Pfarrkirche Frankenfels

Nordostansicht der Pfarrkirche Frankenfels mit Soldatendenkmal

Die Pfarrkirche Frankenfels befindet sich in der katholischen Pfarre von Frankenfels, einer Marktgemeinde im Bezirk Sankt Pölten-Land in Niederösterreich. Der Sakralbau befindet sich in erhöhter Lage im südöstlichen Ortsbereich und ist südseitig von einem ummauterten Friedhof umgeben. Die Kirche ist der Heiligen Margaretha geweiht und dem Dekanat Scheibbs unterstellt.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Innenansicht Richtung Altar

Die Kirche wurde 1290 errichtet. Anfangs war die Pfarre Frankenfels der Pfarre Kilb unterstellt, bis sie später eigenständig wurde.

Von 1723 bis 1727 wurde das Bauwerk von der Adelsfamilie Liechtenstein durch den Anbau eines Langhauses mit einem Schiff und zwei Seitenaltären vergrößert und barockisiert[1]. 1777 wurde der Hochaltar neu gebaut. Das damals zur Pfarre Frankenfels gehörige Gebiet von Schwarzenbach an der Pielach wurde 1787 selbstständig. 1804 wurde die Pfarre Puchenstuben von Frankenfels gelöst und selbstständig.

1858 wurde die Kirche modernisiert[2].

Einige Häuser des heutigen Gemeindegebietes in der Tiefgrabenrotte und der Wiesrotte gehörten bis nach der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zur Pfarre St. Gotthard und zur Pfarre Plankenstein (beide im Gemeindegebiet von Texingtal).

Die letzte Renovierung erfolgte 1996.

Liste der Pfarrer in Frankenfels

Pfarrkirche Frankenfels um 1928
  • Josef Wiesinger (1855–1869)[3]
  • Martin Ströbitzer (1869–1885)[4]
  • Leopold Brosenbauer (1885–1894)[5]
  • Franz Schweiger (1894–1909)
  • Stephan Zötl (1909–1910)
  • Anton Christian (1910–1946)
  • Josef Stangl (1946–1966)
  • Josef Wagner (1966–1994)
  • Paul Wresinski (1994–1996)
  • Alois Brunner (ab 1996)[6]

Sonstiges

Pfarrer ist derzeit der aus dem Waldviertel stammende Alois Brunner.

In der Nähe der Kirche befindet sich der Friedhof, das Kriegerdenkmal und eine Statue des Heiligen Johannes Nepumuks, welche 1709 errichtet wurde und bis 1961 beim Annakreuz stand.

Johannes Nepomuk-Statue, die bis 1961 beim Annakreuz stand

Literatur

  • Bundesdenkmalamt (Hg.): Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Niederösterreich, südlich der Donau, Teil 1. Verlag Berger, Horn/Wien 2003, Seite 448f, ISBN 3-85028-364-X
  • Bernhard Gamsjäger: Frankenfelser Häuserbuch, Frankenfels 1987
  • Ortsbauernrat Frankenfels (Hubert Größbacher) (Hrsg.): Frankenfelser Flurdenkmäler. Frankenfels um 1995
  • Bernhard Gamsjäger und Ernst Langthaler (Hrsg.): Das Frankenfelser Buch. Frankenfels 1997

Weblinks

 Commons: Pfarrkirche Frankenfels – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Bernhard Gamsjäger und Ernst Langthaler (Hrsg.): Das Frankenfelser Buch. Frankenfels 1997, Seite 127
  2. Bernhard Gamsjäger und Ernst Langthaler (Hrsg.): Das Frankenfelser Buch. Frankenfels 1997, Seite 179
  3. Bernhard Gamsjäger und Ernst Langthaler (Hrsg.): Das Frankenfelser Buch. Frankenfels 1997, Seite 179
  4. Bernhard Gamsjäger und Ernst Langthaler (Hrsg.): Das Frankenfelser Buch. Frankenfels 1997, Seite 192
  5. Bernhard Gamsjäger und Ernst Langthaler (Hrsg.): Das Frankenfelser Buch. Frankenfels 1997, Seite 193
  6. Bernhard Gamsjäger und Ernst Langthaler (Hrsg.): Das Frankenfelser Buch. Frankenfels 1997, Seite 378

47.98194444444415.325388888889Koordinaten: 47° 58′ 55″ N, 15° 19′ 31″ O