Susanne Wolf

Susanne Felicitas Wolf (* 24. Januar 1964 in Mainz) ist eine deutsche Autorin und Dramaturgin.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Susanne Felicitas Wolf belegte ein Studium der Theaterwissenschaft/Fächerkombination an der Universität Wien. Danach war sie im Bereich Dramaturgie am Schauspiel Frankfurt, dem Volkstheater Wien, dem Niederösterreichischen Donaufestival und dem Schauspielhaus Wien tätig. Sie schreibt seit 1990 Texte für das Theater (Stücke, Dramatisierungen und Bearbeitungen) im Bereich „U“ und „E“ und produzierte auch freie, eigene Theaterproduktionen in Österreich und Deutschland.

Seit 2000 ist sie auf Wiener Komödien spezialisiert.

Von 2004–2008 war Wolf stellvertretende Künstlerische Leiterin im Wiener Lustspielhaus. Sie hatte wiederholt eine Gastlehrtätigkeit an der Universität Wien am Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft. Wolf lebt seit 1982 in Wien.

2006 erhielt sie das Goldene Verdienstzeichen der Republik Österreich.

Die Rechte ihrer Theaterstücke liegen beim Thomas Sessler Verlag, Wien.

Werke

Buch und Regie

Antonin Artaud-Chaos, Solo mit Thomas Stolzeti (Aufführungsprämie des Bundesministeriums für Unterricht und Kunst) 1992

Hölderlin-Das Kind oder die innere Revolution, Theater Künstlerhaus 1993, (Remake durch N. Windisch-Spoerk, Bregenzer Festspiele 1998)

Richard Wagner-Der Kunstmensch, Solo mit Rainer Frieb, Herbert von Karajan-Centrum, Volkstheater Wien (Aufführungsprämie Bundeskanzleramt) 1998

Textbücher und Texte

  • Fritz Spielmann-Gala, Orpheus-Trust/ORF, Golden Stars, Moderationstext, 1998
  • Die Geistinger und Johann Strauss, Erika Pluhar und NTO, 1999, sowie Wiener Symphoniker, Musikverein 2006
  • Der Traum vom lieben Augustin, Posse mit Gesang, Uraufführung, (Regie: Jürgen Wilke), Laxenburger Kultursommer 2001
  • Medea, Prosafassung nach Euripides,Schauspielhaus Wien, (Regie: Barrie Kosky), Eröffnungspremiere 2001, 2003/2004
  • Macbeth,Fassung nach W. Shakespeare,Schauspielhaus Wien (Regie: Barrie Kosky), 2002
  • Katharina Schratt, Ein Leben, Solo für Ulrike Beimpold, u. a. Theater in der Josefstadt/Sträußelsäle, 2003
  • Faust, frei nach Goethe, Posse mit Gesang,(Regie: A. Hirschal), Laxenburger Kultursommer, 2003
  • Poppea, nach Monteverdi,Fassung nach G. F. Busenello,(Regie: Barrie Kosky,)Schauspielhaus Wien,2003, Gastspiel Berliner Ensemble, 2004, Festival Edinburgh, Sydney Opera, 2008
  • Ein Wiener Sommernachtstraum, (Regie: Adi Hirschal), Wiener Lustspielhaus, Eröffnungspremiere, 2004; 2005, ORF/3sat, 2006
  • Girardi, Solo für Boris Eder, u. a. Radiokulturhaus, Theater i. d. Josefstadt/Kammerspiele, 2005
  • So machen’s alle oder Cosi fan tutte, Komödie mit Gesang nach Mozart und Da Ponte, Wiener Lustspielhaus, 2006
  • Ich, Schikaneder, (Schauspiel: Adi Hirschal), Auftragswerk Mozartjahr 2006, Theater an der Wien
  • Blickwechsel, Tragikomödie, Auftragswerk, (Regie: Nikolaus Büchel), Volkstheater Wien, 2007
  • Der Geizkrag’n, Posse mit Gesang nach Molière, Wiener Lustspielhaus, 2008
  • Neuübersetzung Kiss me Kate, (Regie: Barrie Kosky), Komische Oper Berlin, 2008, Oper Köln, 2009/2010
  • Mon cher Cousin, Liedlibretto, Komposition: Johanna Doderer, Dirigent: Ulf Schirmer, Auftragswerk zum „Bäsle-Jahr“, Deutsches Mozartfest Augsburg, 2008
  • Krieg und Frieden, nach L. Tolstoi, UA, (Regie: Alexander Hauer), Sommerspiele Melk, 2009
  • Das Gespenst von Canterville, ein Stück Spuk nach O. Wilde, (Regie: Elisabeth Gabriel), Theater St. Gallen, 2009
  • Frau Wegrostek schlägt zurück, Kriminalsozialkomödie, Volkstheater/Bezirke, 2009 (Regie: Nikolaus Büchel), Wien, 2009
  • Das ist doch einmal etwas, woraus sich was lernen lässt, fiktiver Dialog Mozart und van Swieten, Deutsches Mozartfest Augsburg, 2011
  • Die einzigwahrhaftechtehundertprozentoriginalgetreue Carmen, nach e. Idee v. P-S. Lehner, wienerische Deutung des Originalstoffes als Faschingskonzert der Wiener Symphoniker, Dirigent: Dimitrij Kitajenko, Interpretin: Ulrike Beimpold, März, 2011
  • Die Päpstin, Theaterstück nach dem Roman von Donna W. Cross, mit Katharina Stemberger als Päpstin, (Regie: Alexander Hauer), Sommerspiele Melk, 2012
  • Mozarts Geist und Feder war Freund vom Schikaneder, fiktiver Monolog, Almanach der Salzburger Festspiele 2012
  • Claudio Monteverdi / Elena Kats-Chernin, Operntrilogie, (Regie: Barrie Kosky), Komische Oper Berlin, Deutsche Textfassung von Orpheus und Poppea, sowie gemeinsam mit Ulrich Lenz, deutsche Textfassung von Odysseus

Weblinks