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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Weil-Weninger, Band 54
Seite - 179 -
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Seite - 179 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Weil-Weninger, Band 54

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Meißenwolf (Genealogie) Meißenwolf, Andreas finden wir einen Sprossen dieses Hauses, den Obersten Anton WeißenWolf. welcher den Sien bei Aspern mit seinem Leben de» zahlte. Aber die Ahnenrcihe des Geschlechtes zeigt eine ganz stattliche Zahl von Kämpfern, wir nennen nur Christoph, Johann, Wölf ing und den Maria Theresirn-Nitter Grafen Nicolaus, der entscheidend in der Völkerschlacht von Leipzig eingriff und in Anerkennung dieser That aucl, das höchste Ehrenzeichen der Tapferkeit erlangte, dessen ein österreichischer Krieger habhaft werden kann. — Im Dienste des Staates und unter den Räthen der Krone finden wir wiederholt die Träger dieses Geschlechtes. Dn sind vor Allen die beiden David, deren einer als Botschafter bei der Pforte dem moöle' mitischen Uebermuthe zu einer Zeit entgegen- trat, als noch ganz Europa vor diesen Gc« bieiern unzähliger Noßschweife zitterte. Dann ist Johann (I.) , Kammermeister des Kaisers Friedrich I I I . . von diesem für seine Dienste^ mit Sonneck belehnt; Johann (III.), Staatsmann und Kriegsheld zugleich, der, als es den Glauben und seine Ueberzeugung galt. alle Ehrenämter niederlegte und lieber, ein nahezu bejahrter Mann, sein Vaterland verließ, als sich dem Drucke zu fügen, den religiöse Unduldsamkeit auf ihn auszuüben versuchte; Helmhard Christoph, durch i.'j Jahre Landeshauptmann von Oberöster» reich, vom Kaiser mit dem goldenen Vließe geschmückt, welches sein Vater David (II.), doch dieser von Kar l I I . , König von Spa- nien, damit ausgezeichnet, getragen hatte; wieder ein Graf Johann, der unserer Zeit angehört und als Vorsitzender im oberöster« reichischen Herrenstande lange Jahre nach allen Richtungen zum Wohle OWerüstrrreichs wirkte und ein Forderer der Kunst, wie ein Wohlthäter der Armen war; während mit dem frühen Dahinscheiden seines Bruders Guidobald, der als Kreiöhauvtmann von Brück ein schönes Andenken hinterließ, der Staat einen Edelmann und einen Staats« beamten verlor, welcher in beiden Eigen« schaften sich auszeichnete. — Was die Hei» raten dieser Familie anbelangt, so beirateten ebenso die Frauen in die, vornehmsten Fa» milien aller Völkerstämme des Kaiserstaates, als sich die Männer ihre Lebensgefährtinen aus den ersten Geschlechtern desselben wählten. Nur ein flüchtiger Blick auf die Stammtafel zeigt uns unter anderen die ersten Namen Oesterreichs, so: die Al thann, Breuner. Desfourö. Eszterhäzy. Gal ler , Har- t ig, Jörg er. Kaunitz, Khev enhil ler. Krasicki. Lamberg, Leiningen. Mon' tecuculi, Morz in . Pl l l f fn, Porcia, Sprinzen stein. Ttadnick i . Star« hemberg. Thurn. Trautson, Ursini« Nosenberg. — Was nun den gegen« wärtigen Besitz des Hauses betrifft, so erfahren wir solchen aus dem Titel, den der jetzige Chef des Hauses. Graf Conrad, führt, der sich Graf Ungnad von Weihen« w o l f , Freiherr von S o n n e ü und Ennseck, Besitzer der Fideicommißaüter Steyregg, Spielberg. Luftenberg. Lustefelden und Parz und Obersterblandhofmeister im Erzherzogthum Oesterreich ob der Enns schreibt. — In früherer Zeit besaß dieses Ge< schlecht auch das Erbschenkenamt im Hoch» stifte Passau, I I . Desonders hervorragende Sprossen des Vrnsengeschlcchtes Wcisienwolf. l. Andreas Ungnad. ein Sohn Johanns (II.) aus dessen Ehe mit Margarethe Lochner, lebte im sechzehnten Jahrhundert. Damals nannten sich die Sprossen dieses Geschlechtes mit Vorliebe Ungnad und bedienten sich des Namens Weißen wolf erst wieder mit der Erhebung in den Reichsgrafenstand j540. Als unter dein berühmten Salzburger. Erz« dischof Matthäus Lang (I5l9—154«) im Jahre 1325 der Bauernaufruhr im Salz» burgischen ausbrach und eine ungeahnte 3lus« dehnung nahm. sah sich dieser Kirchenfürst genöthigt, zur Niederwerfung der Redellion Hilfe von Außen zu suchen, und thatsächlich stellte der schwäbische Bund eine solche bei, die Herzoge Wilhelm und Ludwig von Bayern schickten einiges Kriegsuolk und der Pfleger von Radstadt. Christoph Graf, unter« handelte mit den Kärnthnern und Steircrn, worauf Franz von Tb anHausen mit erz« herzoglich österreichischen Hilfstrupvven über Tamsweg und Mosheim bis Mauterndorf vordrang. Unter diesen Hilfätnippen führte ein Fähnlein Andreas Ungnad. welches beim Vorrücken auf den Tauern die Porhut bildete. Aber kaum waren Thanhausen uud Andreas Ungnad bis zum Tauern vor- gedrungen, als die Bauernrebellen, die sich hinter Verhauen und Schlupfwinkeln oer« borgen gehalten hatten, aus ihren Hinter- halten hervorsprangen und die Truppen über« sielen. Viele Officiere wurden getodtet. ein großer Theil der Leute fiel in Gefangenschaft, 12*
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Weil-Weninger, Band 54
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Weil-Weninger
Band
54
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1886
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
346
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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