Deutscher Verband

Wahlaufruf des Deutschen Verbandes unter Verwendung des Edelweiß-Parteisymbols zu den italienischen Parlamentswahlen 1921

Deutscher Verband (DV) war der Name des 1919 gegründeten Zusammenschlusses der bürgerlichen deutschen Parteien in Südtirol. Zu ihm gehörten unter anderem die katholisch-konservative und die deutschfreiheitlich-liberale Partei, während die Südtiroler Sozialdemokraten den Deutschen Verband ablehnten und bis zu ihrer von den Faschisten erzwungenen Auflösung 1924 vorzogen, mit den italienischen Sozialisten zusammenzuarbeiten[1].


Das Parteisymbol des Deutschen Verbandes war das Edelweiß, das bis heute von der Nachfolgepartei, der Südtiroler Volkspartei, verwendet wird.

Obmann des DV war Eduard Reut-Nicolussi[2].

Der DV erreichte bei den italienischen Parlamentswahlen im Jahr 1921 in Südtirol mehr als 90 % der Stimmen und alle hier zu vergebenden Mandate. Damit konnte Südtirol vier deutsche Abgeordnete nach Rom entsenden.

Der Verband wurde infolge von Entnationalisierungsbestrebungen der Regierung 1926 aufgelöst.

Nachfolger des Deutschen Verbandes sind die Tiroler Volkspartei und die Südtiroler Volkspartei (SVP).

Bekannte Vertreter

Literatur

Fußnoten

  1. Othmar Parteli: "Südtirol (1918-1970)" in "Geschichte des Landes Tirol", Band 4/2, Athesia, Bozen 1988
  2. http://www.andreas-hofer-bund.de/sandwirtsbrief_1.htm