Heli Austria

Heli Austria GmbH ist ein österreichisches Lufttransportunternehmen, das vorwiegend verschiedene Lufttransporte mit Hubschraubern ausführt.

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Inhaltsverzeichnis

Unternehmensstruktur

Das Unternehmen betreibt zwei Hubschrauber des Typs Bell 412, eine BO 105, einen Bell 204, drei AS 350 sowie eine AS 355. Unter dem Namen Martin Flugrettung werden Rettungshubschrauber auf Stützpunkten in Sankt Johann im Pongau, Karres, Matrei in Osttirol, Hinterglemm und Hochgurgl betrieben. Eingesetzt werden dazu ein Bell 412 AB, zwei MD 902, sowie zwei AS 355. Der Hauptsitz des Unternehmens befindet sich in St. Johann im Pongau.[1][2]

Geschichte

Erster Vorgänger des Unternehmens war die Ritter trade & aviation Consulting GmbH. Ab 1984 wurden unter Mitnutzung der Konzession von Niki Lauda Transporte mit einem Hughes 530 F angeboten. 1987 erwarb das Unternehmen den ersten eigenen Hughes 500D, dem bis 1988 zwei weitere folgten. 1992 starb der Gründer der mittlerweile als Knaus Helicopter GmbH fungierenden Unternehmens, Johann Knaus, bei einem Flugunfall. Dessen Sohn Roy Knaus übernahm das Unternehmen und wurde Alleineigentümer. Seit 1992 betreibt das Unternehmen Rettungshubschrauber.[3] 2007 meldete das Unternehmen Insolvenz an, es kam zum Ausgleich und einer Weiterführung unter dem Namen Heli Austria GmbH.[4]

Landeplätze

Standort Bundesland ICAO-Code
Karres Tirol LOJP
Hochgurgl Tirol LOJH
Matrei in Osttirol Tirol LOMM
St. Johann im Pongau Salzburg LOSJ
Hinterglemm Salzburg LOSH

Zwischenfälle

Seit der Unternehmensgründung ereigneten sich folgende Zwischenfälle:[5]

  • Am 21. April 1992 stürzte ein Hubschrauber in Pfarrwerfen im Pongau ab.
  • Am 29. September 1995 stürzte ein Hubschrauber am Krippenstein ab.
  • Am 17. November 1997 stürzte eine Alouette III aufgrund eines technischen Gebrechens im Grossarltal ab, der Firmengründer Johann Knaus starb, sein Sohn wurde schwer verletzt.[6]
  • Am 19. November 2002 stürzte ein Hubschrauber beim Lawinensprengen ab.
  • Am 25. Februar 2004 stürzte ein Rettungshubschrauber des Unternehmens ab, die Patientin starb, Notarzt und Sanitäter wurden schwer, der Pilot leicht verletzt.[7]
  • Am 24. Juni 2004 stürzte ein Hubschrauber des Typs Bell 205 bei Transportarbeiten ab, der Pilot starb.[8]
  • Am 5. September 2005 verlor ein Hubschrauber über Sölden einen 750 Kilogramm schweren Betonkübel. Dieser traf eine Gondel der Schwarze-Schneid-Bahn. Neun Fahrgäste der Seilbahn kamen zu Tode.
  • Am 7.Mai 2009 verlor ein Hubschrauber bei einem Außenlasttransport im Ötztal rund eine Tonne Holz. Die Last traf ein Wirtshaus, es gab keine Verletzten.[9] Dem Unternehmen wurde darauf hin zeitweise die Genehmigung für Außenlandungen in Tirol entzogen.[10]
  • Am 23. Juli 2010 stürzte ein Hubschrauber bei Dienten ab, der Pilot kam ums Leben.[11]
  • Am 9. März 2011 geriet ein Rettungshubschrauber nach dem Abheben an der Universitätsklinik Innsbruck außer Kontrolle, konnte jedoch sicher am Innsbrucker Flughafen landen.[12]
  • Am 29. April 2012 wurde am Großvenediger bei einem Bergrettungseinsatz ein Bergeseil, an dem drei Personen hingen, während des Fluges von der Hubschrauberbesatzung ausgeklinkt. Ein Alpinpolizist starb, zwei Bergretter wurden verletzt.[13]

Einzelnachweise

  1. Flotte lt. Firmenhomepage
  2. Angebot im Flugrettungsbereich lt. Firmenhomepage
  3. Unternehmensgeschichte lt. Firmenhomepage
  4. Helikopter-Firma Knaus gerettet, ORF Salzburg, 12. April 2007
  5. Heli Austria: Immer wieder Zwischenfälle in der Firmengeschichte Knaus, Kurier, 29. April 2012
  6. Untersuchungsbericht der Unfalluntersuchungsstelle beim BMVIT über den Unfall vom 17. November 1997 PDF, abgerufen am 1. Mai 2012
  7. Untersuchungsbericht der Unfalluntersuchungsstelle beim BMVIT über den Unfall vom 23. Februar 2004 PDF, 3,2 MB, abgerufen am 30. April 2012
  8. Untersuchungsbericht der Unfalluntersuchungsstelle beim BMVIT über den Unfall vom 24. Juni 2004 PDF, 622 KB, abgerufen am 30. April 2012
  9. Holz von Hubschrauber auf Haus gefallen, ORF Salzburg, 5. Mai 2009
  10. Knaus-Helikopter dürfen wieder landen, ORF Tirol, 25. Juli 2009
  11. Untersuchungsbericht der Unfalluntersuchungsstelle beim BMVIT über den Unfall vom 23. Juli 2010 PDF, abgerufen am 30. April 2012
  12. Hubschrauber-Zwischenfall auf Klinik-Plattform, Der Standard, 9. März 2011
  13. Bericht auf orf-online über den Unfall am Großvenediger vom 29. April 2012

Weblinks