Österreichischer Schilling

Schilling
Wertseite einer 1-Schilling-Münze Bildseite mit Edelweiß
Staat: Österreich
Unterteilung: 100 Groschen
ISO-4217-Code: ATS
Abkürzung: S, öS
Wechselkurs:
(fix)

1 EUR = 13,7603 ATS
1 ATS = 0,0726728 EUR

Der Schilling war von 1925 bis zur Einführung des Euro am 1. Jänner 1999 die Währung und anschließend noch bis zum 28. Februar 2002 gesetzliches Zahlungsmittel der Republik Österreich. Nach dem Anschluss Österreichs ans Deutsche Reich galt von 1938 bis 1945 die Reichsmark als Währung.

Der Schilling wurde in 100 Groschen unterteilt.

Inhaltsverzeichnis

Einführung und Erste Republik bis 1938

Der Schilling, mit dem Schilling-Rechnungsgesetz vom 20. Dezember 1924 beschlossen und am 1. März 1925 eingeführt, ersetzte die durch Inflation in Folge des Ersten Weltkriegs entwertete Währung der k.u.k. Monarchie, die Krone. Ende 1922 wurde der Bundesregierung Seipel I in den Genfer Protokollen von Staaten des Völkerbundes eine Anleihe von 650 Millionen Goldkronen gewährt. Österreich musste sich im Gegenzug zur Stilllegung der Notenpresse verpflichten und der finanziellen Kontrolle des Völkerbundes unterwerfen.

Am 14. November 1922 wurde die Österreichische Nationalbank gegründet (sie löste die in Liquidation befindliche „Österreichisch-ungarische Bank, österreichische Geschäftsführung“ ab), deren wichtigste Aufgabe die Sicherung der Stabilität der Währung war. Per Gesetz wurde dann der Wert des Schillings auf 10.000 (Papier-)Kronen festgelegt.

Fünf Tage nach dem Anschluss an das Deutsche Reich, am 17. März 1938, wurde der Schilling durch die Reichsmark ersetzt. Die Österreichische Nationalbank verlor am 25. April das Notenprivileg.[1]

Am 30. November 1945 erhielt der Schilling wieder seine Gültigkeit, die bis 28. Februar 2002 galt. Die Untereinheit ist der Groschen, ein Schilling entspricht 100 Groschen. Ursprünglich war statt des Groschens der Stüber geplant. Dies ist insofern interessant, als es sich bei Schilling und Groschen historisch um die gleiche Einheit handelt (12 Pfennig/Pence).

Münzen

Es gab in der Ersten Republik Münzen zu 1, 2, 5, 10, 50 Groschen und ½, 1, 2, 5 Schilling und Banknoten zu 5, 10, 20, 100 und 1000 Schilling. 1926 erfolgte die Ausgabe von Goldmünzen im Wert von 25 und 100 Schilling. Bereits kurz nach der Einführung war der Schilling eine relativ stabile Währung, weshalb er bald auch als Alpendollar bezeichnet wurde.

Übersicht der Umlaufmünzen der Ersten Republik von 1925 bis 1938[2][3]
Nennwert Bild Material Gewicht Durchmesser Erstausgabe
1 Groschen
1 Groschen Vorderseite
1 Groschen Rückseite
95 % Cu
4 % Sn
1 % Zn
1,6 g 17 mm 1. März 1925
2 Groschen
2 Groschen Vorderseite
2 Groschen Rückseite
95 % Cu
4 % Sn
1 % Zn
3,3 g 19 mm 1. März 1925
5 Groschen
5 Groschen Vorderseite
5 Groschen Rückseite
75 % Cu
25 % Ni
3,0 g 17 mm 21. Jänner 1931
10 Groschen
10 Groschen Vorderseite
10 Groschen Rückseite
75 % Cu
25 % Ni
4,5 g 22 mm 1925
½ Schilling
½ Schilling Vorderseite
½ Schilling Rückseite
64 % Ag
36 % Cu
3,0 g 19 mm 19. September 1925
50 Groschen
50 Groschen 1934 Vorderseite
50 Groschen 1934 Rückseite
75 % Cu
25 % Ni
5,5 g 24 mm 1. August 1934
50 Groschen 1935 Vorderseite
50 Groschen 1935 Rückseite
75 % Cu
25 % Ni
5,5 g 24 mm 21. Jänner 1935
1 Schilling
1 Schilling 1924 Vorderseite
1 Schilling 1924 Rückseite
80 % Ag
20 % Cu
7,0 g 26 mm 16. Juni 1924
1 Schilling 1925 Vorderseite
1 Schilling 1925 Rückseite
64 % Ag
36 % Cu
6g 25 mm 1. Juli 1925
1 Schilling 1934 Vorderseite
1 Schilling 1934 Rückseite
75 % Cu
25 % Ni
7 g 26 mm 1. August 1934
2 Schilling
2 Schilling 1937 Vorderseite
2 Schilling 1937 Rückseite
64 % Ag
36 % Cu
12,0 g 29 mm 1937
5 Schilling
5 Schilling Vorderseite
5 Schilling Rückseite
83,5 % Ag
16,5 % Cu
15,0 g 31 mm 1. August 1934
25 Schilling
25 Schilling Vorderseite
90 % Au
10 % Cu
5,9 g 21 mm 1926
100 Schilling 90 % Au
10 % Cu
23,5 g 33 mm 1926

Intermezzo Reichsmark

100 Schilling (Entwurf)
20 Reichsmark 1939

Nach dem Anschluss Österreichs an das Dritte Reich wurde der Schilling am 15. Mai 1938[4] mit einem Umtauschwert von 1 RM = 1,50 Schilling durch die Reichsmark abgelöst. Alle Goldbestände wurden von der Reichsbank requiriert und die Österreichische Nationalbank in ihrer Funktion aufgelöst. Nach Ansicht der Österreichischen Nationalbank[5] war dieser Umtauschkurs für eine österreichische Zustimmung zum Anschluss günstig festgelegt worden.

Der Entwurf eines 100-Schilling-Scheins von 1936 fand sich in der 20-Reichsmark-Note 1939 wieder.

Zweite Republik

alliierter Militärschilling
Russenmark

Nach dem alliierten Einmarsch in Österreich im Mai 1945 strebten die alliierten Besatzungsmächte umgehend einen Ersatz der Reichsmark durch die frühere Schilling-Währung an.[6] Anders als in Italien oder Deutschland musste die Landeswährung durch die „Allied Military Currency“ (Alliierter Militärschilling, Druck 1944 in USA[7][8]) nicht unterstützt, sondern vollständig zum Wechselkurs 1:1 verdrängt werden. Lediglich in der sowjetischen Besatzungszone wurde „Reichsmark“-Besatzungsgeld emittiert.

Bereits am 28. Juni 1945 konnten neue, von den Alliierten gedruckte Schilling-Briefmarken ausgegeben werden.[9] Das „Schillinggesetz“ vom 30. November 1945 regelte dann den Rücktausch restlicher Reichsmarkbestände zum Jahresende (max. 150 RM pro Kopf), von der Österreichischen Nationalbank konnten alte Schilling-Druckplatten der letzten Vorkriegsserie für die Banknotenproduktion reaktiviert werden.[10]

Münzen

Münzen gab es zu 1, 2, 5, 10, 20 (zeitweise) und 50 Groschen sowie zu 1, bis 1957 auch zu 2 Schilling, mit zunehmender Geldentwertung später auch zu 5, 10, 20, 25, 50, 100, 200, 500 und 1000 Schilling. Die höheren Werte waren vorrangig Sammlerstücke. Die Zwanzigschillingmünze wurde in den 1980er Jahren zusätzlich zur Banknote speziell für Verkaufsautomaten eingeführt, von der Bevölkerung aber kaum angenommen. Daher wurden Automaten kaum dafür eingerichtet und nach der Euroumstellung war der Ruf nach einer Zwei-Euro-Banknote sehr laut.

Schillingmünzen

Die Einschillingmünze wurde nach dem Krieg aus Aluminium hergestellt, es gab bis 1957 auch eine etwas größere Zweischillingmünze aus Aluminium. Ab 1959 wurde der Schilling aus Aluminiumbronze hergestellt, sein Abbild wurde der Körper des Sparefrohs, einer Werbefigur der Sparkassen. Die Zehnschillingmünze löste in den 1960er Jahren die gleichwertige Banknote ab. Sie wurde ursprünglich aus Silber hergestellt, 1974 wurde sie – wegen des (über Nominale) gestiegenen Silberpreises – auf eine billigere Kupfernickel-Legierung, ähnlich der Fünfschillingmünze zuvor, umgestellt.

Einige der zuletzt gültigen Münzen

Groschenmünzen

Bei den Groschen waren zwar bis zur Euroumstellung die Ein-, Zwei- und Fünf-, Zehn- und Fünfzig-Groschen-Stücke gültig, waren aber infolge der Teuerung immer weniger im Umlauf. Die Eingroschenmünze wurde nur kurz um 1947 geprägt und wurde bereits in den 1960er Jahren zu einer Seltenheit. Es kam noch in den 1970er Jahren vor, dass man 1-Reichspfennig-Stücke, die wie 1 Groschen aussahen, als Wechselgeld erhielt. Die Zweigroschenmünze wurde im Handel zwar nur bis etwa 1970 verwendet, doch bis in die 1990er hauptsächlich für die Sammlersets geprägt. 2002 hatte der Aluminium-Schrottwert etwa das Nominale von 2 Groschen erreicht.

Silber- und Goldmünzen

Silbermünzen wurden im Wert von 25, 50, 100, 200 und 500 Schilling, Goldmünzen zu 500 und 1000 Schilling geprägt. Sie galten als normale Zahlungsmittel, waren aber im normalen Zahlungsverkehr nur selten anzutreffen. Viele Stücke wurden nur in besonderen Erhaltungsgraden wie Polierte Platte hergestellt und nur über dem Nennwert verkauft. Sie sind nach wie vor begehrte Sammelobjekte.

Wert

Wechselkurs zur D-Mark von 1957 bis 1999 (in Schilling pro DM)

Nach dem Zusammenbruch des Bretton-Woods-Systems 1971 wurde der Schilling an einen Korb aus mehreren Währungen gebunden. Im Juli 1976 erfolgte schließlich die alleinige Koppelung an die äußerst stabile Deutsche Mark. Diese Koppelung wurde zwar niemals offiziell verkündet, die österreichische Nationalbank führte aber sämtliche Kursbewegungen parallel zur D-Mark durch, da Deutschland – damals wie heute – der wichtigste Handelspartner Österreichs war.[11]

Abkürzungen

Die allgemein und in österreichischen Gesetzen verwendeten Abkürzungen waren S und g. Dem Ausland gegenüber wurde die Abkürzung öS verwendet. Die Abkürzung der Währung nach ISO 4217, die sich nach der Computerisierung der Banken verbreitete, lautete ATS. Handschriftlich wurde das Schilling-S häufig mit deutlichen Serifen geschrieben.

Umlaufmünzen

Übersicht, österreichische Umlaufmünzen (2. Republik) bis 28. Februar 2002[12]
Vorderseite Rückseite Nennwert Durchmesser Gewicht Material Erstausgabe ungültig ab Informationen
Austria-Coin-1947-1g-RS.jpg Austria-Coin-1947-1g-VS.jpg 1 Groschen 17 mm 1,8 g Zn 5. April 1948
Austria-Coin-1972-2g-RS.jpg Austria-Coin-1972-2g-VS.jpg 2 Groschen 18 mm 0,9 g 98,5 % Al, 1,5 % Mg 15. Juli 1950
5 ATS coin-stardado.jpg 5 ATS coin back-stardado.jpg 5 Groschen 19 mm 2,5 g Zn 17. Juni 1948
10groschen2.png 10groschen2hinten.png 10 Groschen 21 mm 3,5 g Zn 1. Juli 1947 31. Mai 1959
0 10 ATS coin.jpg 0 10 ATS coin back.jpg 20 mm 1,1 g 98,5 % Al, 1,5 % Mg 27. November 1951
Austria-coin-1954-20g-RS.jpg Austria-coin-1954-20g-VS.jpg 20 Groschen 22 mm 4,5 g 91,5 % Cu, 8,5 % Al 23. Dezember 1950 30. April 1959
Austria-Coin-1947-50g-RS.jpg Austria-Coin-1947-50g-VS.jpg 50 Groschen 22 mm 1,4 g 98,5 % Al, 1,5 % Mg 11. Dezember 1947 2. Juni 1961
0 50 ATS coin.jpg 0 50 ATS coin back.jpg 19,5 mm 3,0 g 91,5 % Cu, 8,5 % Al 1. Oktober 1959
Austria-coin-1957-1S-RS.jpg Austria-coin-1957-1S-VS.jpg 1 Schilling 25 mm 2,0 g 98,5 % Al, 1,5 % Mg 11. Dezember 1947 2. Mai 1961
1 ATS coin.jpg 1 ATS coin back.jpg 22,5 mm 4,2 g 91,5 % Cu, 8,5 % Al 1. September 1959 Entwurf des Edelweiß durch Ferdinand Welz
Austria-Coin-1947-2s-VS.jpg Austria-Coin-1947-2s-RS.jpg 2 Schilling 28 mm 2,8 g 98,5 % Al, 1,5 % Mg 11. Dezember 1947 29. Juni 1957
5schilling2.png 5schilling2hinten.png 5 Schilling 31 mm 4,0 g 98,5 % Al, 1,5 % Mg 25. Oktober 1952 15. Februar 1961
5ATS.münze.jpg Austria-coin-1991-5S-VS.jpg 23,5 mm 5,2 g 64 % Ag, 36 % Cu 2. Jänner 1961 30. September 1969 Riffelung
23,5 mm 4,8 g 75 % Cu, 25 % Ni 15. Jänner 1969 glatter Rand
Austria-coin-1980-10S-RS.jpg Austria-coin-1973-10S-VS.jpg 10 Schilling 27 mm 7,5 g 64 % Ag, 36 % Cu 1. Juli 1957 31. März 1975 Entwurf der Frau m. Goldhaube durch Ferdinand Welz - Rückseite: Bundeswappen
Austria-coin-1980-10S-VS.jpg 26 mm 6,2 g 75 % Cu, 25 % Ni 17. April 1974 Vorderseite unverändert - Rückseite: Bundesadler
Austria-coin-1980-20S-RepublikOesterreich.jpg Austria-Coin-1980-20S-RS.jpg 20 Schilling 27,7 mm 8,0 g 92 % Cu, 6 % Al, 2 % Ni 10. Dezember 1980 9 Personen, Symbol für die 9 Bundesländer
Austria-coin-1982-20S-JosefHaydn.jpg Austria-coin-1992-20S-Kärnten-RS.jpg 27. April 1982 Joseph Haydn, Burgenland
20schilling.png 15. März 1983 Burg Hochosterwitz (Kärnten)
Austria-coin-1993-20S-Niederoesterreich.jpg 20. März 1984 Schloss Grafenegg (Niederösterreich)
Austria-coin-1993-20S-200JDiözeseLinz.jpg 19. März 1985 200 Jahre Diözese Linz (Oberösterreich)
Austria-coin-1993-20S-GeorgenbergerHandfeste.jpg 30. März 1986 800 Jahre Georgenberger Handfeste (Steiermark)
Austria-coin-1993-20S-Salzburg.jpg 17. März 1987 Graf Thun Salzburg
Austria-coin-1989-20S-Tirol-VS.jpg 6. Juni 1989 Tirol
Austria-coin-1993-20S-Vorarlberg.jpg 22. Mai 1990 Martinsturm (Vorarlberg)
Austria-coin-1992-20S-FranzGrillparzer.jpg 15. Jänner 1991 Franz Grillparzer
20muenzewien.png 16. Februar 1994 800 Jahre Münze Wien
Austria-coin-1995-20S-1000JKrems-RS.jpg 2. März 1995 1000 Jahre Krems
Austria-coin-1996-20S-AntonBruckner.jpg 28. Februar 1996 Anton Bruckner
Austria-coin-1997-20S-850JStephansdom-VS.jpg 26. Februar 1997 850 Jahre Wiener Stephansdom
20pacher.png 4. März 1998 Michael Pacher
20hugo.png 4. März 1999 Hugo von Hofmannsthal
20briefmarke.png 17. Februar 2000 150 Jahre österreichische Briefmarke
20nestroy.png 14. Februar 2001 Johann Nestroy
50schilling.png 50schillinghinten.png 50 Schilling 26,5 mm 8,15 g Bimetall; Ring: 92 % Cu, 6 % Al, 2 % Ni;
Innenteil: Magnimat 7
1996 einheitliche Vorderseite,
9 verschiedene Rückseiten
50schilling.jpg 50raab.jpg 50 Schilling Sammlermünze 34 mm 20 g 90 % Ag 30. Juni 1971 80. Geburtstag von Bundeskanzler Ing. Julius Raab
50salzburg.jpg 5. Juni 1972 350 Jahre Universität Salzburg
50boku.jpg 9. Oktober 1972 100 Jahre Hochschule für Bodenkultur in Wien
50koerner.jpg 8. Oktober 1973 100. Geburtstag von Bundespräsident Dr. h. c. Theodor Körner
100schillinghinten.jpg 100 Schilling 36 mm 24 g Ag 640 8. Juli 1975

Banknoten

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Übersicht, österreichische Umlaufbanknoten (2. Republik) bis 28. Februar 2002
Nennwert Vorderseite Rückseite Motiv Vorderseite Motiv Rückseite Format Erstausgabe[13]
Interimsnoten 1945
5 Schilling 5 Schilling Erzberg  ? 11. Dezember 1947
10 Schilling 10 Schilling  ? 23. Dezember 1945
20 Schilling 20 Schilling  ? 13. Dezember 1945
50 Schilling 50 Schilling  ? 11. Dezember 1947
100 Schilling 100 Schilling  ? 13. Dezember 1945
1000 Schilling 1000 Schilling  ? 13. Dezember 1945
Serie 1950
10 Schilling 10 Schilling Vorderseite 10 Schilling Rückseite  ? 25. August 1949
20 Schilling 20 Schilling  ? 12. April 1948
100 Schilling 100 Schilling  ? 28. Jänner 1948
100 Schilling 100 Schilling  ? 3. November 1949
Serie 1950
10 Schilling 10 Schilling Spanische Hofreitschule Vorderseite 10 Schilling Spanische Hofreitschule Rückseite Spanische Hofreitschule Schloss Belvedere  ? 26. Mai 1951
20 Schilling 20 Schilling Joseph Haydn Vorderseite 20 Schilling Joseph Haydn Rückseite Joseph Haydn Kalvarienberg der Bergkirche in Eisenstadt  ? 25. September 1950
50 Schilling 50 Schilling Jakob Prandtauer Vorderseite 50 Schilling Jakob Prandtauer Rückseite Jakob Prandtauer Stift Melk  ? 25. Oktober 1952
100 Schilling 100 Schilling Franz Grillparzer Vorderseite 100 Schilling Franz Grillparzer Rückseite Franz Grillparzer Dürnstein  ? 14. Oktober 1955
500 Schilling 500 Schilling Julius Wagner-Jauregg Julius Wagner-Jauregg Universität Wien  ? 5. Dezember 1953
1000 Schilling 1000 Schilling Anton Bruckner Vorderseite 1000 Schilling Anton Bruckner Rückseite Anton Bruckner Bruckner-Orgel Stift Sankt Florian  ? 23. Jänner 1956
Serie 1956
20 Schilling 20 Schilling Carl Auer von Welsbach Vorderseite 20 Schilling Carl Auer von Welsbach Rückseite Carl Auer von Welsbach Maria Rain (Kärnten)  ? 3. Dezember 1956
50 Schilling 50 Schilling Richard Wettstein Vorderseite 50 Schilling Richard Wettstein Rückseite Richard Wettstein Burg Mauterndorf  ? 11. November 1963
100 Schilling 100 Schilling Johann Strauss Vorderseite 100 Schilling Johann Strauss Rückseite Johann Strauss Schloss Schönbrunn  ? 25. September 1961
1000 Schilling 1000 Schilling Viktor Kaplan Vorderseite Viktor Kaplan Kraftwerk Ybbs-Persenbeug  ? 5. Februar 1962
Serie 1966
20 Schilling 20 Schilling Carl von Ghega Vorderseite 20 Schilling Carl von Ghega Rückseite Carl von Ghega Semmeringbahn  ? 4. November 1968
50 Schilling 50 Schilling Ferdinand Raimund Vorderseite 50 Schilling Ferdinand Raimund Rückseite Ferdinand Raimund Burgtheater  ? 15. Februar 1972
100 Schilling 100 Schilling Angelika Kauffmann Vorderseite 100 Schilling Angelika Kauffmann Rückseite Angelika Kauffmann Bregenzerwälderhof  ? 19. Oktober 1970
500 Schilling 500 Schilling Joseph Ressel Vorderseite 500 Schilling Joseph Ressel Rückseite Joseph Ressel Dampfschiff Civetta  ? 24. Oktober 1966
1000 Schilling 1000 Schilling Bertha von Suttner Vorderseite 1000 Schilling Bertha von Suttner Rückseite Bertha von Suttner Leopoldskron, Hohensalzburg  ? 21. September 1970
Serie 1983
20 Schilling 20 Schilling Moritz Daffinger Vorderseite 20 Schilling Moritz Daffinger Rückseite Moritz Daffinger Albertina 123 × 61,5 mm 19. Oktober 1988
50 Schilling 50 Schilling Sigmund Freud Vorderseite 50 Schilling Sigmund Freud Rückseite Sigmund Freud Josephinum 130 × 65 mm 19. Oktober 1987
100 Schilling 100 Schilling Eugen Boehm Vorderseite 100 Schilling Eugen Boehm Rückseite Eugen Böhm von Bawerk Aula der Alten Universität Wien, erbaut 1735 bis 1755 von Jean Nicolas Jadot de Ville-Issey, seit 1857 Sitz der Akademie der Wissenschaften. 137 × 68,5 mm 14. Oktober 1985
500 Schilling 500 Schilling Otto Wagner Vorderseite 500 Schilling Otto Wagner Rückseite Otto Wagner Wiener Postsparkasse 144 × 72 mm 20. Oktober 1986
1000 Schilling 1000 Schilling Erwin Schrödinger Vorderseite 1000 Schilling Erwin Schrödinger Rückseite Erwin Schrödinger Universität Wien 152 × 76 mm 14. November 1983
5000 Schilling 5000 Schilling Wolfgang Amadeus Mozart Vorderseite 5000 Schilling Wolfgang Amadeus Mozart Rückseite Wolfgang Amadeus Mozart und stilisierte Ansicht von Salzburg. Wiener Staatsoper 160 × 78 mm 17. Oktober 1988
Serie 1997
500 Schilling 500 Schilling Rosa Mayreder Vorderseite 500 Schilling Rosa Mayreder Rückseite Rosa Mayreder Rosa und Karl Mayreder, Gruppenbild der Teilnehmerinnen des Bundestags Österreichischer Frauenvereine in Wien 1911. 147 × 72 mm 20. Oktober 1997
1000 Schilling 1000 Schilling Karl Landsteiner Vorderseite 1000 Schilling Karl Landsteiner Rückseite Karl Landsteiner Karl Landsteiner in seinem Labor im Pathologisch-Anatomischen Institut der Universität Wien. Modell eines Poliovirus und stilisierte Form des Vorgangs der Blutgruppenbestimmung. 154 × 72 mm 20. Oktober 1997

Wäre der Schilling als Währung beibehalten worden, wären neue Ausgaben der Banknoten zu 20, 50, 100 und 5000 Schilling produziert worden, passend zu den 1997 eingeführten neuen 500- und 1000-S-Scheinen. Auf ihnen wären Gustav Klimt, Ida Pfeiffer, Franz Schubert und Marie von Ebner-Eschenbach abgebildet worden.[14]

Ende der Schillingwährung

Per 1. Jänner 1995 trat Österreich der Europäischen Union bei und bewarb sich erfolgreich um die Teilnahme an der geplanten Gemeinschaftswährung.

Eurokurs

Der Schilling wurde als Buchgeld am 1. Jänner 1999 durch den Euro abgelöst. Der mit den anderen Euroländern vereinbarte, bis zur Bargeldumstellung nicht veränderte Wechselkurs zum Euro betrug 1 Euro = 13,7603 Schilling.

Schillingumtausch

Die Bargeldeinführung des Euros fand am 1. Jänner 2002 statt; der Kurs für historische Umrechnungen blieb unverändert. Der Schilling blieb bis 28. Februar 2002 mit dem Euro gleichberechtigtes gesetzliches Zahlungsmittel.[15]

Von den Geldinstituten wurden Münzen und Banknoten der Schillingwährung noch ein Jahr lang in Euro umgetauscht. Kaufhausketten veranstalteten über dieses Jahr hinaus Eintauschaktionen, bei denen noch mit Schilling bezahlt werden konnte. (Zwei Jahre nach der Euro-Umstellung waren noch immer große Schillingbeträge nicht umgetauscht.) Trotz solcher Aktionen gab es zum 31. Jänner 2008 immer noch Schillingbestände im Wert von 705,13 Millionen Euro, darunter 290,73 Millionen Euro in Schillingmünzen. Die Besitzer waren nicht bekannt.

Die zuletzt gültigen Noten und Münzen werden von der Österreichischen Nationalbank unbefristet – und kostenlos – eingewechselt. Hingegen lief für die 1000-Schilling-Banknote aus dem Jahr 1966 mit dem Abbild von Bertha von Suttner die Eintauschfrist 2005 ab, obwohl laut Nationalbank noch ganze 463.000 Stück im Umlauf waren – das entsprach einem Wert von 33,6 Millionen Euro. Mit Ablauf der Umtauschfrist am 30. August 2005 wurde der entsprechende Wert der noch ausständigen Banknoten von der Nationalbank ins Bundesbudget eingezahlt, diese also als verloren abgeschrieben und ausgebucht.

Geldwert 2009

Ein Schilling bzw. eine Reichsmark entsprach 2009 etwa folgendem aktuellen Geldwert:[16][17]

  • S-Preise 1930: 2,96 €
  • RM-Preise 1938: 4,68 €
  • RM-Preise 1944: 3,74 €
  • S-Preise 1955: 0,46 €
  • S-Preise 1970: 0,28 €
  • S-Preise 1980: 0,15 €
  • S-Preise 1990: 0,11 €
  • S-Preise 1999: 0,09 € (1999 zu 0,07267 € umgerechnet; Inflationsrate seither: 22 %, entspricht etwa 2 % pro Jahr)

Kurioses

Die Umstellung von der Krone zum Schilling war gleitend bis zum 1. Juli 1926. Zur letztmöglichen Umstellung wurde folgende amtliche Mitteilung herausgegeben:

„Ab sofort muss in Schilling und Groschen abgerechnet werden. Zuwiderhandelnde Personen werden mit 60.000 Kronen bestraft.“

Amtliche Mitteilung[18]

Siehe auch

Literatur

  • Karl Bachinger et. al: Abschied vom Schilling. Eine österreichische Wirtschaftsgeschichte. Verlag Styria, Graz-Wien-Köln 2001, ISBN 3-222-12872-3.

Einzelnachweise

  1. Vom Schilling zum Euro auf der Seite der OeNB abgerufen am 23. Juli 2011
  2. Umlaufmünzen der Ersten Republik auf der Seite der Münze Österreich. Abgerufen am 3. Dezember 2009
  3. Günter Schön: Kleiner Deutscher Münzkatalog von 1871 bis heute München 2000
  4. Gültigkeitsdauer der Schillingwährung im Dritten Reich
  5. Umrechnung Reichsmark in Schilling - Website der Österreichischen Nationalbank
  6. F. A. Southard in: The finances of European liberation with special reference to Italy, S. 37ff, Google Books
  7. Allied Military Currency
  8. Alliierte Mlitärschilling-Noten 1944
  9. erste „Posthorn“-Briefmarkenserie 1945
  10. Interimsnoten 1945–1947
  11. Parlamentarische Materialien
  12. http://austrian-mint.at/schillingumlaufgeld?l=de
  13. Österreichische Nationalbank: Chronologische Auflistung aller Banknoten. Abgerufen am 18. Juli 2011
  14. Ron Wise's Banknoteworld: Austria (Archivkopie vom 25. März 2008)
  15. § 2 Eurogesetz
  16. Erste österreichische Spar-Casse (Hrsg.): Wien, am Graben 21. 150 Jahre Erste österreichische Spar-Casse, 150 Jahre österreichische Geschichte, Wien 1969
  17. Verbraucherpreisindex 1966
  18. Anmerkungen zur Schilling-Nostalgie im Kurier vom 8. Juni 2011 abgerufen am 9. Juni 2011

Weblinks