Franziskischlössl

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Franziskischlössl
Franziskischlössl von der Bergseite gesehen

Franziskischlössl von der Bergseite gesehen

Erhaltungszustand: Erhalten oder wesentliche Teile erhalten
Ort: Salzburg
Geographische Lage 47° 48′ 19″ N, 13° 3′ 30″ O47.80527777777813.058333333333Koordinaten: 47° 48′ 19″ N, 13° 3′ 30″ O
Franziskischlössl (Land Salzburg)
Franziskischlössl

Das Franziskischlössl ist ein ehemaliger Wehrbau am Kapuzinerberg in der Stadt Salzburg. Franziskischlößl und Befestigungsanlagen stehen unter Denkmalschutz und gehören zum UNESCO-Welterbe Historisches Zentrum der Stadt Salzburg.

Geschichte

Errichtet wurde das Franziskischlössl von Erzbischof Paris von Lodron 1629 im Dreißigjährigen Krieg, als Salzburg die wohl bestverteidigte Stadt Mitteleuropas war. Erbaut wurde es als Teil der Wehranlage mit seiner erhaltenen etwa 3 km langen Festungsmauer im Süden und Osten, mit Geschützbastionen im Westen und mit skarpierten (künstlich aufgesteilten) Felsen im Norden samt den dortigen zwei Geschützbasteien (Kavalieren) zur Sicherung des Kapuzinerberges und der Stadt Salzburg. Das Schlösschen diente aber über eine heute verfallene Mauer und über den Fürbergkavalier (heute Aussichtspunkt) zur Sicherung der Talenge vom Fürberg (Ausläufer des Mönchsbergs) zum Kühberg (mit dessen Schloss Neuhaus). Es ist dem Heiligen Franziskus gewidmet, „auf dass der Frieden am Berg ewiger als ewig andauern möchte“. Das schmuckvolle schmiedeeiserne Geländer, das heute in den Gastgarten auf der Bastei führt, stammt noch aus der Erbauungszeit.

Das Franziskischlössl war in der Folge nicht nur Wehrbau, sondern in Friedenszeiten auch Jagdschlösschen, letzteres vor allem auch unter Max Gandolf von Kuenburg, der es ausbaute. Nach dem Ende des Fürsterzbistums war die militärische Bedeutung bescheiden. Nach 1816 wurde das Schlösschen (natürlich gegen jederzeitigen Widerruf im Kriegsfall) verpachtet. 1848 war das Franziskischlössl nur von einem alten Soldaten bewohnt. Zumindest seit 1849 besteht hier, von wenigen Kriegsjahren unterbrochen, ein ständiger Gasthausbetrieb.

Die alte, sehr große, in den Fels gehauene Regenwasserzisterne blieb erhalten (aber ohne steinernen Brunnenrand). Bemerkenswert ist das Kellergeschoss mit seinen nordseitigen Geschützscharten, das im Wesentlichen ebenfalls aus dem massiven Kalkfels herausgebrochen worden war (der Keller ist nicht allgemein zugänglich). Der einst auch im Osten vorhandene äußere Wehrgraben vor der großen Geschützbastei ist heute zugeschüttet. Nur im Osten ist ein kleines Stück des alten Wehrgrabens mit seiner Brücke (einst eine Zugbrücke) erhalten. Der große parkartige einstige Wiesenraum südlich des Schlosses, mit seiner früheren weiten Aussicht nach Süden ist nicht erhalten.

Heute ist das Franziskischlössl an sonnigen Tagen ein beliebtes Ausflugsziel, wobei der Weg zum Schloss gerne über den kürzlich erneuerten Basteiweg unmittelbar entlang der Kapuzinerbergmauer genommen wird.

Weblinks

 Commons: Franziskischlössl – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien