kkStB 9

kkStB 9 / SB 9 / BBÖ 9
kkStB-Reihe 9
kkStB-Reihe 9
Nummerierung: kkStB 9.01–38
SB 9 1401–1404
BBÖ 9.01–38
BBÖ 9.401–404
Anzahl: kkStB: 38
SB: 4
BBÖ: 42 (von kkStB und SB)
Hersteller: StEG, Floridsdorf, BMMF
Baujahr(e): 1898–1903
Ausmusterung: BBÖ: bis 1938
Bauart: 2'C n2v
Länge über Puffer: 17.871 mm
Länge: 11.448 mm (Lokomotive)
Höhe: 4.570 mm
Fester Radstand: 3.900 mm
Gesamtradstand: 8.460 mm
Radstand mit Tender: 14.404 mm
Dienstmasse: 69,1 t
Reibungsmasse: 43,5 t
Höchstgeschwindigkeit: 90 km/h
Treibraddurchmesser: 1.820 mm
Laufraddurchmesser vorn: 1.034 mm
Zylinderanzahl: 2
ND-Zylinderdurchmesser: 810 mm
HD-Zylinderdurchmesser: 530 mm
Kolbenhub: 720 mm
Kesselüberdruck: 14 atm
Rostfläche: 3,10 m²
Strahlungsheizfläche: 15,50 m²
Rohrheizfläche: 172,00 m²
Tender: 9, 56, 156, 256, 76, 86, 88
Wasservorrat: 16,8 m³
Brennstoffvorrat: 6,8 t Kohle

Die Dampflokomotivreihe kkStB 9 war eine Schnellzug-Schlepptenderlokomotivreihe der k.k. österreichischen Staatsbahnen (kkStB) und der Südbahngesellschaft.

Für Hügellandstrecken entwarf Karl Gölsdorf diese Schnellzuglokomotive, bei der er nur wenige Neuerungen einführte. So war die Lokomotivtype die letzte, bei der er einen Außenrahmen zur Anwendung brachte. Die Verbundmaschine hatte zur Zeit ihrer Entstehung einen der größten Niederdruckzylinderdurchmesser in Europa, nämlich 810 mm. Während die Steuerung außen lag, erschwerten die innen liegenden Zylinder und Treibstangen die Wartung beträchtlich. Am auffälligsten war der große Dampfsammelbehälter mit einer Länge von 4,4 m auf dem Kesselscheitel, der die für Bergfahrten benötigte große Dampfmenge aufnehmen sollte.

Die Reihe 9 brachte allerdings nicht die Leistungen, die man von ihr erwartet hatte. Dies war vor allem durch den Eigenwiderstand des Triebwerks bedingt.

Insgesamt wurden 38 Stück von der Lokomotivfabrik der StEG, der Lokomotivfabrik Floridsdorf und der Böhmisch-Mährischen Maschinenfabrik geliefert.

Die Südbahngesellschaft bezog 1901 bei der Lokomotivfabrik der StEG vier Stück dieser Lokomotivreihe für den Einsatz im Pustertal.

Nach dem Ersten Weltkrieg kamen die kkStB-Loks zur BBÖ, die zwischen 1922 und 1928 19 Stück einem Umbau unterzog. Die umgebauten Maschinen erhielten die Bezeichnung 409. Die restlichen Maschinen wurden bis 1938 ausgeschieden.

Die Südbahnmaschinen kamen nach der Verstaatlichung der Südbahn 1923 ebenfalls zur BBÖ. Sie erhielten die Bezeichnung 9.401–404 und wurden bereits 1929 ausgemustert.

Der Vollständigkeit halber sei angemerkt, dass die Nummern 9.01–05 bei der kkStB bereits einmal für Lokomotiven der Arlbergbahn vergeben waren. Diese wurden aber 1891 in kkStB 28.01–05 umnummeriert.

Literatur

  •  Lokomotiv-Typen der k.k. landesbef. Maschinen-Fabrik in Wien der priv. österreichisch-ungarischen Staats-Eisenbahn-Gesellschaft. M. Engel & Sohn, k.k. Hof-Buchdruckerei und Hof-Lithographie, Wien 1888.
  •  Herbert Dietrich: Die Südbahn und ihre Vorläufer. Bohmann Verlag, Wien 1994, ISBN 3-7002-0871-5.
  •  Karl Gölsdorf: Lokomotivbau in Alt-Österreich 1837–1918. Verlag Slezak, Wien 1978, ISBN 3-900134-40-5.
  •  Helmut Griebl, Josef Otto Slezak, Hans Sternhart: BBÖ Lokomotiv-Chronik 1923–1938. Verlag Slezak, Wien 1985, ISBN 3-85416-026-7.
  •  Bernhard Schmeiser: Lokomotiven von Haswell, StEG und Mödling 1840–1929 (Nachdruck). Verlag Slezak, Wien 1992, ISBN 3-85416-159-X.
  •  Heribert Schröpfer: Triebfahrzeuge österreichischer Eisenbahnen - Dampflokomotiven BBÖ und ÖBB. alba, Düsseldorf 1989, ISBN 3-87094-110-3.
  •  Johann Stockklausner: Dampfbetrieb in Alt-Österreich. Verlag Slezak, Wien 1979, ISBN 3-900134-41-3.

Weblinks