Poetenkolleg

Das Collegium poetarum et mathematicorum, auf deutsch Kolleg der Dichter und Mathematiker, kurz Poetenkolleg oder Dichterkolleg, wurde 1501 von Kaiser Maximilian I. auf Initiative von Konrad Celtis an der Universität Wien gegründet. Es sollte die humanistischen Studien fördern und ihre Absolventen zum Dichter krönen. Wahrscheinlich existierte es bis in die 1530er Jahre und wurde dann durch die Universitätsreformen von König Ferdinand in die Artistenfakultät integriert.

Die sogenannte Celtiskiste zur Aufbewahrung der Insignien des Poetenkollegs

Inhaltsverzeichnis

Frühe humanistische Ansätze in Wien

Bereits im 15. Jahrhundert setzten sich mehrere Gelehrte dafür ein, dass die „humanistischen Studien“ an der Wiener Universität etabliert werden. Dabei nützten sie ihre Kontakte zum Wiener Hof; so stand etwa der gelehrte Humanist und spätere Papst Enea Silvio Piccolomini im Dienst von Kaiser Friedrich III., vom dem er zum „poeta laureatus“ gekrönt wurde. Piccolomini hielt um 1450 Vorlesungen in Wien. Die Habsburger hatten zur Wiener Universität einen besonderen Bezug, da diese vom Habsburger Rudolf I. gegründet worden war.

Erzherzog Maximilian, der Sohn von Friedrich III., verfolgte sein Anliegen, dem als „modern“ geltenden Humanismus Einfluss an der Universität Wien zu verschaffen. Im Jahr 1494 errichtete er eine besoldete Fachlektur für Römisches Recht und besetzte sie durch die Berufung des Venezianers Girolamo Balbi. Als gekrönter Dichter lehrte dieser auch Poetik an der Artistenfakultät. Am Hof von Maximilian, gab es einige einflussreiche Humanisten: Johann Fuchsmagen, Johann Krachenberger und Bernhard Perger. Sie erreichten es, dass Celtis im Jahr 1497 nach Wien berufen wurde und eine Fachlektur für Poetik und Rhetorik erhielt.

Die Wiener Universität stand in der Tradition der Scholastik. Zwischen dieser und dem Humanismus gab es inhaltliche Differenzen. Dazu kamen noch weitere Unterschiede: Die Universität betrachtete sich als eine selbständige Organisation. Die Humanisten erhielten landesfürstlich (und gut) besoldete Fachprofessuren, womit natürlich eine Abhängigkeit verbunden war (der gekrönte Dichter war quasi ein privilegierter Außenseiter). Das humanistische Lehrprogramm wurde im Allgemeinen von den Landesherrn der Universität aufgezwungen. Die Humanisten neigten zu einem weltlichen Lebensstil, während an der scholastischen Universität klosterähnliche, klerikale Lebensformen dominierten. Dazu kam die polemische Kritik der das klassische Latein idealisierenden Humanisten am „barbarischen Küchenlatein“ der Scholastiker.

Gründung des Poetenkollegs (1501)

Durch die Initiative von Konrad Celtis kam es zur Gründung des Poetenkollegs als einer Art „Humanistenschule“. Als Vorbild diente ihm die Academia Romana des Julius Pomponius Laetus in Rom, die er auf seiner Italienreise kennengelernt hatte. Der wahrscheinlich von Celtis selbst lateinisch formulierte Stiftsbrief, eine Art Gründungsurkunde, wurde von Erzherzog Maximilian am 31. Oktober 1501 in Bozen unterzeichnet. Darin heißt es, daß die Gründung des Kollegs zur Erweiterung der Universität („pro ... universitatis nostrae augmento“) gedacht ist und somit ein Bestandteil der Universität sein soll, wobei keine klare Einordnung in die universitären Strukturen erfolgt – es wird z.B. nicht gesagt, dass das Collegium eine eigene Fakultät darstellt, aber auch nicht, dass es einer bestimmten Fakultät zugeordnet wird. Es hatte also eine privilegierte Ausnahmestellung außerhalb der Fakultätsordnung. Der Stiftsbrief erklärt weiter, dass das „collegium poetarum“ zur Wiederherstellung der in den früheren Jahrhunderten versunkenen antiken Eloquenz dienen soll („erigere abolitamque prisci saeculi eloquentiam restituere“).

Dieser Stiftbrief ist die ausführlichste Quelle zum Poetenkolleg. In diesem Stiftbrief und auf dem noch erhaltenen silbernen Siegelstempel findet sich der kürzere Name „Collegium poetarum“. Die seltenere Langform „Collegium poetarum et mathematicorum“ ist gelegentlich nachweisbar;[1] sie bringt die Intentionen von Celtis treffend zum Ausdruck und entspricht auch der tatsächlichen Gestalt dieser Institution, denn es wurden vier besoldete Fachlekturen eingerichtet: Für Poetik und Rhetorik („in poetica et oratoria“) sowie zwei weitere „für mathematische Fächer“ („in mathematicis disciplinis“).

Ein Holzschnitt von Hans Burgkmair stellt die INSIGNIA POETARUM dar: Oben das Szepter, unten die Lorbeerkrone, dazwischen von links nach rechts: Ring, Birett, Siegel (mit der Umschrift: SIGILLUM COLLEGII POETARUM VIENNAE).

Die Eröffnung des neuen Kollegs erfolgte am 1. Februar 1502. Vincenz Lang hielt eine Lobrede (mit dem Titel Panegyricus) auf Maximilian I., weil dieser das – hier mit dem Langnamen bezeichnete – „Collegium poetarum et mathematicorum“ in Wien gegründet hatte.[2] Dabei erwähnt er die geplanten Inhalte: Der Dichter (lateinisch: „vates“) steht neben dem Redner (lateinisch: „orator“. Der Mathematiker vermittelt das Werk von Euklid, Vitruv und Ptolemäus.

Unterrichtsräume sowie Wohnräume von Angehörigen des Poetenkollegs (also Lehrer und Studenten) dürften im Neubergerhof bei der Kapelle „St. Anna“ gewesen sein, in der Nähe der Universität.[3]

Celtis als Vorstand des Kollegs hatte das Recht der Dichterkrönung, also die Verleihung des Grades eines poeta laureatus. Wir wissen aber nicht, ob tatsächlich eine größere Anzahl von Absolventen zu Dichtern gekrönt wurden. Bekannt ist dies nur von Einzelnen: Stabius 1502 oder Thomas Resch (Velocianus) 1504. Ein Einblattholzschnitt von Hans Burgkmair war wohl dazu gedacht, das Anliegen des Poetenkollegs zu verbreiten. Der Holzschnitt stellt die bei der feierlichen Dichterkrönung verwendeten Insignien des Poetenkollegs dar (siehe Abbildung).[4]

Das Poetenkolleg ist zu unterscheiden von der Donaugesellschaft („Sodalitas litteraria Danubiana“, einer lockeren Vereinigung humanistischer Gelehrter. Sie war gleichfalls von Celtis initiiert, und personell gab es enge Verbindungen. Für Lehrer und Studenten des Kollegs waren die eher informellen Treffen im Rahmen der Sodalitas eine gute Ergänzung ihrer Bestrebungen.

Testament von Konrad Celtis (1508)

Celtis starb am 4. Februar 1508. Kurz davor, am 24. Jänner 1508, setzte er sein Testament auf. Das Originaltestament ist verschollen, aber es gibt zwei Abschriften.[5] Darin vermachte Celtis seinen auf das Poetenkolleg bezüglichen Nachlass der Universität.

Die Lehrer am Poetenkolleg

Von mehreren Lehrern wissen wir, dass sie am Poetenkolleg tätig waren, von anderen können wir es nur vermuten. Auch die Dauer der jeweiligen Lehrtätigkeit lässt sich oft nicht genau feststellen. Beim Versuch einer Rekonstruktion entsteht ein Gerüst von Namen und Jahreszahlen mit einigen Lücken.

Es gab also zwei Fachlekturen für Poetik (Dichtkunst) und Rhetorik (Beredsamkeit). Die ersten Professoren waren Celtis († 1508) für Poetik und Vincenz Lang († 1504) für Rhetorik. Ihre Nachfolger könnten Johannes Cuspinian († 1529) sowie Angelus Cospus gewesen sein. Joachim Vadian war Professor für Poetik, vielleicht nach seiner Dichterkrönung 1514; er verließ Wien im Jahr 1518.

Daneben gab es die beiden Fachlekturen für mathematische Disziplinen, d.h. Mathematik und Anwendungsbereiche wie Astronomie und Kartographie. Die ersten Inhaber waren wohl Johannes Stabius († 1522) und Andreas Stiborius († 1515). Hier sind einige Angaben von Tannstetters Rückblick auf die Wiener Mathematiker aufschlussreich. Dort heißt es, dass Maximilian I. das Genie von Stabius und Stiborius bewunderte und daher ein neues Stipendium einführte, um dadurch öffentliche Vorlesungen in Astronomie und Mathematik in Wien zu ermöglichen. Außerdem heißt es, dass Stiborius „viele Jahre öffentlich Mathematik unterrichtete“. Demnach scheint es so, dass sich Stiborius auf Mathematik konzentrierte, Stabius dagegen auf mathematische Anwendungen (etwa auf Kartographie). Aber das Wort Mathematik wurde damals oft nicht im heutigen, engen Sinn gebraucht, sondern meinte oft die naturwissenschaftlichen Anwendungsbereiche mit.

Ursprünglich waren zwei mathematische Professuren für die Fakultät der Artes vorgesehen. Über diese zwei Lehrstühle gab es dann Auseinandersetzungen, vielleicht weil Celtis versuchte, sie für sein Poetenkolleg zu gewinnen. Jedenfalls ist in den Akten der Artes-Fakultät wenig zu bemerken davon, dass die vermuteten Inhaber dieser Lehrstühle dort über solche Themen unterrichteten. Es sieht demnach so aus, dass diese zwei Lehrstühle schließlich doch dem Poetenkolleg zugeordnet wurden.

Bei Stabius und Stiborius wissen wir nicht, wie lange sie ihre Lehrstühle innehatten. Über zwei spätere Lehrer berichtet Tannstetter Folgendes: In Bezug auf Johannes Fabricius sagt Tannstetter, dass er sein Kollege und ordentlicher Professor für die andere, die astronomische Vorlesung war, während Tannstetter selbst, aufgrund der Entscheidung von Kaiser Maximilian I., den Lehrstuhl für mathematische Fächer innehat. Das könnte man so verstehen, dass sich Tannstetter auf Mathematik im engeren Sinn konzentrierte, aber Tannstetter war vor allem Astronom (und Astrologe), die Mathematik hatte relativ wenig Raum in seinen Publikationen, auch in den für Studenten gedruckten Lehrbüchern Tannstetters. Also gab es vielleicht keine so strenge Zweiteilung der beiden Lehrstühle, jedenfalls keinen Lehrstuhl speziell für Mathematik im engeren Sinn. Fabricius war also Professor, aber im Jahr 1514 wohl nicht mehr. Oft wird auch Stephanus Rosinus aus Augsburg († nach 1533) als Inhaber genannt. Georg Tannstetter war Inhaber ab ungefähr 1510, bis Ende 1528. Sein Nachfolger war Johannes Vögelin († 1549). Andreas Perlach († 1551) war Inhaber nach 1514.

Wenn sich dieses Gerüst aufgrund ausreichender Quellen ausfüllen ließe, so wäre das ein starkes Argument dafür, dass dieses Poetenkolleg den Tod von Celtis überdauerte. Das wurde in der historischen Forschung lange Zeit bezweifelt.

Weiterbestand bis etwa 1537

Nach dem Tod von Celtis 1508 wurde die sogenannte „Celtiskiste“ zur Aufbewahrung der Insignien gebaut (siehe Abbildung). Sie wird, so wie der Siegelstempel (der Fachausdruck dafür ist „Typar“), im Archiv der Universität Wien aufbewahrt.

Mehrere Indizien verweisen auf einen Fortbestand dieses Poetenkollegs über den Tod von Celtis hinaus. Wie erwähnt, gibt es Hinweise darauf, dass in Wien einige Lehrer für Fächer, die zum Poetenkolleg gehörten, fest besoldet waren, während diese Lehrer jedoch gleichzeitig kaum in den Akten der Artistenfakultät erwähnt wurden (was aber, insbesondere bei der Verteilung der den Lehrveranstaltungen entsprechenden Bücher, zu erwarten wäre).

In den Jahrzehnten nach 1500 zeigte sich an der Wiener Universität eine überraschende Entwicklung: Die Studentenzahlen nahmen zu, während aber die Zahl der akademischen Bakkalarsgraduierungen im Jahrzehnt 1510-20 um ein Viertel abnahm.[6] Der Grund dafür könnte sein, dass ein Teil dieser Studenten am Poetenkolleg studierte, an dem es die traditionellen akademischen Grade nicht gab.[7]

Für eine Weiterexistenz spricht auch ein 1512 veröffentlichtes Lobgedicht mit dem Titel Panegyris, das die Studienfächer der vier Fakultäten der Universität Wien beschreibt. Nach der Medizin und vor der Theologie wird die Poesie und der dortige Studienabschluss einer Dichterkrönung erwähnt.[8]

Die 1520er Jahre führten an der Universität Wien zu einem besonders dramatischen Rückgang der Studentenzahlen. In dieser Zeit wird es wohl auch am Poetenkolleg entsprechend weniger Aktivität gegeben haben.

Unter dem Landesfürsten Ferdinand I. gab es mehrere Reformbestrebungen. Der Reformversuch des Jahres 1524 erwähnte das Poetenkolleg: „collegium pro poetica et oratoria“. Schließlich erscheinen im Reformgesetz vom 15. September 1537 die Fächer des Poetenkollegs bereits als Lehrkanzeln der Artistenfakultät.

Anhang: Der lateinische Text des Stiftbriefes (1501)

Maximilianus Divina favente clementia Romanorum Rex etc. Ad perpetuam rei memoriam notum facimus tenore praesentium Universis: Cum post susceptum divino auspicio Caesariae Maiestatis titulum: officii nostri inprimis duxerimus, ad ea singula animum intendere, Quae et Reipublicae nostrae decori et ornamento perpetuo fore arbitraremur, et nationem nostram Germanicam ac domum Austriae, ex qua orti sumus, quantis possemus, honoribus apud omnes gentes et posteritatem notas faceremus: id potissimum occurrit, pro aeternitate Litterarum necessarium in humanis rebus fore, Ut populis et Urbibus nostris Romanarum literarum Gymnasia laudato ordine et Romano more statueremus. Unde publicarum rerum moderatores et rectores Ut plurimum excellentes prodiere: Qui Veterum rerum gestarum lectione facti prudentiores bene et beate Vivendi rationes multa experientia posteris scripsere. Directis itaque a nobis in nostro Wienn[ensis] Gymnasio civilis juris lectionibus, cum in poetica et oratoria arte nihil hactenus ibi instituerimus: decrevimus pro ipsius Universitatis nostrae augmento collegium poetarum ibidem priscorum imperatorum antecessorum nostrorum more erigere , abolitamque prisci saeculi eloquentiam restituere. Itaque pro hac re provehenda et initianda duos in poetica et oratoria, duos Vero in mathematicis disciplinis eruditos ad ipsum collegium deputamus. Inter quos cum, quem pro tempore lectorem ordinarium in poetica constituemus, volumus eidem collegio praeesse. Quem etiam praesentibus nostris ipsius collegii et lectionum superintendentem facimus et creamus. Quo autem praefatum collegium Uberiori a nobis gratia et privilegio decoretur, resque ipsa foelici gradu debitum summat incrementum: pro honore nostro et dignitate augendae Wiennensis Universitatis, Caesarea nostra autoritate, ac motu proprio praefatum collegium hoc praesenti privilegio ac praerogatius decoramus: Ut quicunque in praefata nostra Universitate Wienn[ensis] in ora¬toria et poetica studuerit laureamque concupiverit: Is in praenominato poetarum collegio diligenter examinatus, si idoneus ad id munus suscipiendum habitus et inventus fuerit: Per Honorabilem fidelem nobis dilectum Conradum Celtem per genitorem nostrum Fridericum tertium divae memoriae primum inter germanos laureatum poetam, et modo in Universitate nostra Wiennensi poetices et oratoriae lectorem ordinarium, ac deinde per successores eius, qui pro tempore collegio praefuerint, laurea coronari possit: sicque per eum et successores eius laureatus pro poeta ab omnibus habeatur et celebretur: Omnibusque privilegiis et insignibus, quibus caeteri poetae laureati fruuntur quomodolibet consuetudine Vel de iure, Uti et gaudere possit: ac si manibus nostris ea dignitate fuisset insignitus. Cuius rei tenore praesentium damus, concedimus et impartimur nostri caesarei iuris eidem legenti poetae ordinario (Ut praedictum est) omnimodam autoritatem. Non obstantibus quibuscunque legibus, statutis, consuetudinibus, ordinationibus aut aliis quibuscunque in contrarium facientibus: Reservato tamen nobis nihilominus iure poetas coronandi quos idoneos duxerimus. Potestati etenim nostrae per hoc privilegium nequaquam derogamus. Nulli ergo omnino hominum liceat, hanc nostrae concessionis et ordinationis paginam infringere, aut ei quovis ausu temerario contra ire. Si quis Vero id attentare praesumpserit, poenam indignationis gravissimae, ac Quinquaginta Marcarum auri puri irremissibiliter se noverit incursurum, Quarum medietatem imperiali fisco nostro, ac reliquam partem praefato collegio decernimus applicandam. Harum testimonio literarum sigilli nostri consueti appensione munitarum. Datum in oppido nostro Bozano pridie Kalendas Novembris. Anno Domini Millesimo Quingentesimo primo, Regnorum nostrorum Romani sextodecimo, Hungariae Vero duodecimo.

Commissio dni.
Regis propria.[9]

Literatur

  • Joseph Ritter von Aschbach: Die Wiener Universität und ihre Humanisten im Zeitalter Kaiser Maximilians I. (Geschichte der Universität Wien; 2). Wien 1877, bes. S. 61-82, 247-249, 442-446.
  • Gustav Bauch: Die Rezeption des Humanismus in Wien. Breslau 1903 (Neudruck Aalen 1986), bes. S. 117-170.
  • Franz Graf-Stuhlhofer: Humanismus zwischen Hof und Universität. Georg Tannstetter (Collimitius) und sein wissenschaftliches Umfeld im Wien des frühen 16. Jahrhunderts (Schriftenreihe des Universitätsarchivs, Universität Wien; 8). Wien 1996, S. 44-71.
  • Franz Graf-Stuhlhofer: Das Weiterbestehen des Wiener Poetenkollegs nach dem Tod Konrad Celtis’ 1508. Eine humanistische Pioniereinrichtung und ihr Wirkungsumfeld. In: Zeitschrift für Historische Forschung 26 (1999) 393-407.
  • Franz Graf-Stuhlhofer: Lateinische Dichterschule. Das Collegium poetarum des Konrad Celtis von 1501 bis 1537. In: Grazer Beiträge. Zeitschrift für die Klassische Altertumswissenschaft 22 (1998) 211-214.
  • Rudolf Kink: Geschichte der kaiserlichen Universität zu Wien, Bd. 1, 1. Teil: Geschichtliche Darstellung der Entstehung und Entwicklung der Universität bis zur Neuzeit. Wien 1854, S. 199-270; Bd. 2: Statutenbuch der Universität. Wien 1854.
  • Kurt Mühlberger: Poetenkolleg und Dichterkrönung in Wien. In: Bilder – Daten – Promotionen. Studien zum Promotionswesen an deutschen Universitäten der frühen Neuzeit, hg. von Rainer A. Müller †, bearb. von Hans-Christoph Liess, Rüdiger vom Bruch (Pallas Athene. Beiträge zur Universitäts- und Wissenschaftsgeschichte; 24). Stuttgart 2007, S. 84-119 [eine umfassende Darstellung des aktuellen Forschungs-Standes].
  • Kurt Mühlberger: Bemerkungen zum Wiener Poetenkolleg. In: Stadtarchiv und Stadtgeschichte. Forschungen und Innovationen (Historisches Jahrbuch der Stadt Linz; 2003/04). Linz 2004, S. 763-778 (Digitalisat).

Anmerkungen

  1. Mehrere Belege für diese Langform aus dem Jahr 1502 bei Mühlberger: Poetenkolleg und Dichterkrönung, 2007, Anm. 2.
  2. Gedruckt bei Konrad Celtis: Quattuor libri amorum. Nürnberg 1502, Anhang. – Dazu Peter Luh: Die unvollendete Werkausgabe des Conrad Celtis und ihre Holzschnitte. Frankfurt/M. u.a. 2001, S. 277.
  3. Diese Angabe wurde von manchen Historikern irrtümlich auf das St. Anna-Kloster in der Annagasse bezogen. Gemeint ist aber die Kapelle St. Anna (gemäß heutigen Adressen wäre das im Bereich Schulerstraße 16, Grünangergasse 1 und Kumpfgasse 2). Siehe Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien, Band 4. Wien 1995, S. 370 f.
  4. Peter Luh: Der „allegorische Reichsadler“ von Conrad Celtis und Hans Burgkmair. Ein Werbeblatt für das Collegium Poetarum et Mathematicorum in Wien. Peter Lang, Frankfurt/M. 2002.
  5. Abschriften befinden sich im Wiener Universitätsarchiv (Liber Testamentorum) sowie an der Freiburger Universitätsbibliothek (Nachlass Klüpfels). Gedruckt bei Hans Rupprich (Hrsg.): Der Briefwechsel des Konrad Celtis (Veröffentlichungen der Kommission zur Erforschung der Geschichte der Reformation und Gegenreformation. Humanistenbriefe; 3). München 1934, S. 604-609 (Nr. 338).
  6. Zur Entwicklung der Frequenzen siehe Thomas Maisel: Universitätsbesuch und Studium. Zur Wiener Artistenfakultät im frühen 16. Jahrhundert. In: Mitteilungen der Österreichischen Gesellschaft für Wissenschaftsgeschichte 15 (1995) S. 1-12.
  7. Graf-Stuhlhofer: Weiterbestehen, S. 396.
  8. Elisabeth Klecker: Geographia imitatio picturae. Geographie als humanistische Leitwissenschaft am Beispiel der Panegyris des Adrian Wolfhard. In: Helmuth Grössing, Kurt Mühlberger (Hg.): Wissenschaft und Kultur an der Zeitenwende. Renaissance-Humanismus, Naturwissenschaften und universitärer Alltag im 15. und 16. Jahrhundert (Schriften des Archivs der Universität Wien; 15). V&R unipress, Göttingen 2012, S. 81-100, dort 93.
  9. Abschrift gemäß Kink: Universität, Bd. 2 (Statuten), S. 305-307 (Nr. 42) [1]. Abgedruckt auch bei Helmut Engelbrecht: Geschichte des österreichischen Bildungswesens. Erziehung und Unterricht auf dem Boden Österreichs, Band 1. Wien 1982, S. 453-455. – Das Original wird im Wiener Universitätsarchiv aufbewahrt.