Burg Mauterndorf

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Burg Mauterndorf
Burg Mauterndorf (Südseite)

Burg Mauterndorf (Südseite)

Burgentyp: Höhenburg
Erhaltungszustand: Erhalten oder wesentliche Teile erhalten
Ort: Mauterndorf
Geographische Lage 47° 8′ 15″ N, 13° 40′ 42″ O47.137513.678333333333Koordinaten: 47° 8′ 15″ N, 13° 40′ 42″ O
Burg Mauterndorf (Land Salzburg)
Burg Mauterndorf
Burg Mauterndorf auf der Rückseite der 50-Schilling-Banknote (1962)

Die Burg Mauterndorf befindet sich in Mauterndorf im Lungau im Land Salzburg.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Schon 326 nach Christus soll an der Stelle, an der sich die heutige Burg Mauterndorf befindet, ein Kastell bestanden haben, das die einst vorüberführende Römerstraße schützte. Dieses Kastell, das während der Völkerwanderung zerstört worden sei, soll auch Amtssitz des römischen Provinzverwalters gewesen sein.

Wie sich aus einer Schenkungsurkunde des Kaisers Heinrich II. aus dem Jahre 1002 ergibt, wurde in der Folge an dieser Stelle eine „Anlage zur Mauteinhebung“ errichtet.[1] Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Burg erst 1253. Seit jenem Jahr sichert sie den unter Erzbischof Leonhard von Keutschach auf einer alten Römerstraße erneuerten wichtigen Übergang über den Radstädter Tauern.

Hermann Göring besuchte die Burg in seiner Jugend öfter, da sein Patenonkel Hermann von Epenstein, ein Arzt jüdischer Herkunft, Eigentümer war. 1945 wollte Göring "auf die Burg seiner Jugend" vor den anrückenden feindlichen Truppen fliehen - aufgrund der Frontlage kam es jedoch nicht dazu.

In der Burg findet sich heute das von Wernfried Gappmayer gegründete Lungauer Landschaftsmuseum, ein Gastronomiebetrieb und etliche Räumlichkeiten wurden zu einer „Erlebnisburg“ umgebaut, in der man heute unter dem Motto „Lust aufs Mittelalter“ das Leben zur damaligen Zeit nachahmt. Regelmäßig finden in der Burg Mauterndorf auch wissenschaftliche Tagungen von internationalem Rang statt.

Das Lungauer Landschaftsmuseum wurde im Mai 2007 neu eröffnet. Über mehrere Jahre wurde es in mehreren Bauetappen unter der Leitung der Kustodin Helga Gappmayer unter Berücksichtigung des Mottos „Tradition im neuen Gewand“ neu gestaltet.

Sonstiges

Die Burg ziert die Rückseite des alten 50-Schilling Geldscheins aus dem Jahre 1962.

Einzelnachweise

  1. Wernfried Gappmayer: Die Burg Mauterndorf im Lungau. Eigenverlag des Lungauer Landschaftsmuseums, Mauterndorf 1983.

Weblinks

 Commons: Burg Mauterndorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien