Roter Börsenkrach

Der Rote Börsenkrach (RBK) ist die älteste immer noch existierende Basisgruppe an der Universität Wien. Die Studienvertretung der Volkswirtschaftslehre an der Universität Wien wird durch Vertreterinnen und Vertreter des RBK gestellt.

Durch diese Studienrichtungsvertretung, in der der RBK stets federführend war, wurden viele Anliegen der Studierenden im Rahmen der studentischen Mitbestimmung durchgesetzt, darunter die Berufung Alexander Van der Bellens, des späteren langjährigen Bundessprechers der österreichischen Grünen zum ordentlicher Universitätsprofessor für Volkswirtschaftslehre im Jahr 1977.

Damals war auch Wilhelm Hemetsberger, heute einer der dienstältesten Vorstandsdirektoren der Bank Austria Creditanstalt, damals bekannt als "der rote Willi", unter den Studentenvertretern des Roten Börsenkrachs. Er beschrieb das Phänomen, dass eine "linke Basisgruppe" an einer namhaften volkswirtschaftlichen Fakultät rasch Anerkennung und Erfolge verbuchen konnte so: „Obendrein musste man fachlich versiert sein, um fundiert Wissenschaftskritik betreiben zu können: Wir waren - bitte um Entschuldigung! - eigentlich Streber.[1]

Seit seiner Gründung gibt der Rote Börsenkrach eine gleichnamige Studentenzeitschrift heraus.[2]

Inhaltsverzeichnis

Bekannte ehemalige Mitglieder

Literatur

Raimund Löw (Hrsg.): Die Fantasie und die Macht. 1968 und danach. Czernin, Wien, 2006, ISBN 3707602117

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Wilhelm Hemetsberger: Bekenntnisse eines Babyboomers. In: Raimund Löw (Hrsg.): Die Fantasie und die Macht. 1968 und danach. Rezension und Ausschnitt aus dem Kapitel über den "Roten Börsenkrach"
  2. Einige Ausgaben der Zeitschrift "Roter Börsenkrach" aus den Jahren 2000 - 2011 zum Download
  3. Während des Studiums gehörte Tumpel-Gugerell der links orientierten Bewegung "Roter Börsenkrach" an, wo sie auch ihren Ehemann Herbert Tumpel, heute Präsident der Wiener Arbeiterkammer, kennenlernte. (Karin Finkenzeller: Gertrude Tumpel-Gugerell: 'Wiener Netterl' mit Durchsetzungskraft. Financial Times Deutschland, 25. Mai 2003). [1]
  4.  Johannes Leutgeb (Hrsg.): Ernst Fehr im Interview. In: Der Rote Börsenkrach. Dezember 2011, ISSN 0174-4909, S. 18–20 (PDF-Datei).