Judith Engel

Judith Engel (* 1969 in Potsdam, DDR) ist eine deutsche Schauspielerin, die für das Theater und den Film arbeitet und gelegentlich als Sprecherin in Hörspielen mitwirkt.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Judith Engel entstammt einer Schauspielerfamilie und absolvierte ihre Ausbildung an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin. 1990 hatte sie ein erstes Engagement am Renaissance-Theater in Berlin. 1991 wechselte sie an das Schauspiel Frankfurt. Von 1994 bis 2000 gehörte sie dem Ensemble des Deutschen Schauspielhauses in Hamburg unter der Intendanz von Frank Baumbauer an. 1996 stand sie für Dieter Wedels Der Schattenmann vor der Kamera. Von 2000 bis 2004 war sie am Zürcher Schauspielhaus unter der Intendanz von Christoph Marthaler engagiert. Seither ist sie an der Schaubühne am Lehniner Platz in Berlin tätig.

2001 wurde Judith Engel von dem Fachblatt Theater heute zur Schauspielerin des Jahres gewählt und mit dem Nestroy-Preis ausgezeichnet. Für ihre Interpretation zweier Frauenrollen in dem Stück Bash von Neil LaBute unter der Regie von Peter Zadek an den Hamburger Kammerspielen erhielt sie 2002 auch den Gertrud-Eysoldt-Ring.[1]

Neben ihrer Tätigkeit am Theater übernahm sie Episodenrollen in Kriminalfilmserien wie Doppelter Einsatz, Das Duo, Stubbe, Der Elefant, Bella Block und Adelheid und ihre Mörder und war in verschiedenen Tatort-Folgen zu sehen.

Rollen im Theater

Filmografie

Rollen in Hörspielen

  • 2003: Erzählerin in The Girl from Ipanema in Dub von Susanne Amatosero, Regie: die Autorin, DLR Berlin/NDR
  • 2003: ding fest machen – nach den Aufzeichnungen von Louise Bourgeois von Ulrike Haage, Regie und Komposition: die Autorin, BR
  • 2008: Erzählerin in Deutscher Schlager von Andreas Otteneder, Regie: Jörg Schlüter, WDR
  • 2008: Erzählerin in Polyplay von Marcus Hammerschmitt, Regie: Barbara Meerkötter, WDR
  • 2010: Claire in Parker – Das Geld war schmutzig von Richard Stark, Bearbeitung: Helmut Peschina, Regie: Martin Zylka, WDR
  • 2010: Tacet (Ruhe 2) (auch: Tacet: Ein Akt der Sprachlosigkeit) von Paul Plamper, Regie: der Autor, WDR/DLF
  • 2010: Der Mann schläft von Sibylle Berg, Regie: Leonhard Koppelmann, NDR
  • 2011: Sigi in Limassol von Yishai Sarid, Regie: Christoph Kalkowski, WDR
  • 2011: Nachbarin in Die Haarschublade von Emmanuelle Pagano, Regie: Beatrice Ackers, SR
  • 2012: Ann in Ein Akt der Gewalt von Ryan David Jahn, Regie: Irene Schuck, DLR Kultur
  • 2012: Christine D. in Ganz in meiner Haut von Stéphanie Marchais, Regie: Jörg Schlüter, WDR

Auszeichnungen

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Arbeit ist ein Versprechen an Gott, Die Welt vom 16. April 2002