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vom 15.10.2017, aktuelle Version,

Birgit Sarata

Birgit Sarata mit Stadtrat Michael Ludwig, 2012

Birgit Sarata (* 26. Juni 1942 in Wien)[1] ist eine österreichische Opern- und Operettensängerin (Sopran).

Leben

Die in Wien geborene und am dortigen Konservatorium von Esther Réthy ausgebildete Sopranistin Birgit Sarata ist heute weniger wegen ihrer künstlerischen Verdienste als aufgrund ihrer Stellung im österreichischen Gesellschaftsleben ein Begriff. Dabei gastierte sie – zunächst als jugendlich dramatischer Sopran, später zunehmend in Operetten – mit großem Erfolg im gesamten deutschen Sprachraum, an der Wiener Volksoper, am Salzburger Landestheater, an der Grazer Oper, bei den Bregenzer Festspielen, am Berliner Theater des Westens, in Dortmund und Nürnberg gleichzeitig hatte sie aber auch Verträge mit Düsseldorf und Köln, sowie in Zürich und an der Oper in Gent. Aufgrund ihrer strahlenden Erscheinung galt sie lange Zeit als Idealtypus der Operettendiva. So waren es hauptsächlich Partien wie Rosalinde („Die Fledermaus“) und Hanna Glawari („Die lustige Witwe“), die zu ihrem Kernrepertoire wurden. Als „Botschafterin des Wiener Charmes“ unternahm sie ausgedehnte Konzerttourneen in aller Welt, so während der Fußball-WM 1978 in Argentinien, in Australien, Japan und den USA. Der König von Tonga lud sie zu seinem Musikfestival ein. Vor Schah Mohammad Reza Pahlavi sang sie in dessen Muttersprache das „Vilja-Lied“, aus Franz Lehárs Operette „Die lustige Witwe“. Sie sang auf hunderten von Konzerten, trat in mehr als dreißig deutschsprachigen Theatern auf und war der ZDF-Operettenfilmstar der 1970er Jahre, beispielsweise in der Verfilmung von Lehárs „Das Land des Lächelns“ an der Seite von René Kollo und Dagmar Koller. Die Leistungen von Birgit Sarata, als Sängerin und Schauspielerin, sind in mehreren Operetten, Filmen und durch Fernsehsendungen dokumentiert.

Birgit Sarata trat während ihrer Ehe mit dem Industriellen Fred Pitsch unter dem Namen Pitsch-Sarata in Erscheinung. Nach ihrer Heirat mit dem Waschmittelfabrikanten Kurt Konrad Rajer zog sie sich Anfang der 1980er Jahre von der Bühne zurück und absolvierte als Birgit Sarata-Rajer hauptsächlich Stargast-Auftritte auf internationalen Kreuzfahrtschiffen.

Birgit Sarata ist heute (2017) eine der Hauptvertreterinnen des Wiener Gesellschaftslebens und organisiert für ihre Heimatstadt Großveranstaltungen.

Sie ist Honorarvizekonsulin der Republik Senegal.

Bei der Großen Chance der Chöre war sie neben Oliver Pocher, Larissa Marolt und Ramesh Nair im April und Mai 2015 im ORF als Jurorin tätig.[2]

Filmografie

Auszeichnungen

  Commons: Birgit Sarata  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Historischer Kalender (26. Juni), Der Standard
  2. ORF - Die große Chance der Chöre. Abgerufen am 1. Mai 2015.
  3. Liste der Träger des Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich. Abgerufen am 9. Dezember 2015.