Clam-Gallas

Hochzeit der Gräfin Gabrielle Clam-Gallas mit Prinz Adolf von Auersperg, links vorne ihre Mutter die Gräfin Clam-Gallas (1914)
Palais Clam-Gallas in Wien
Marmorsaal im Prager Palais Clam-Gallas

Clam-Gallas ist der Name eines böhmischen Adelsgeschlechts.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Das Adelsgeschlecht Clam-Gallas entstand 1757 nach dem Aussterben der männlichen Linie des ursprünglich aus Italien stammenden Geschlechts der Grafen von Gallas (mit Matthias Gallas, 1588-1647, als kaiserlicher Generalleutnant im Dreißigjährigen Krieg). Erbe des Besitzes wurde – unter der Bedingung der Weiterführung von Namen und Wappen der Gallas – Christian Philipp Graf von Clam (1748–1805), ein Neffe des Verstorbenen Philipp Josef Graf von Gallas. Christian Philipp von Clam-Gallas, wie er sich von dieser Zeit an nannte, war der Sohn von Johann Christoph II. Graf von Clam und der Margaretha Alois Colonna de Fels, deren Mutter aus dem Hause Gallas stammte.

Mit dem Tode von Franz Graf Clam-Gallas (1854–1930) erlosch das Geschlecht in der männlichen Linie. Aus seiner Ehe mit Maria von Hoyos-Sprinzenstein entstammten sieben Töchter.

Der Besitz der Grafen Clam-Gallas umfasste große Teile des Isergebirges, darunter Schloss Friedland in Friedland in Böhmen und Schloss Grafenstein bei Grottau, die Gegend um Reichenberg (Liberec) sowie Schloss Lämberg bei Deutsch Gabel. Im Jahre 1945 flohen die Gräfinnen Clam-Gallas nach Österreich, ihr Besitz in der Tschechoslowakei wurde durch den tschechoslowakischen Staat enteignet.

Persönlichkeiten

Besitztümer

Neben den zahlreichen Ländereien in Böhmen besaß die Familie die architektonisch bedeutenden Palais Clam-Gallas (Prag) und Palais Clam-Gallas (Wien).

Siehe auch

Weblinks

 Commons: Clam-Gallas – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien