Burg Clam

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Burg Clam
Burg Clam 2007.jpg
Alternativname(n): Burg Klam
Entstehungszeit: um 1100
Burgentyp: Felsenburg
Erhaltungszustand: Erhalten oder wesentliche Teile erhalten
Ständische Stellung: Freiadlige
Ort: Klam
Geographische Lage 48° 13′ 15″ N, 14° 46′ 42″ O48.22083333333314.778333333333Koordinaten: 48° 13′ 15″ N, 14° 46′ 42″ O
Burg Clam (Oberösterreich)
Burg Clam
Burg Clam mit Bergfried

Die Burg Clam ist ein Wohnsitz der Familie Clam-Martinic und befindet sich auf dem Gemeindegebiet des Marktes Klam im Bezirk Perg im Unteren Mühlviertel in Oberösterreich.

Inhaltsverzeichnis

Lage

Die Burganlage steht auf einem bewaldeten Bergrücken oberhalb des Marktes Klam, der an einer Seite steil zur Klamschlucht abfällt.

Geschichte

Die Mitte des 12. Jahrhunderts erstmals urkundlich erwähnte Burg befand sich 1149 im Besitz von Otto von Machland und dessen Bruder Walchun. Mit Walchuns Erbtochter Adelheid ging die Burg in den Besitz der Velburger über und fiel mit dem Tod Ulrichs von Clam-Velburg im Kreuzzug von Damiette an den Landesfürsten. Zu dieser Zeit stand am gegenüberliegenden Bergrücken eine zweite Burg, von der es zwar keine schriftlichen Überlieferungen gibt, von der aber noch Überreste der Wehranlagen erhalten sind.

Als Lehensträger von Clam scheinen von 1234 bis 1324 die Holzer und von 1250 bis 1413 die Hauser auf. Nach Wilhelm dem Hauser dürften Christian und Christoph von Zinzendorf Besitzer gewesen sein. Von 1416 an besaßen zuerst Gilg, Ortaker, Gilg und Wolfgang Wolfstein die Burg, nach Wolfgangs Tod ging sie an Jörg Seusenecker und anschließend an Prüschenk beziehungsweise ab 1454 die Grafen Hardegg über.

Von den Grafen Hardegg kaufte 1524 Christoph Perger „Schloss und Veste Clam mitsamt dem Turm“. Nach Christoph Perger I. folgten Christoph Perger II., dessen Sohn Hanns Enoch Perger und Johann Gottfried Perger. Johann Gottfried Perger zu Clam galt als der größte Förderer des Marktes Klam und seiner Bürger. Er ließ dem Markt die alten Freiheiten bestätigen und baute eine Kirche, stiftete das Spital und die Krautäcker. 1640 wurde ihm von Kaiser Ferdinand III. der Titel "Edle Herrn zu Clam" verliehen und 1655 wurde er in den Freiherrnstand erhoben. 1759 verlieh Kaiserin Maria Theresia der Familie den Titel „Erbländisch-österreichischer Graf“.

Die Familie Clam teilte sich in die Linien Clam-Clam, Clam-Gallas und Clam-Martinic. Nachdem die Familie Clam-Clam 1815 ausstarb, übernahm die Familie Clam-Martinic, die bedeutende Besitzungen in Böhmen hatte, den alten Familienbesitz. Die Burg Clam wird ganzjährig von der gräflichen Familie bewohnt. Der heutige Burgherr ist Carl Philip Clam-Martinic. Bedeutendste Vertreter der Familie waren Heinrich Graf Clam-Martinic (1863–1932), österreichischer Ministerpräsident und Militär, Heinrich Jaroslav Graf Clam-Martinic (1826–1887), böhmischer Politiker, Georg Clam-Martinic (* 1909, † 2000), österreichischer Ingenieur, Landwirt, Autor und Denkmalpfleger.

Burgmuseum Clam

Zu den Sehenswürdigkeiten der Burg zählen der dreistöckige Arkadenhof, die Waffenkammer mit Rüstzeug zur Verteidigung der Burg, die gotische, 1422 errichtete Burgkapelle, die Burgapotheke mit einem Medikamentenkasten aus dem Jahr 1603 und die Wohnräume der Grafen von Clam, darunter das Frühstückszimmer mit einer Porzellansammlung und mehrere prunkvoll möblierte Gästezimmer, die Herrschaftsküche, ein Musikzimmer und eine große gedeckte Festtafel im Landschaftszimmer.

Heutige Nutzung

Neben der eigentlichen Burganlage gehören auch eine Burgbrauerei und ein Meierhof. Die Reithalle und der Reitplatz zur Burg werden vom Reitverein Burg Clam betrieben. Seit 1990 finden im Brauereigarten und auf der Meierhofwiese jährlich die Clam-Konzerte mit international bekannten Musikern statt.

Literatur

  • Georg Clam Martinic: Burgen & Schlösser in Österreich. ISBN 3-85001-679-1 (formal falsche ISBN).

Weblinks

 Commons: Burg Clam – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien