Föllim

Wappen Karte
Wappen-foellim1.jpg Map at föllim.png
Basisdaten
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Mistelbach (Weinviertel) (MI)
Fläche: 4,29 km²
Einwohner: 169 (Volkszählung 2001)
Höhe: 278 m ü. A.
Postleitzahl: 2141
Geografische Lage: 48° 40′ N, 16° 34′ O48.66666666666716.566666666667278Koordinaten: 48° 40′ N, 16° 34′ O
Gemeindekennziffer: 31644
Ortschaftskennziffer: 5100
Kfz-Kennzeichen: MI
Website: www.foellim.at

Föllim ist ein Ort im nordöstlichen Weinviertel in Niederösterreich.

Inhaltsverzeichnis

Allgemeines

Föllim liegt am südwestlichen Abhang der Falkensteiner Berge, in einer Seehöhe von 278 m und ist eine Katastralgemeinde der Stadtgemeinde Poysdorf. Es gehört zum politischen Bezirk Mistelbach. Die Fläche beträgt 4,29 km², wobei 6,54 ha Weinbaufläche sind. In Föllim stehen ca. 94 Häuser.

Lage

Föllim liegt etwa 7 km von der Hauptgemeinde Poysdorf entfernt. Damit zählt es zu den typischen Dörfern in ländlichem Raum ohne Nahversorgung.

Geschichte

Die erste urkundliche Erwähnung findet am 8. Dezember 1254 statt. Föllim wird dabei als Velben bei Steutz bezeichnet und dem Kloster Heiligenkreuz geschenkt. Der Name Föllim kommt wahrscheinlich von Velve, das heißt Felberbaum-Weidenbaum. Bis 1872 gehört Föllim zu Ameis. Danach wird der Ort eine eigene Gemeinde. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde die Burg Föllim mit dem dazugehörigen Grundbesitz an den Schmiedemeister Horak verkauft.

Föllim wird 1929 an das Stromnetz angeschlossen und eine Milchgenossenschaft wird gegründet. 1951 folgt der Anschluss des Ortes an das Fernsprechnetz. Am 1. Jänner 1971 erfolgt die Eingemeindung von Föllim zur Stadtgemeinde Poysdorf. Erst 1977 wird eine öffentliche Wasserversorgung einschließlich Hochbehälter (250 m³) errichtet.

Am 12. Juli 1998 wird das neu errichtete Feuerwehrhaus und Dorfzentrum nach einer Bauzeit von 1 1/2 Jahren eröffnet. Die feierliche Einweihung wird anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Freiwilligen Feuerwehr Föllim vorgenommen. Der aus wissenschaftlichen Gründen bedeutende Trockenrasen am Kranawettberg wird im Jahr 2000 zum Naturdenkmal erklärt.

Wirtschaft und Verkehr

Wirtschaft

Die Haupterwerbszweige von Föllim sind Weinbau, Landwirtschaft und Viehzucht.

Verkehr

Vorrangiges Verkehrsmittel ist der Pkw. Das Dorf ist aber auch an das Öffentliche Verkehrsnetz angeschlossen, ein Bus fährt dreimal täglich.

Sehenswürdigkeiten

Wallfahrtskirche Föllim

Die im Jahre 1900 verkaufte Burg ist mittlerweile bis auf einen kleinen Turm zerfallen.

Kurioses

Aufgrund der abgeschiedenen Lage und der geringen Größe des Dorfes nennt man die Bewohner auch "Weltachsenschmierer". Im örtlichen Dorfzentrum hängt eine "Weltachsenschmierordnung" aus. Diese enthält unter anderem Anordnungen, welcher Weltachsenschmierer wann die Weltachse zu schmieren hat. Bei Krankheit ist für gleichwertigen Ersatz zu sorgen. (Zitat aus der Weltachsenschmierordnung)