikel: „Kunstausstellung in Mai« land 1830".
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Ullik-Vassimon, Band 49
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Ullik-Vassimon
Band
49
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1883
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
348
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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