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vom 04.05.2018, aktuelle Version,

Roter Börsenkrach

Der Rote Börsenkrach (RBK) ist die älteste immer noch existierende Basisgruppe an der Universität Wien. Die Studienvertretung der Volkswirtschaftslehre an der Universität Wien wird durch Vertreter des RBK gestellt.

Durch diese Studienrichtungsvertretung, in der der RBK stets federführend war, wurden viele Anliegen der Studierenden im Rahmen der studentischen Mitbestimmung durchgesetzt, darunter die Berufung Alexander Van der Bellens, des späteren langjährigen Bundessprechers der österreichischen Grünen zum ordentlicher Universitätsprofessor für Volkswirtschaftslehre im Jahr 1977.

Damals war auch Wilhelm Hemetsberger,[1] bis 2007 einer der Vorstandsdirektoren der Bank Austria Creditanstalt, damals bekannt als "der rote Willi", unter den Studentenvertretern des Roten Börsenkrachs. Er beschrieb das Phänomen, dass eine "linke Basisgruppe" an einer namhaften volkswirtschaftlichen Fakultät rasch Anerkennung und Erfolge verbuchen konnte so: „Obendrein musste man fachlich versiert sein, um fundiert Wissenschaftskritik betreiben zu können: Wir waren - bitte um Entschuldigung! - eigentlich Streber.[2]

Seit seiner Gründung gibt der Rote Börsenkrach eine gleichnamige Studierendenzeitschrift heraus.[3]

Bekannte ehemalige Mitglieder

Literatur

  • Raimund Löw (Hrsg.): Die Fantasie und die Macht. 1968 und danach. Czernin, Wien, 2006, ISBN 3707602117

Einzelnachweise

  1. Der rote Willi als Troubleshooter Kurier vom 5. Jänner 2013. Abgerufen am 11. Februar 2014
  2. Wilhelm Hemetsberger: Bekenntnisse eines Babyboomers. In: Raimund Löw (Hrsg.): Die Fantasie und die Macht. 1968 und danach. Rezension und Ausschnitt aus dem Kapitel über den "Roten Börsenkrach"
  3. Einige Ausgaben der Zeitschrift "Roter Börsenkrach" aus den Jahren 2000 - 2011 zum Download
  4. Während des Studiums gehörte Tumpel-Gugerell der links orientierten Bewegung "Roter Börsenkrach" an, wo sie auch ihren Ehemann Herbert Tumpel, heute Präsident der Wiener Arbeiterkammer, kennenlernte. (Karin Finkenzeller: Gertrude Tumpel-Gugerell: 'Wiener Netterl' mit Durchsetzungskraft. Financial Times Deutschland, 25. Mai 2003). http://www.ftd.de/politik/europa/1053857165495.html (Memento vom 29. September 2007 im Internet Archive)
  5. Ernst Fehr im Interview. In: Johannes Leutgeb (Hrsg.): Der Rote Börsenkrach. Dezember 2011, ISSN 0174-4909, S. 18–20 (PDF-Datei).