Geheimnissäulen auf dem Weg nach Maria Plain

Die Geheimnissäulen auf dem Weg nach Maria Plain sind eine Reihe von insgesamt 16 Bildstöcken, die beginnend in der österreichischen Stadt Salzburg auf den nördlich davon befindlichen, im Gemeindegebiet von Bergheim liegenden Plainberg führen. Sie wurden im Jahr 1705 von einem unbekannt gebliebenen Stifter angelegt und bilden einen ohne bestimmten Namen gekennzeichneten, rund vier Kilometer langen Wallfahrtsweg zur Kirche Maria Plain. Die Steinsäulen I bis XV sind mit Ölbildern versehen, welche die 15 Rosenkranzgeheimnisse darstellen; den Abschluss der Reihe bildet eine Votivsäule mit der Entstehungsgeschichte. Die Geheimnissäulen waren im Laufe der Zeit kaum gepflegt worden, die Bilder waren zum Teil verschwunden oder dem Verfall nahe gekommen. Private Rettungsaktionen zu Beginn des 20. Jahrhunderts und in den 1980er Jahren konnten die Säulenreihe vom Untergang bewahren.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts wurden auf dem Plainberg, ausgelöst durch einen immer stärker werdenden Wallfahrtsverkehr zum 1652 aufgestellten Gnadenbild Maria Plain, eine Wallfahrtsbasilika und ein Kalvarienberg angelegt. Maria Plain wurde in der Folge zu einem im gesamten deutschsprachigen Raum bekannten Wallfahrtsort.

Zu Beginn des 18. Jahrhunderts war die österreichische Habsburgermonarchie in den Spanischen Erbfolgekrieg verstrickt, im Zuge dessen 1704 im angrenzenden Bayern mit der Taktik der „Verbrannten Erde“ hunderte Ortschaften geplündert und verbrannt wurden. Man befürchtete, dass auch Salzburg und sein Umland davon nicht verschont bleiben würde. Aufgrund der kriegerischen Umstände, besonders durch den Sieg der Österreicher und seiner Verbündeten bei der Schlacht von Höchstädt an der Donau am 13. August 1704 wurde dieses Schicksal aber von der Gegend abgewendet.

Als Dank für diese Fügung stiftete ein bewusst unbekannt bleiben wollender, gottesfürchtiger Salzburger, vermutlich ein Kaufmann, im darauf folgenden Jahr 1705 aufgrund eines Gelübdes eine Reihe von 15 Bildstöcken aus Stein, versehen mit Ölbildern, die als Motiv die 15 Rosenkranzgeheimnisse tragen. Die Säulen werden daher auch als „Geheimnissäulen“ bezeichnet. Den Abschluss der Reihe bildet eine 16. Steinsäule, die als Votivsäule ein Marienbild sowie einen Text zur Entstehungsgeschichte und den Votivspruch des Erbauers trägt. Zu jener Zeit war es nicht unüblich, aus religiösen Motiven und zum Dank gerade auch auf Pilgerwegen einen Bildstock anlegen zu lassen, zumal solche nicht nur der Andacht dienten, sondern mit ihren darin befindlichen Kerzen oder Öllichtern auch in der Nacht den Weg wiesen.

Die Motivation des Stifters ist aber nicht nur in der glücklichen Abwendung von Kriegshandlungen zu sehen, sondern auch in seiner Frömmigkeit. Er hatte nach seinen Angaben als unmoralisch lebender Mensch am 26. Dezember 1686 eine Lichterscheinung, die ihn zum Glauben bekehrte. Welcher Natur diese Erscheinung gewesen sein könnte, ist nicht geklärt. Man vermutet, dass es sich dabei um ein in Salzburg selten zu sehendes Nordlicht handelte oder um das Erscheinen des Halleyschen Kometen. Letzteres jedoch stimmt nicht mit den Berechnungen der Kometenlaufbahn überein, sodass heute angenommen wird, dass der Unbekannte irrtümlich ein falsches Datum angegeben hat.

Der Erbauer hatte außerdem der Stadt Salzburg Geld hinterlassen, damit die Säulen auch nach seinem Tod gepflegt würden. Im Laufe der Zeit aber wurden diese zunehmend schadhaft. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren zwar die Säulen selbst noch gut erhalten geblieben, die Bilder aber, die auf Blech gemalt waren, befanden sich in äußerst schlechtem Zustand. Philipp Strasser, ein Salzburger Bürger und Bestattungsunternehmer, nahm 1906 eine Spendenaktion zur Erneuerung der Gemälde in Angriff, die aber letztlich nicht zustande kam. Er beschloss daraufhin, eigene Mittel dafür aufzuwenden. In den folgenden Jahren wurden sukzessive bis 1914 die Bilder vom Historienmaler Josef Gold im Stile der Nazarener neu geschaffen.

In den folgenden Jahrzehnten waren aber weiterhin Verfallserscheinungen zu verzeichnen. Wiederum verrosteten die Bilder oder bleichten aus und die Säulen kamen zusehends herunter. Drei Bildstöcke waren im Zuge von Bauarbeiten nach 1945 überhaupt verschwunden. Bereits 1932 sollte von der Stadt Salzburg eine Säule restauriert werden, was jedoch aus Kostengründen (Kostenvoranschlag: das Zweifache eines Beamten-Monatsgehalts) abgelehnt wurde. In den siebziger und achtziger Jahren hatten Schreiben an die Salzburger Bürgermeister Heinrich Salfenauer und Josef Reschen zur Folge, dass der Bildhauer Conrad Dorn mit einem Gutachten zur Restaurierung der Geheimnissäulen betraut wurde. Tatsächliche Aktionen kamen aber nicht zustande, zumal man annahm, dass sich die Restaurierung für die Stadtgemeinde als problematisch erweisen würde, da ein Teil der Bildstöcke sich auf Privatgrund befindet.

Medizinalrat Herbert Dorn konnte in den 1980er Jahren einige Maßnahmen von privater Seite zur Restaurierung einzelner Säulen in Gang setzen; den endgültigen Erfolg aber erlangte er, indem es gelang, ortsansässige wirtschaftliche Unternehmen und die regionale Presse für die Sache zu interessieren. Eine öffentliche Spendenaktion, die „Aktion zur Rettung der Bildsäulen Maria Plain“, kam so zustande und brachte in der Folge die benötigten Mittel ein. Damit wurden die anfallenden Restaurations- und Wiedererrichtungsarbeiten an all denjenigen Säulen ermöglicht, die sich auf dem Gemeindegebiet der Stadt Salzburg befinden. Die drei fehlenden Steinsäulen wurden ersetzt und an neuen Orten aufgestellt und die Bilder wurden vom Maler Ady Fuchs renoviert oder stilistisch im Einklang mit den Säulen aus dem Barock neu gestaltet.

Die auf dem Gemeindegebiet von Bergheim befindlichen fünf Säulen wurden 1986 mit Glasmosaiken von einem Benediktiner-Pater Roman versehen. Die effektvollen, aber mit den barocken Säulen nicht harmonisierenden Mosaiken waren umstritten und wurden letztlich im Februar 2009 durch die originalen Öltafeln, die ebenfalls von Ady Fuchs schon zuvor gleichzeitig mit den anderen restauriert worden waren, wieder ersetzt.

Heute befindet sich vor dem Superioratwsgebäude neben der Wallfahrtskirche Maria Plain ein modern gestalteter, den Geheimnissäulen nachempfundener und mit mehreren Mosaiken versehener Bildstock.

Die Bildstöcke

Geheimnissäulen I bis XV

Die Säulen sind aus Konglomeratstein (Nagelfluh) vom Salzburger Rainberg gefertigt. Jede besitzt einen tabernakelartigen Kasten, in dem sich das jeweilige Bild befindet. In der Österreichischen Kunsttopographie von 1916 werden die „Tabernakelsäulen“ beschrieben als „über Würfelsockel prismatische Pfeiler mit vier Horizontalfugen, darauf über Gesims Rechtecktabernakel, verdacht mit Wellenbogengiebel“.[1] Auf diesen Giebeln ist bei fast allen Säulen ein Metallschild angebracht mit der Aufschrift „Gelobt sei Jesus Christus in Ewigkeit. Amen“. Auf einigen Bildstöcken befindet sich zudem auf dem Säulenschaft ein kleines Schild mit der in römischen Ziffern dargestellten Nummer der Säule in der Reihenfolge des Wegs.

Die in den Kästen befindlichen Ölbilder sind auf Metalltafeln gemalt. Diejenigen der Bildstöcke I–V zeigen den Freudenreichen Rosenkranz, die in den Säulen VI–X den Schmerzhaften Rosenkranz; die Bilder mit den Nummern XI–XV, die sich alle auf Bergheimer Gebiet befinden, haben den Glorreichen Rosenkranz zum Motiv.

Bildstock Standort Bildmotiv Stelle im Rosenkranz Bauliche Anmerkung[2] Bild
I Elisabethstraße 1
(Salzburg-Elisabeth-Vorstadt)
47° 48′ 36″ N, 13° 2′ 30″ O47.80986111111113.041694444444
Mariä Verkündigung „Den Du, o Jungfrau, vom Heiligen Geist empfangen hast“ ursprünglich auf der „Hirschenwiese“ frei stehend, im Zuge der Verbauung um die Wende zum 20. Jahrhundert in die Hausfassade integriert, Bild restauriert Geheimnissäule I.jpg
II Elisabethstraße 7
(Salzburg-Elisabeth-Vorstadt)
47° 48′ 41″ N, 13° 2′ 30″ O47.81144444444413.04175
Mariä Heimsuchung „Den Du, o Jungfrau, zu Elisabeth getragen hast“ Säule und Bild restauriert Geheimnissäule II.jpg
III Elisabethstraße 21
(Salzburg-Elisabeth-Vorstadt)
47° 48′ 47″ N, 13° 2′ 31″ O47.81294444444413.042055555556
Christi Geburt „Den du, o Jungfrau, zu Bethlehem geboren hast“ bei Bauarbeiten bereits mit dem Bauschutt abtransportiert, aber original wieder errichtet; Bild neu gestaltet Geheimnissäule III.jpg
IV Plainstraße 38–40
(Standort entspricht Kreuzung Elisabethstraße – Jahnstraße,
Salzburg-Elisabeth-Vorstadt)
47° 48′ 51″ N, 13° 2′ 31″ O47.81427777777813.041944444444
Jesu Opferung im Tempel „Den Du, o Jungfrau, im Tempel aufgeopfert hast“ Säule aufgrund von Neubauten verschwunden und auf dem stadteigenen Gelände der Plainschule neu wiedererrichtet; das restaurierte Bild von Bildstock V hier eingesetzt Bildstock IV.JPG
V Julius-Haagn-Straße 32
(Salzburg-Elisabeth-Vorstadt)
47° 48′ 58″ N, 13° 2′ 30″ O47.81602777777813.041722222222
Auffindung des zwölfjährigen Jesus im Tempel „Den Du, o Jungfrau, im Tempel wiedergefunden hast“ Säule und Bild neu gestaltet Geheimnissäule V.JPG
VI Plainstraße 115
(Salzburg-Itzling)
47° 49′ 14″ N, 13° 2′ 22″ O47.82047222222213.039555555556
Todesangst Jesu auf dem Ölberg „Der für uns Blut geschwitzt hat“ Säule in die Hausfassade eingemauert; Bild restauriert Geheimnissäule VI.JPG
VII Kreuzung Plainstraße – Erzherzog-Eugen-Straße
(Salzburg-Itzling)
47° 49′ 8″ N, 13° 2′ 27″ O47.81883333333313.040944444444
Geißelung Jesu „Der für uns gegeißelt worden ist“ Säule neu errichtet; Bild neu gestaltet Geheimnissäule VII.jpg
VIII Schillerstraße 35
(Salzburg-Itzling)
47° 49′ 25″ N, 13° 2′ 20″ O47.82361666666713.03885
Dornenkrönung Jesu „Der für uns mit Dornen gekrönt worden ist“ Säule neu errichtet, Bild dem nicht mehr restaurierbaren Original nachempfunden Geheimnissäule VIII - Bild.jpg
IX Albert-Schweiger-Straße 1 (Plainbrücke,
Salzburg-Itzling)
47° 49′ 40″ N, 13° 2′ 15″ O47.82786111111113.037575
Kreuztragung Jesu „Der für uns das schwere Kreuz getragen hat“ Säule und Bild restauriert Bildstock Albert-Schweiger-Strasse Itzling.JPG
X Plainbergweg 7–9
(Salzburg-Itzling)
47° 49′ 42″ N, 13° 2′ 19″ O47.8282513.038722222222
Kreuzigung Jesu „Der für uns gekreuzigt worden ist“ Säule restauriert, Bild renoviert und dem Original nachempfunden Geheimnissäule X a .jpg
XI Plainbergweg 19
(Bergheim-Kemating)
47° 49′ 52″ N, 13° 2′ 24″ O47.83119444444413.039944444444
Auferstehung Christi „Der von den Toten auferstanden ist“ Bild renoviert Geheimnissäule XI.JPG
XII Plainbergweg 20
(Bergheim-Kemating)
47° 49′ 56″ N, 13° 2′ 24″ O47.83213888888913.039944444444
Himmelfahrt Christi „Der in den Himmel aufgefahren ist“ Säule und Bild renoviert Geheimnissäule XII.JPG
XIII Plainbergweg 27
(Bergheim-Kemating)
47° 49′ 59″ N, 13° 2′ 24″ O47.83305555555613.039888888889
Sendung des Heiligen Geistes „Der uns den Heiligen Geist gesendet hat“ Bild renoviert Geheimnissäule XIII.JPG
XIV Plainbergweg 27
(Bergheim–Kemating)
47° 50′ 1″ N, 13° 2′ 23″ O47.83363888888913.039722222222
Aufnahme Marias in den Himmel „Der Dich, o Jungfrau, in den Himmel aufgenommen hat“ Bild renoviert Geheimnissäule XIV.JPG
XV Plainbergweg, beim Ghf. Plainlinde
(Bergheim-Maria Plain)
47° 50′ 7″ N, 13° 2′ 28″ O47.83536111111113.041166666667
Krönung Marias „Der Dich, o Jungfrau, im Himmel gekrönt hat“ Bild renoviert Geheimnissäule XV.JPG
Weitere Bildstöcke

Zwischen den Säulen V und VI befindet sich der Bildstock „Maria Trost zu Plain“. Er ist anders gestaltet als die übrigen und ist auch älteren Datums. Vermutlich stammt er aus dem Ende des 16. Jahrhunderts. Es wird angenommen, dass er bewusst in das Ensemble der 15 Geheimnissäulen eingebunden wurde.

Das Ende des Wallfahrtswegs bildet eine ebenfalls aus demselben Stein wie die 15 Geheimnissäulen gefertigte Votivsäule. Die Österreichische Kunsttopographie (1916) beschreibt sie als „eine größere Bildstocksäule aus Konglomerat: Auf würfelförmigem Postament ein mannshoher prismatischer Pfeiler mit profiliertem Basis- und Kapitälgesimse, darauf ein rundbogig geschlossenes Tabernakel mit dem modern erneuerten Bildnis der Mutter Gottes von Maria Plain“.[1] Auf ihr befinden sich neben dem Marienbild die Geschichte zur Entstehung des Wallfahrtswegs und der Votivspruch des Stifters: Mariae Sanctae Dei Genitrici Honor („Ehre sei der heiligen Maria, Mutter Gottes!“) sowie die schriftliche Kennzeichnung, dass die Säulenreihe aus einem Gelübde heraus entstanden ist („Ex Voto“). Die Säule bildet den Anschluss des Pilgerwegs an die vier Kapellen des 1686 bis 1692 errichteten Maria Plainer Kalvarienbergs.

Vor dem Superioratsgebäude, das sich unmittelbar neben der Maria Plain-Basilika befindet, steht ein modern gestalteter, den Geheimnissäulen nachempfundener Bildstock mit Glasmosaiken.

Bildstock Standort Bildmotiv Bauliche Anmerkung Bild
„Maria Trost zu Plain“ Plainstraße 83
47° 49′ 4″ N, 13° 2′ 27″ O47.817913.0407
Maria Trost, Abbild des Gnadenbildes Maria Plain auf dem früheren „Bayrischen Platzl“ befindlich, dem Ort der Auslieferung von den zum Tode verurteilten Personen, die auf Salzburger Gebiet geflüchtet waren, an Gesandte des bayrischen Herzogs Bildstock Plainstraße.JPG
Votivsäule Plainbergweg, schräg gegenüber der ersten Kalvarienberg-Kapelle
47° 50′ 13″ N, 13° 2′ 31″ O47.83681666666713.04185
Maria Trost, Abbild des Gnadenbildes Maria Plain Säule und Bild renoviert Votivsäule.JPG
neuer Bildstock vor dem Superioriatsgebäude
47° 50′ 19″ N, 13° 2′ 21″ O47.83869444444413.039222222222
Maria mit Jesuskind u. a. Bildstock vor Maria Plain 2.jpg

Die auf Salzburger Stadtgebiet befindlichen Bildstöcke sind heute mitsamt den drei wiedererrichteten Säulen im Eigentum der Stadt Salzburg. Sie stehen seit 1987 unter Denkmalschutz[3], der Bergheimer Teil der Säulenreihe ist mit dem geschützten Objekt Gesamtanlage Maria Plain (128442f1) erfasst.

Wallfahrtsweg

Bildstock bei Rudolf-Biebl-Straße 1, im Verlauf einer vermutlichen Verlängerung des Pilgerwegs von Wals-Siezenheim kommend

Der Weg mit den Geheimnissäulen beginnt im heutigen Stadtteil Elisabeth-Vorstadt und folgte ursprünglich einem alten Weg aus der Stadt Salzburg nach Norden, der durch das damals noch ländliche Itzling führte, einen ebenfalls heutigen Stadtteil von Salzburg. Dieser Weg fungierte bereits seit Beginn des Wallfahrtsinteresses nach Maria Plain als örtlicher Pilgerpfad dorthin. Innerhalb des Salzburger Stadtgebiets verläuft der Weg der Geheimnissäulen heute nur mehr teilweise einen durchgehenden Straßenverlauf. Ab Bildstock IX (Plainbrücke) entspricht der Pfad dem früheren und heute noch üblichen Weg auf den Plainberg. Der Pilgerweg setzt sich nach der abschließenden Votivsäule im Grunde in der Kalvarienberg-Anlage fort und endet damit bei der Wallfahrtskirche selbst.

Der Weg entlang der Bildstöcke wird in Anlehnung an die Rosenkranzgeheimnisse gelegentlich als „Rosenkranzweg“ bezeichnet. Die in Hinblick auf den Leidensweg Christi auch anzutreffende Benennung als „Kreuzweg“ ist als falsch einzustufen.

Einige andere, den Geheimnissäulen ähnliche Bildsäulen führen aus der geografisch entgegengesetzten Richtung, nämlich aus der heutigen Gemeinde Wals-Siezenheim, an den Beginn des Wegs in der Elisabeth-Vorstadt. Es wird daher angenommen, dass es sich dabei insgesamt um den Verlauf eines früheren Wallfahrtswegs handelt.

Entlang des Wegs ab Bildstock I führt für Geocaching-Interessierte ein sogenannter Multi-Cache.

Literatur

  • Herbert Dorn: Geheimnissäulen auf dem Weg nach Maria Plain. Eine Dokumentation über die Aktion zur Rettung der Bildsäulen, Eigenverlag, Salzburg 1990 (Broschüre ohne ISBN)
  • Peter Putzer: Die Bildsäulen auf dem Weg nach Maria Plain. In: Gemeinde Bergheim (Hrsg.): Bergheim. Geschichte und Gegenwart, Eigenverlag, Bergheim 2009 (ohne ISBN)
  • Philipp Strasser: Die Geheimnissäulen auf dem Weg nach Maria Plain. In: Rupertikalender 1915, Verlag St. Peter, Salzburg 1915, S. 69–70

Weblinks

Einzelnachweise

  1. a b Österreichische Kunsttopographie, hrsg. v. Kunsthistorischen Institute der k. k. Zentral-Kommission für Denkmalpflege, Band XI, III.  Teil: Gerichtsbezirk Salzburg, Kunstverlag Anton Schroll, Wien 1916, S. 379, online auf archive.org (unredigiertes Transkript eines Scans), abgerufen am 6. März 2012
  2. Angaben lt. Dorn 1990
  3. Putzer 2009
Georeferenzierung Karte mit allen Koordinaten: OSM, Google oder Bing