Birgit Sarata

Birgit Sarata (* in Wien) ist eine österreichische Sängerin.

Die in Wien geborene und am dortigen Konservatorium von Esther Réthy ausgebildete Sopranistin Birgit Sarata ist heute weniger wegen ihrer künstlerischen Verdienste als aufgrund ihrer Stellung im österreichischen Gesellschaftsleben ein Begriff. Dabei gastierte sie - zunächst als jugendlich dramatischer Sopran, später zunehmend in Operetten - mit großem Erfolg im gesamten deutschen Sprachraum, an der Wiener Volksoper, am Salzburger Landestheater, an der Grazer Oper, bei den Bregenzer Festspielen, am Berliner Theater des Westens, in Köln, Dortmund und Nürnberg, in Zürich und an der Oper in Gent. Aufgrund ihrer strahlenden Erscheinung galt sie lange Zeit als Idealtypus der Operettendiva. So waren es hauptsächlich Partien wie Rosalinde (Die Fledermaus) und Hanna Glawari (Die lustige Witwe), die zu ihrem Kernrepertoire wurden. Als „Botschafterin des Wiener Charmes“ unternahm sie ausgedehnte Konzerttourneen in aller Welt, so während der Fußball-WM 1978 in Argentinien, in Australien, Japan und den USA. Der König von Tonga lud sie zu seinem Musikfestival ein. Vor Schah Mohammad Reza Pahlavi sang sie in dessen Muttersprache das Vilja-Lied.

Birgit Sarata trat während ihrer Ehe mit dem Industriellen Fred Pitsch unter dem Namen Pitsch-Sarata in Erscheinung. Nach ihrer Heirat mit dem Waschmittelfabrikanten Kurt Konrad Rajer zog sie sich Anfang der 1980er Jahre von der Bühne zurück und absolvierte als Birgit Sarata-Rajer hauptsächlich Stargast-Auftritte auf internationalen Kreuzfahrtschiffen.

Die Stimme von Birgit Sarata ist in mehreren Operettenfilmen und durch Fernsehsendungen dokumentiert. In der Verfilmung von Franz Lehárs Das Land des Lächelns erlebt man sie neben René Kollo und Dagmar Koller. Birgit Sarata ist heute (2008) eine der Hauptvertreterinnen des Wiener Gesellschaftslebens und organisiert für ihre Heimatstadt Großveranstaltungen.

Sie ist Honorarvizekonsulin der Republik Senegal.

Auszeichnungen

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