Rudolf Wenzel

Rudolf Wenzel

Rudolf Wenzel (* 11. Oktober 1904 in Karbitz; † unbekannt) war ein deutscher Politiker (NSDAP).

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Leben und Wirken

Nach dem Besuch der Volksschule, der Staatsschule in Aussig und der tschechischen Bürgerschule in Kročehlavy wurde Rudolf Wenzel an der Technischen Hochschule in Prag ausgebildet. 1923 wurde er Vorstandsmitglied der Deutschen Studentenschaft an den Deutschen Prager Hochschulen. 1929 ließ er sich als freischaffender Architekt nieder.

Um 1931 begann Wenzel sich in der Sudetendeutschen Partei Konrad Henleins zu engagieren. Er wurde 1934 Mitarbeiter bei der sudetendeutschen Heimatfront und war ab 1935 als Hauptleiter der Partei tätig. 1938 wurde er Mitglied des Sudetendeutschen Freikorps und nach der Eingliederung der Sudetengebiete in das Deutsche Reich wurde Wenzel persönlicher Referent des zum Reichskommissar ernannten Henlein. Wenzel wurde 1940 zum Landrat von Teplitz-Schönau ernannt. Von 1940 bis 1941 leistete er Militärdienst.

Ab der Ergänzungswahl vom 4. Dezember 1938 bis zum Ende der NS-Herrschaft im Frühjahr 1945 saß Wenzel als Abgeordneter für die Sudetengebiete im nationalsozialistischen Reichstag. In der SS erreichte er den Rang eines Sturmbannführers.

Nach 1945 engagierte Wenzel sich im rechtsgerichteten Witikobund. Außerdem war er Mitglied des Bundesausschusses für Presse und Information der Sudetendeutschen Landsmannschaft.[1]

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Kurt Nelhiebel: Die Henleins gestern und heute. Hintergründe und Ziele des Witikobundes, 1962, S. 63.