Libgart Schwarz

Libgart Schwarz (* 25. Januar 1941 in St. Veit) ist eine österreichische Schauspielerin.

Biographie

Libgart Schwarz begann mit einer Schauspielausbildung am Max-Reinhardt-Seminar in Wien in den 1960er Jahren. 1965 lernte sie Peter Handke kennen und heiratete ihn 1967. 1969 kam die Tochter Amina zur Welt, die Ehepartner trennten sich aber schon 1974 (Scheidung allerdings erst 1994) und die Tochter blieb vorwiegend beim Vater.

In die erste Liga der Theaterschauspieler stieg sie auf, als Peter Stein sie 1976 an die Schaubühne am Halleschen Ufer engagierte. Vor allem die Inszenierungen mit Peter Stein und dem weiteren Regiestar der damaligen Schaubühne, Luc Bondy, brachten ihr die größten Erfolge. Auch nach dem Weggang von Stein blieb sie an der Schaubühne. Wichtigste Regisseurin in den 1990er Jahren wurde für sie Andrea Breth. Nach deren Weggang von der Schaubühne verließ auch Libgart Schwarz Berlin und ging ans Wiener Burgtheater, wo sie bis heute zum Ensemble gehört.

Für Film und Fernsehen stand Libgart Schwarz nur selten zur Verfügung. 1970 spielte sie in Summer in the City von Wim Wenders die weibliche Hauptrolle. Wenders engagierte sie für die Peter Handke-Verfilmung von Die Angst des Tormanns beim Elfmeter 1972 erneut. Die weiteren Filmarbeiten waren dann meist verfilmte Theaterarbeiten. 1991 stand sie dann für Werner Schroeter in dessen Ingeborg Bachmann-Verfilmung des Romans Malina an der Seite von Isabelle Huppert und Mathieu Carrière vor der Kamera. 2009 spielte sie Josefine Stolz in Live is Life - Die Spätzünder.

2001 wurde sie für die beste Nebenrolle für den Nestroy-Theaterpreis nominiert.

Auszeichnungen

Weblinks