Liste der denkmalgeschützten Objekte in Linz-Kleinmünchen

Linz und der Stadtteil Kleinmünchen

Die Liste der denkmalgeschützten Objekte in Linz-Kleinmünchen enthält die 16 denkmalgeschützten, unbeweglichen Objekte des Linzer Stadtteils Kleinmünchen.[1][2]

Inhaltsverzeichnis

Legende

Die Tabelle enthält im Einzelnen folgende Informationen:[2]

Foto: Fotografie des Denkmals. Klicken des Fotos erzeugt eine vergrößerte Ansicht. Daneben finden sich zwei Symbole:
Weitere Bilder auf Wikimedia Commons Hier finden sich weitere Bilder des Objekts auf Wikimedia Commons.
eigenes Werk hochladen Ein Link zum Upload eines neuen Bildes. Bestimmte Parameter sind dabei schon vorausgefüllt.
Denkmal / Status: Bezeichnung des Denkmals. Es ist die Bezeichnung angegeben, wie sie vom Bundesdenkmalamt (BDA) verwendet wird. Der Status darunter gibt an, ob das Objekt per Bescheid oder mittels Verordnung (gemäß § 2a Denkmalschutzgesetz)[3] unter Schutz gestellt wurde. Weiters ist die interne Objekt-Identifikationsnummer (ObjektID) angeführt.
Standort: Es ist die Adresse angegeben. Bei freistehenden Objekten ohne Adresse (zum Beispiel bei Bildstöcken) ist eine Adresse angegeben, die in der Nähe des Objekts liegt. Durch Aufruf des Links Standort wird die Lage des Denkmals in verschiedenen Kartenprojekten angezeigt. Darunter sind die Katastralgemeinde (KG) und die Grundstücksnummer (GstNr.) angegeben.
Beschreibung: Kurze Angaben zum Denkmal.

Die Tabelle ist alphabetisch nach dem Standort des Denkmals sortiert. Das Sortierkriterium ist die Adresse. Außerdem ist es möglich, die Tabelle nach der Katastralgemeinde zu sortieren.

Durch Klicken von „Karte mit allen Koordinaten“ (rechts oben im Artikel) wird die Lage aller Denkmale im gewählten Kartenobjekt angezeigt.

Denkmäler

Foto   Denkmal / Status Standort / GstNr. Beschreibung
Bildstock Datei hochladen Bildstock
ObjektID: 127755
Status: § 2a
bei Am Steinbühel 1
Standort
KG: Kleinmünchen
GstNr.: 1666/35
Die ursprünglich möglicherweise nicht zusammengehörigen Steinteile stammen aus dem 16./17. Jahrhundert.
Auf einem Granitpfeiler aufgesetzt ein Granitwürfel in dem Hinterglasmalereien (signiert Koll 1988) eingelassen sind.
Grillmayr Schlößl Datei hochladen Grillmayr Schlößl
ObjektID: 48848
Status: Bescheid
Dauphinestraße 5
Standort
KG: Kleinmünchen
GstNr.: 7/2
Ehemals stand an der Stelle die Steinbruckmühle, die 1419 urkundlich erwähnt wurde. 1845 erwarben Johann und Katharina Grillmayr die Steinbruckmühle und ließen, unter Verwendung älterer Bauteile, ein Herrenhaus mit Meierhof als Sommerwohnsitz der Unternehmerfamilien Grillmayr & Hörzinger errichten. Die Fertigstellung des Gebäudes erfolgte 1852.
Repräsentative, U-förmige Anlage mit frühhistorischer Fassade und zartem, teils in Terrakotta ausgeführten Dekor.
Haus Löwenfeld & Hofmann (ehem. Jaukermühle) samt zwei Nebengebäuden Datei hochladen Haus Löwenfeld & Hofmann (ehem. Jaukermühle) samt zwei Nebengebäuden
ObjektID: 48847
Status: Bescheid
Dauphinestraße 9, 9a, 9b
Standort
KG: Kleinmünchen
GstNr.: 7/1; 44
Die erste urkundliche Erwähnung der Getreidemühle am Jaukerbach geht auf den Anfang des 18. Jahrhunderts zurück. 1825 erwarb Johann Wilhelm Rübsamen die Jaukermühle und ließ daneben eine Kattundruckerei errichten. 1852 kauften die Baumwollspinnereibesitzer Löwenfeld & Hofmann die Jaukermühle und die Druckerei. 1881–1882 erfolgte der Umbau zu einem repräsentativen Wohnsitz der Industriellenfamilie durch Ignaz Scheck.
Ehem. Schul- und Gemeindehaus Datei hochladen Ehem. Schul- und Gemeindehaus
ObjektID: 95348
Status: § 2a
Dauphinestraße 56
Standort
KG: Kleinmünchen
GstNr.: 254/1
Das ehemalige Schul- und Gemeindehaus wurde im dritten Viertel des 19. Jahrhunderts erbaut. Die Fassade – historistische Straßenfassade, betont durch ein mittiges Einfahrtstor mit darüber liegendem Doppelfenster – stammt von Ferdinand Bachbaur aus dem Jahr 1909.
BW Datei hochladen Kindergarten
ObjektID: 58962
Status: Bescheid
Dauphinestraße 56a
Standort
KG: Kleinmünchen
GstNr.: 254/2
1878 von der Oö. Baugesellschaft (Bauherr war Wilhelm Löwenfeld) als Kleinkinderbewahranstalt erbaut. 1903 wurde der Bau durch Ferdinand Bachbaur erweitert. 1941 erfolgte ein Umbau für das Amt für Volkswohlfahrt.
Zweigeschoßiger, freistehender Bau mit strenghistorischen Fassaden.
Zwei raufende Knaben (Plastik) Datei hochladen Zwei raufende Knaben (Plastik)
ObjektID: 127045
Status: § 2a
bei Flötzerweg 63
Standort
KG: Kleinmünchen
GstNr.: 838/11
Die Bronzeplastik auf einem rundem Granitsockel stammt vom in Linz geborenen Bildhauer Walter Pochlatko (1901–1986) und zeigt zwei nackte, rangelnde Buben.
Pfarrzentrum hl. Franziskus, Pfarrkirche St. Franziskus
Datei hochladen
Pfarrzentrum hl. Franziskus, Pfarrkirche St. Franziskus
ObjektID: 93416
Status: § 2a
Neubauzeile 68
Standort
KG: Kleinmünchen
GstNr.: 949/51
Vielgliedriger Baukomlex, mit im Nordosten gelegener Pfarrkirche. Die Kirche, ein flachgedeckter Bau mit halbkreisförmigem Grundriss, wurde in den Jahren 1984–1985 von Hans Riener und Franz Josef Kranl erbaut. 2007–2008 erfolgte eine Generalsanierung des Pfarrzentrums und es wurde ein Kirchturm errichtet.
Wohnhaus, Kommunaler Wohnbau Datei hochladen Wohnhaus, Kommunaler Wohnbau
ObjektID: 97098
Status: § 2a
Pestalozzistraße 84a, 86, 86a
Standort
KG: Kleinmünchen
GstNr.: 260/1
Das Gebäude wurde 1926 vom Stadtbauamt Linz errichtet. Planer war Architekt Hans Feichtlbauer.
Ein dreigeschoßiger Mittelteil ist von zwei zweigeschoßigen Seitenteilen umgeben. Durch die Staffelung des Baukörpers gelingt eine markante architektonische Gestaltung.
Turnsaal
Datei hochladen
Turnsaal
ObjektID: 97097
Status: § 2a
Pestalozzistraße 94
Standort
KG: Kleinmünchen
GstNr.: 260/2
Der Turnsaal wurde 1923/24 von Baumeister Adolf Grohmann und dessen Firma Hoch- und Tiefbaugesellschaft Linz errichtet. Bauherren waren die Gemeinde Kleinmünchen und die Stadtgemeinde Linz.
Das Gebäude hat einen T-förmigen Grundriss: ein zweigeschoßiger Eingangs- und Garderobentrakt und im rechten Winkel dazu die Turnhalle.
Evang. Pfarrkirche A.B., Johanneskirche, Evangelische Johanneskirche
Datei hochladen
Evang. Pfarrkirche A.B., Johanneskirche, Evangelische Johanneskirche
ObjektID: 93426
Status: § 2a
Salzburger Straße 231
Standort
KG: Kleinmünchen
GstNr.: 1536/30
Die Kirche wurde 1965 errichtet.
Um einen Vorplatz sind ein freistehender rund 40 Meter hoher Stahlbeton-Turm, der Kirchentrakt und das Pfarrhaus gruppiert. Im Giebelfeld, über dem Portal des Kirchentraktes, befindet sich ein Relief des Bildhauers Walter Ritter.
Villa/Landhaus
Datei hochladen
Villa/Landhaus
ObjektID: 97774
Status: § 2a
Spaunstraße 1
Standort
KG: Kleinmünchen
GstNr.: 1804/28
Die Villa wurde 1936 vom Bauunternehmen Schratz & Sohn für das Ehepaar Eugen Michael und Amalie Schratz gebaut.
Gebäude mit sachlicher aber markanter Gestaltung.
BW Datei hochladen Wasserwerk der Stadt Linz
ObjektID: 102195
Status: § 2a
Wasserwerkstraße 2
Standort
KG: Kleinmünchen
GstNr.: 1842
Der Komplex wurde 1891–1893 von Rumpel & Niklas aus Teplitz errichtet. Die maschinelle Einrichtung stammt von der Prager Maschinenbau AG.
Der Haupttrakt mit angestelltem Wohnhaus ist mit dem achteckigen Brunnenhaus durch eine niedere Halle rechtwinkelig verbunden. Die heutige Erscheinungsform entspricht nach sorgfältiger Renovierung der Anlage von 1893.
Nischen- /Kapellenbildstock, Ehemalige Johannes Nepomuk Kapelle Datei hochladen Nischen- /Kapellenbildstock, Ehemalige Johannes Nepomuk Kapelle
ObjektID: 127783
Status: § 2a
Wiener Straße 401, bei
Standort
KG: Kleinmünchen
GstNr.: 2139
Die Kapelle wird auf das zweite Drittel des 19. Jahrhunderts datiert. Früher stand sie am Ende der Simonystraße, ab 1973 dann in der Spinnereistraße, seit 1983 an der heutigen Stelle.
Giebelbau mit zwei toskanischen Säulen. Die flachbogige Altarnische ist mit einem biedermeierlichen Gitter gesichert.
Pfarrhof hl. Josef und hl. Quirinus, Pfarramt Kleinmünchen Datei hochladen Pfarrhof hl. Josef und hl. Quirinus, Pfarramt Kleinmünchen
ObjektID: 93413
Status: § 2a
Zeppelinstraße 37
Standort
KG: Kleinmünchen
GstNr.: 286/2
Der Pfarrhof wurde im Auftrag des Chorherrenstifts St. Florian in den Jahren 1909–1910 von Franz Kaun erbaut und 1983–1984 renoviert.
Zweigschoßiger Bau mit übergiebelten Mittelrisaliten. In seiner Bauform ist das Gebäude der nebenstehenden Kleinmünchner Pfarrkirche angeglichen.
Kath. Pfarrkirche hl. Josef und hl. Quirinus, Kleinmünchner Pfarrkirche Datei hochladen Kath. Pfarrkirche hl. Josef und hl. Quirinus, Kleinmünchner Pfarrkirche
ObjektID: 58964
Status: § 2a
bei Zeppelinstraße 37
Standort
KG: Kleinmünchen
GstNr.: 286/7
Die Kirche wurde 1905 nach Plänen von Matthäus Schlager errichtet; die Weihe erfolgte 1906. Ein ursprünglicher Holzbau an dieser Stelle geht auf das 9. Jahrhundert zurück. 1944 Beschädigung des Chorgewölbes der Kirche aufgrund eines Bombentreffers. 1988 Umbau des Chors in eine Werktagskapelle. Bau mit interessanter Mischung verschiedener Stile und Formensprachen.
Haupt- und Volksschule Datei hochladen Haupt- und Volksschule
ObjektID: 91930
Status: § 2a
Zeppelinstraße 44
Standort
KG: Kleinmünchen
GstNr.: 302; 2725
Der Kernbau von Ferdinand Bachbaur stammt aus dem Jahr 1910. 1923, 1927 und 1938 erfolgten Erweiterungen. 1946 wurde das Gebäude nach Bombenschäden wieder aufgebaut. 1961 und 1982 wurde je ein neuer Turnsaal angebaut. Hauptfassade in späthistoristischen-secessionistischen Mischformen.

Weblinks

 Commons: Cultural heritage monuments in Kleinmünchen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b Oberösterreich – unbewegliche und archäologische Denkmale unter Denkmalschutz (Stand: 6. Juni 2012) (pdf)
  2. § 2a Denkmalschutzgesetz im Rechtsinformationssystem der Republik Österreich.

Quellen

  • Justus Schmidt: Österreichische Kunsttopographie, Band XXXVI „Die Linzer Kirchen“. Anton Schroll & Co, Wien 1964, herausgegeben von der Stadt Linz und dem Institut für Österreichische Kunstforschung des Bundesdenkmalamtes, (keine ISBN)
  • Herfried Thaler, Bernhard Prokisch u. a.: Österreichische Kunsttopographie, Band LV „Die profanen Bau- und Kunstdenkmäler der Stadt Linz“, III. Teil: Außenbereiche Urfahr–Ebelsberg. Berger & Söhne, Ferdinand, 2001, herausgegeben vom Bundesdenkmalamt, Abteilung für Inventarisation und Denkmalforschung, ISBN 978-3-85028-343-4
  • Beate Auer, Brigitta Fragner, Ulrike Knall-Brskovsky, Paul Mahringer: Die Kunstdenkmäler Österreichs. Dehio-Handbuch Oberösterreich. Band II, Linz. 1. Auflage. Berger & Söhne, Ferdinand, 2009, herausgegeben vom Bundesdenkmalamt, ISBN 978-3-85028-483-7
  • Website der Stadt Linz
Georeferenzierung Karte mit allen Koordinaten: OSM, Google oder Bing