Heinz Anton Marolt

Heinz Anton Marolt (* 19. Mai 1958 in Klagenfurt) ist ein österreichischer Hotelier und ehemaliger Politiker (FPÖ). Marolt war von 1998 bis 1999 Abgeordneter zum Österreichischen Nationalrat.

Inhaltsverzeichnis

Ausbildung, Beruf und Familie

Marolt besuchte von 1964 bis 1968 die Volksschule in Sankt Kanzian am Klopeiner See und im Anschluss bis 1973 die Hauptschule in Völkermarkt. Er wechselte 1973 an die Hotelfachschule Villach und erlernte zwischen 1974 bis 1977 den Beruf des Kochs, wobei er die Gastgewerbeschule in Oberwollanig bei Villach absolvierte. 1977 bis 1978 leistete er den Präsenzdienst ab. Marolt leitete das Hotel Marolt-Kärnten von 1978 bis 1992 als Hoteldirektor und ist seit 1993 selbständiger Hotelier. Er leitet das Hotel Marolt am Klopeiner See. Seine Tochter ist das Model Larissa Marolt.

Politik

Marolt war von 1991 bis 1997 sowie von 1997 bis 1999 Gemeinderat in St. Kanzian. Er gehörte von 1991 bis 1999 dem Gemeindevorstand an und wirkte zwischen 1990 und 1999 als Ortsparteiobmann der FPÖ. Zwischen 1991 und 1995 hatte er das Amt des Bezirksparteiobmann-Stellvertreters der FPÖ Völkermarkt inne und übte von 1990 bis 1995 das Amt des Vorsitzenden des Landes-Fremdenverkehrsbeirates von Kärnten aus. Marolt war zudem von 1993 bis 1997 Obmann des Landes-Kommunalreferates der FPÖ Kärnten und ab 1991 Mitglied der Kammer der gewerblichen Wirtschaft für Kärnten.

Marolt vertrat die FPÖ ab dem 15. Juni 1998 im Nationalrat und war Tourismussprecher der FPÖ. Ab dem 19. August 1999 war Marolt ohne Klubzugehörigkeit, da er als Kärntner Spitzenkandidat der Liste Richard Lugner bei der Nationalratswahl 1999 kandidierte. Als Grund für seinen Wechsel nannte Marolt die Suche nach einer neuen Herausforderung und die wirtschaftliche Kompetenz von Richard Lugner. Die FPÖ hatte verlautbart Marolt nicht als Kandidaten aufgestellt zu haben, weil dieser seine Vermögensverhältnisse nicht offen gelegt habe. Marolt bestritt dies.[1] Nach dem erfolglosen Antreten der Liste Richard Lugner schied Marolt am 28. Oktober 1999 aus dem Nationalrat aus. Zuvor war er im September 1999 zum Stellvertretenden Vorsitzenden von Lugners Partei „Die Unabhängigen“ gewählt worden.[2] Marolt kandidierte bei der Gemeinderatswahl 2003 in Sankt Kanzian mit einer Bürgerliste, die jedoch knapp ein Mandat für den Einzug in den Gemeinderat verfehlte.[3]

Hypo Alpe Adria Skandal

1992 übernahm H.A. Marolt das familieneigene Hotel und begenn sofort mit der Generalsanierung, kaufte ein Grundstück mit 8000m2 am Klopeiner See zu und erweiterte die Hotelanlage mit umfangreichen Investitionen. Heinz Anton Marolt zog 1998 für die FPÖ in den Nationalrat ein. Im Jahr 1997 war der Einzelunternehmer Marolt mit 9,23 Millionen Euro Verbindlichkeiten alleine bei der Hypo Alpe Adria laut einem Gutachten des Kärntner Anwaltes Johann Quendler derart überschuldet dass "mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Zahlungsunfähigkeit vorliegt, somit der allgemeine Konkursgrund der Zahlungsunfähigkeit (...) gegeben ist." Es wurde allerdings kein Konkursantrag gestellt. Die Schulden wurden vom Ex Bank Chef Wolfgang Kulterer abgesegnet komplett erlassen. Gegen den in Untersuchungshaft befindlichen Kulterer wird in dieser Sache wegen Untreue ermittelt. Eine allfällige Verjährung der Causa sei durch ähnlich gelagerte Verdachtsmomente jedenfalls durchbrochen.

Einzelnachweise

  1. Wirtschaftsblatt: FP-Marolt kandidiert in Kärnten für Lugner, 17. August 1999
  2. Oberösterreichische Nachrichten: Lugner zum DU-Chef gekürt, 20. September 1999
  3. Kleine Zeitung: Wahl ist nichts fürs Gericht, 9. Jänner 2004
  • Vorlage:Http://www.news.at/a/hypo-geschenke-politiker-marolt-30-mio-schilling-278154
  • Vorlage:Http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/wirtschaft/hypo/2489517/neuer-wirbel-causa-hypo.story
  • Vorlage:Http://www.hotel-marolt.at/ueberuns/betriebs familiengeschichte.html

Weblinks