Krinnenspitze

Krinnenspitze
Krinnenspitze aus Nordosten bei Sonnenaufgang

Krinnenspitze aus Nordosten bei Sonnenaufgang

Höhe 2000 m ü. A.
Lage Tirol, Österreich
Gebirge Vilsalpseeberge, Allgäuer Alpen
Dominanz 1,7 km → Litnisschrofen
Schartenhöhe 260 m ↓ Einschartung zum Litnisschrofen
Geographische Lage 47° 28′ 26″ N, 10° 35′ 7″ O47.47388888888910.5852777777782000Koordinaten: 47° 28′ 26″ N, 10° 35′ 7″ O
Krinnenspitze (Tirol)
Krinnenspitze
Gestein Hauptdolomit

Die Krinnenspitze ist ein 2000 Meter hoher Berg in den Allgäuer Alpen, der sich in Österreich erhebt. Sie ist durch Wanderwege erschlossen und in der Nordflanke befindet sich ein kleines Skigebiet der Liftgesellschaft Nesselwängle.

Inhaltsverzeichnis

Lage und Umgebung

Die Krinnenspitze liegt im österreichischen Bundesland Tirol. Sie liegt vollständig auf dem Gemeindegebiet von Nesselwängle. Am Nordfuss des Berges liegt der Haldensee (1124 m).

Der Gipfel der Krinnenspitze ragt über dem Strindenbachtal im Westen, dem Tannheimer Tal im Norden und dem Weißenbachtal im Süden empor. Gegenüber der Krinnenspitze liegen im Norden die Tannheimer Berge (2238 m). Nach Westen senken sich die Flanken der Krinnenspitze zum Litnisschrofen (2068 m) hin ab. Diese Einschartung und der Litnisschrofen stellen die Referenzpunkte für Schartenhöhe und Dominanz dar, die 175 Meter beziehungsweise 1,8 Kilometer betragen.[1][2]

Die Schartenhöhe der Krinnenspitze beträgt mindestens 260 Meter[3], ihre Dominanz 1,7 Kilometer, wobei der Litnisschrofen jeweils Referenzberg ist.

Geologie

Im Gipfelaufbau besteht die Krinnenspitze aus Hauptdolomit. Dieser ist auf Lias-Fleckenmergel gelagert.[4]

Namensherkunft

Erstmals erwähnt wurde die Krinnenspitze 1774 bei Peter Anich im Atlas Tyrolensis als Rinnen Spitz. In der Schmitt’schen Karte von Südwestdeutschland aus dem Jahr 1797 ist ein Krinnenspitz verzeichnet. Der Name stammt von der Alpe Krinnen auf der Nordseite, die für das Jahr 1769 belegt ist. Sie hat ihren Namen von der Rinne, die von dem Almgebiet zum Haldensee hinabzieht. „Krinne“ in der Bedeutung von Kerbe, Einschnitt oder Rinne ist ein althochdeutsches Wort, belegt als krinna. Dieses ist dem rätoromanischen crēnna entlehnt.[5]

Besteigung

Markierte Wanderwege führen von verschiedenen Seiten auf die Krinnenspitze. Auf der Nordseite bildet dabei die Bergstation des Sessellifts Krinnenalpe einen Stützpunkt. Diese wird entweder per Lift erreicht oder auf den Wanderwegen 11, 12 und 13. Es besteht nun die Möglichkeit, den Berg über die Ostseite auf dem Gamsbocksteig oder die Westseite auf dem Alpenrosensteig zu besteigen. Beide Wege erfordern Trittsicherheit. Eine einfachere Variante ist über die Westseite herum in die Südflanke und von dort zum Gipfel. Von dem Örtchen Rauth führt der Enziansteig über die Südflanke zum Gipfel.[1][6]

Im Winter kann die Krinnenspitze im Rahmen einer Skitour bestiegen werden. Üblicherweise führen die Anstiege aus dem Strindental oder von Rauth auf den Gipfel.[7]

Bilder

Weblinks

 Commons: Krinnenspitze – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b Kompass Wander-, Bike- und Skitourenkarte: Blatt 04 Tannheimer Tal (1:35.000). ISBN 978-3-85491-644-4 (Stand: Februar 2007).
  2. Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen Österreich: Austrian Map online. Abgerufen am 8. Mai 2010.
  3. Genauer Wert nicht bekannt, angegebener Wert ist ein Mindestwert (kann bis um 19 Meter höher sein). Ermittelt wurde er aus dem Abstand der Höhenlinien (20 Höhenmeter) in einer topografischen Karte (Maßstab 1:25.000).
  4. Ernst Zettler, Heinz Groth: Alpenvereinsführer - Allgäuer Alpen. 12., völlig neu bearbeitete Auflage. Bergverlag Rudolf Rother, München 1985, ISBN 3-7633-1111-4 (S. 466f).
  5. Thaddäus Steiner: Allgäuer Bergnamen. 2. Auflage. Kunstverlag Josef Fink, Lindenberg 2008, ISBN 978-3-8987-0389-5 (S. 124).
  6. Dieter Seibert: Alpenvereinsführer alpin - Allgäuer Alpen und Ammergauer Alpen. 17. Auflage. Bergverlag Rother, München 2008, ISBN 978-3-7633-1126-2 (S. 274).
  7. Kristian Rath: Skitourenführer Allgäu mit Kleinwalsertal und Tannheimer Tal. 6. Auflage. Panico Alpinverlag, Köngen 2009, ISBN 978-3-9367-4010-3 (S. 188).