Hoyos (Adelsgeschlecht)

Wappen der Hoyos

Das ursprünglich spanische Adelsgeschlecht Hoyos, benannt nach dem Ort El Hoyo de Pinares in der Provinz Ávila, lässt sich bis in 9. Jahrhundert zurückverfolgen. Juan de Hoyos wanderte mit seiner Familie um 1525 im Gefolge des späteren Kaisers Ferdinand I. nach Niederösterreich ein und zählte damit zu den am frühesten im Lande nachweisbaren Spaniern.

Inhaltsverzeichnis

Besitzungen

Juan erwarb Burg Stixenstein bei Ternitz und die dazugehörige Herrschaft.[1] Die ältere Linie, deren Mitglieder 1628 Reichsgrafen wurden, starb 1718 aus. Die jüngere, deren Mitglieder seit 1674 Reichsgrafen waren, kam 1681 durch Heirat als Hoyos-Sprintzenstein in den Besitz von Horn und Rosenburg und vereinigte im 18. Jahrhundert alle Güter der Familie: Gutenstein, Burg Stixenstein, Hohenberg, Schloss Persenbeug, Frohsdorf, Drosendorf, Horn und Rosenburg. Die Mitglieder der Familie standen meist in kaiserlichen oder landständischen Diensten.[2]

Das Palais Hoyos an der Wiener Ringstraße (Kärntner Ring 5–7) war bis 1895 im Besitz der Familie und ist heute Teil des Hotels Bristol.[3] Das Palais Hoyos in Wien Landstraße, 1889 von Otto Wagner erbaut, war bis 1957 im Besitz der Familie und beherbergt heute die serbische Botschaft.[4] Ein weiteres Palais der Familie ist das Palais Hoyos-Sprinzenstein in Wien Wieden.[5]

Verschiedenen Mitgliedern der Familie gehören heute noch Schloss Schwertberg[6] mit der Burgruine Windegg[7] in Oberösterreich sowie Schloss Rosenburg, Schloss Horn, [8] Schloss Drosendorf [9] und Schloss Hoyos [10] in Gutenstein in Niederösterreich.

Wappen

Wappen der Grafen Hoyos

Das Stammwappen zeigt innerhalb eines hermelinenen Schildrandes in Blau einen silbernen Schrägrechtsbalken, den zwei goldene Drachenköpfe oben und unten im Rachen halten. Auf dem gekrönten Helm mit blau-silbernen Decken ein wachsender grüner Drache.

Bedeutende Mitglieder der Familie

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Christopher F. Laferl: Die Kultur der Spanier in Österreich unter Ferdinand I. 1522–1564. Böhlau, Wien 1997, ISBN 3-205-98780-2, S. 346; und Eintrag über Stixenstein auf Burgen-Austria
  2. Eintrag zu Hoyos, Adelsfamilie in: Austria-Forum, dem österreichischen Wissensnetz – online  (auf AEIOU)
  3. Palais Hoyos auf planet-vienna.com
  4. Eintrag über Palais Hoyos auf Burgen-Austria
  5. Palais Hoyos-Sprinzenstein auf planet-vienna.com
  6. Eintrag über Schloss Schwertberg auf Burgen-Austria
  7. Burgruine Windegg auf burgen-austria.com
  8. Eintrag über Schloss Horn auf Burgen-Austria
  9. Eintrag über Schloss Drosendorf auf Burgen-Austria
  10. Schloss Hoyos auf gutenstein.at

Literatur

Weblinks

 Commons: Hoyos (Adelsgeschlecht) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien