Gantschier

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Gantschier (Dorf)
Gantschier (Österreich)
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Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Bludenz (BL), Vorarlberg
Gerichtsbezirk Montafon
Pol. Gemeinde Bartholomäberg
Ortschaft Gantschier
Koordinaten 47° 5′ 21″ N, 9° 53′ 8″ O47.0891666666679.8855555555556640Koordinaten: 47° 5′ 21″ N, 9° 53′ 8″ O
Höhe 640 m ü. A.
Einwohner d. stat. Erh. 644 (2001)
Gebäudestand 194 (2001)
Postleitzahlenf0 A-6780 Schruns 6771 St. Anton 6773 Vandansf1
Statistische Kennzeichnung
Zählbezirk/Zählsprengel Gantschier (80101 001)
Bild
Der Ort Gantschier, von Latschau aus
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM

Gantschier ist ein Dorf im Montafon in Vorarlberg, und Ortschaft von Bartholomäberg im Bezirk Bludenz.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Das Dorf liegt talauswärts nordwestlich von Schruns, im Talgrund der Ill, am Fuß des Itonskopf (2089 m ü. A.), einem Gipfel des westlichen Verwall (Itonskopfgruppe). Der Ortsmitte liegt am Schwemmkegel des Fritzenbach (Fretza).

Zur Ortschaft gehört auch Außerböden talauswärts, die Häuser gegenüber Innervens und Daleu, und die Siedlung Kaltenbrunnen gegen Schruns taleinwärts, die schon zum Großteil auf Schrunser Gebiet liegt.

Im Nordwesten des Dorfs liegt der Baggersee Roter Stein (nach der Form Hosensee genannt 47.0937199.875833)[1], der für die Absenkung des Grundwasserspiegels angelegt wurde, und heute ein Fischrevier[2] und Badegewässer ist. Dort liegt auch die Gleichnamige Siedlung. Auf der anderen Illseite befinden sich die drei Rodundbecken, die Nachfluter des Staubecken Latschau der Illwerke.

Nachbarorte:

Außerböden Lutt Worms
Innerbach (Gem. Vandans) Nachbargemeinden Bartholomäberg

Montjola (Gem. Schruns)
Krista (Gem. Tschagguns) Schruns

Geschichte

Der Ortsname geht auf rätoromanisch cuntschier, 1380 belegt, in der Bedeutung feuchte Siedlung in der Au zurück.[3] Ursprünglich fand sich hier nur eine Streusiedlung etwas erhöht am Bergrand und wurde erst in der Nachkriegszeit, als der Fritzentobel aufwändig verbaut war, in der Ebene verbaut. Von 1949 bis 1950 erstellten die Illwerke die ersten zehn Häuser der Siedlung Kaltenbrunnen, bis 1952 weitere 15 Gebäude, wobei die Siedlung auch ein Feuerwehrhaus beinhaltet. 1958 wurde eine neue Volksschule mit Kindergarten und bis 1964 die Pfarrexpositurkirche Gantschier errichtet. 1973 folgte das Musikhaus, daneben später ein Gebäude der Funkenzunft. Neben dem Musikhaus wurde auch eine Polytechnische Schule errichtet, welche von Schülern aus mehreren Gemeinden des Tales genutzt wird. Heute umfasst der Ort über 150 Gebäude.[3]

Literatur

  •  Zita Bernardi: Entwicklung der Geschichte Gantschiers. Die Entwicklung von einer bäuerlichen Siedlung zum Industrie- und Fremdenverkehrsort. 1978 (pdf, tk-gantschier.at).

Weblinks

 Commons: Gantschier – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Foto zum Hosensee, woss.at, abgerufen 4. Mai 2009
  2. Roter Stein, Illwerke Sportfischereiverein, illwerkefischer.at
  3. a b Lit.  Bernardi: 1978, S. 1.